warum gibt es SQL wenn es Access gibt?

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8 Antworten

Du versuchst, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. SQL ist lediglich eine Abfragesprache, mit der man standartisiert Abfragen an alle möglichen Datenbanken stellen kann. SQL selbst beinhaltet aber keine Datenbank und speichert z. B. auch keine Daten.

Access ist eine Software, die u. a. eine Datenbank beinhaltet und die ebenfalls mit SQL angesprochen werden kann.

Mit Access kann man relativ leicht einfache Applikationen erstellen, mit der man Datenbankinhalte  verwalten kann. Man stösst aber relativ schnell an die Grenzen, vor allem, wenn es um größere Datenmengen geht oder viele Personen schnell an bestimmte Daten kommen müssen.

Daher werden größere Applikationen oder z. B. Web-Applikationen so programmiert, daß sie per SQL auf eine Datenbank zugreifen. Dahinter steckt dann meist noch ein richtiger DB-Server, wie z. B. Oracle oder MySQL.

Diese Server bieten dann natürlich auf Datenbankebene wesentlich mehr Funktionen als Access, andererseits bieten sie nicht automatisch die Benutzerschnittstelle zum Endbenutzer.

Mit SQL kann man alle möglichen Datenbanken ansteuern, nicht nur Access. Gerade in größeren Firmen konnte sich Access nicht ansatzweise durchsetzen. Dir kommt wahrscheinlich Access wie das Nonplusultra vor, aber es ist eher für kleine Unternehmen bis zu 10 Mitarbeiter ausgerichtet. Die großen Fische verzichten auf Access.

Also ich muß dem User "Supoptimierer" vehement widersprechen. Wir sitzen hier in Bonn, wo sich sehr viele Unternehmen befinden - so auch drei DAX Unternehmen. Allesamt setzen Access in neuralgischen Punkten im Unternehmen ein. Controlling, Geschäftsplanung, Reporting, Datenkonvertierung, etc... wäre ohne Access in diesen Unternehmen undenkbar. Es wird zwar i.d.R. SAP oder Dynamics, o.ä. als führende (ERP) Systeme eingesetzt. Aber Access ist nunmal das führende RAD-Tool (rapid Application Development). Ohne dies wären viele Unternehmen wesentlich unproduktiver. Wir haben Anwendungen für Labeldruck (angeschlossen an Dynamics), WKZ Planungstools für den Einzelhandel mit Ausgabe nach SAP-Budgetplanung, Fundraising-Lösungen für weltweite Aktionen, Verwaltungssoftware für bundesweite Verbände, etc... umgesetzt. Ferner stossen wir immerwieder auf alte Anwendungen, die wir übernehmen.

Wer also von Access behauptet, dass dies ein Hobbydatenbank ist, kennt sich mit Access nicht aus. Schauen Sie doch einmal hinter die Kulissen von DATEV. Hier wird man erstaunt sein, wieviele Access Datenbanken im Hintergrund laufen.

Und zur eigentlichen Frage: SQL ist einfach eine strukturierte Datenbankabfragesprache. Da Access auch ein DBMS hat (JET Engine) können Daten eben auch mit SQL abgefragt/manipuliert werden.

Viele Grüße, Armin

wotan38 12.07.2017, 11:23

Ich habe mal in einer Fabrik für hochqualifizierte Werkzeugmaschen als Werkstudent gearbeitet. Da hat jeder Facharbeiter in seiner Werkzeugschublade einen ganz einfachen Schlosserhammer gehabt.

Ich denke, man kann auf Grund seiner breiten Streuung bei einem Werkzeug nicht auf einen besonders hochwertigen Nutzeffekt schließen.

Access ist eine richtige aber etwas abgespeckte relationale Datenbank vorzugsweise für Einzelplatzanwendungen. Als Hobbydatenbank würde ich es nicht bezeichnen. Für weniger komplexe Anwendungen bietet es vereinfachte Bedienungselemente (z.B. Verknüpfungen mit der Maus erstellen), die zwar nur begrenzt einsetzbar, aber trotzdem für viele Anwendungen ausreichend sind. Gerade wegen der guten Überschau- und anspruchslosen Anwendbarkeit freut es sich einer großen Beliebtheit.

Ich selbst habe für einen Kunden einen kompletten Betriebsablauf mit 4 Arbeitsplätzen und 57 Datenbanktabellen erstellt. Dafür verwende ich aus gutem Grund eine DB2-Datenbank von IBM. Mit Access käme ich da nicht zurecht. Meine Datenbank arbeitet nur im Hintergrund, die Mitarbeiter benötigen keine Datenbankkenntnisse für die Bedienung. Nur die Betriebsabläufe müssen sie gut kennen.

Nochmals: Nur weil jeder Bauer eine Sense besitzt, ist diese nicht besser als eine weniger verbreitete Erntemaschine.

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Ich verstehe die Frage nicht. Access ist eine relationale Datenbank, SQL eine standardisierte Abfragesprache für relationale Datenbanken, die nicht nur, aber auch von Access verwendet wird.

Mit Access, SQL und VBA lassen sich ganz nette Sachen realisieren (ich habe damit u.a. eine Registrierkassensoftware geschrieben), man stößt aber schnell an seine Grenzen, und für größere Datenmengen und Mehrplatzsysteme mit Client-/Server-Architektur braucht man schon mächtigere Werkzeuge und Datenbanken als Access, z.B. MySQL oder Oracle.

So gut wie alle relationalen Datenbanken aller Hersteller verwenden SQL als Abfragesprache, auch Access würde ohne SQL nicht funktionieren. Daher ist der Hintergrund Deiner Frage nicht nachvollziehbar. Was meinst Du damit?

Intern arbeitet Access auch mit SQL. Die Abfragen die du zusammen Klickst werden im Hintergrund in SQL Anweisungen umgewandelt, die du auch einsehen kannst.

SQL ist eben die gebräuchlichste Sprache um mit Datenbanken aller Art zu kommunizieren.

Ganz einfach: Ohne SQL würde ACCESS gar nicht funktionieren. Denn intern werden alle Anweisungen in SQL-Anweisungen umgesetzt (die man sich auch anschauen oder selber verwenden kann).

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