Warum gibt es so viele verschiedene Krankenkassen?

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Hallo,

ich bin sehr froh, dass es mehr als eine Krankenkasse gibt. Bei den früheren Monopolen Bundesbahn und Deutsche Bundespost gab es nur wenige, die davon begeistert waren. Bei Arbeitsämtern, Finanzämtern und Schwerbehindertenstellen trifft man selten Servicevorbilder.

Bei den Krankenkassen geht beim Wettbewerb auch immer um besseren Service und bessere Leistungen. Die Beiträge sind bis auf den evtl. Zusatzbeitrag gleich. Die Leistungsunterschiede (Prävention, Haushaltshuilfe, häusliche Krankenpflege, Modellvorhaben etc.) kann man jederzeit in der Satzung der jeweiligen Krankenkasse nachlesen.

 http://www.gkv-spitzenverband.de/ITSGKrankenkassenListe.gkvnet

Ob es jetzt 155 sein selten wie im Moment, ist m.E. nicht entscheidend. Bei 100 würde es auch einen funktionierenden Wettbewerb geben. Wenn es nur noch 1 bis 20 wären, hätte ich Sorge, dass es ähnlich wie bei Mineralölkonzernen keinen erkennbaren Wettbewerb mehr gäbe.

krankenkassen-blogger.de/tag/krankenkassenzahl/

Gruß

RHW

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Früher gab es verschiedene Krankenkassen für verschiedene Berufsgruppen, Arbeiter, Angestellte, Handwerker usw., die sich auch in ihren Beitragssätzen voneinander unterschieden. Erst seit wenigen Jahren gibt es eine echte Wahlfreiheit zwischen den Kassen, und durch die Einführung des "Gesundheitsfonds" wurden erst 2009 die Beiträge praktisch vereinheitlicht.

Dies hat dazu geführt, dass die Zahl der Krankenkassen von 1147 im Jahre 1990 auf heute nur noch 155 (Stand 1.4.2011) gesunken ist.

Es gibt wettbewerbende Versicherungen für Haftpflicht, Feuer, Hausrat, Unfall und hundert andere Gegenstände. Warum sollte das ausgerechnet bei den Krankenversicherungen anders sein?

Krankenkasse berechnet nachträglich Beiträge trotz Aussetzung der Mitgliedschaft?

Hallo, folgende Situation:

Ich habe mir für 6 Monate unbezahlten Urlaub genommen und war in dieser Zeit durchgehend im nicht-europäischen Ausland.

Da ich während meiner 6-monatigen Weltreise sowieso keine Leistungen von meiner Krankenkasse erhalten würde, wollte ich natürlich nicht umsonst Krankenkassenbeiträge zahlen.

Deshalb habe ich mich von meiner Krankenkasse vor Reiseantritt komplett abgemeldet. Vereinbart wurde, dass ich nach meiner Weltreise - sobald ich in Deutschland bin - wieder aufgenommen werde.

Diese Regelung ist durchaus möglich und eine Internet-Recherche hat mir dies bestätigt:

"Wer sich außerhalb der EU bzw. einem Land mit Sozialversicherungsabkommen aufhält, möchte natürlich nicht die Beiträge für die GKV zahlen, da diese im Krankheitsfall gar nicht für die Behandlung aufkommt. Folgende Möglichkeiten sind denkbar:

1) Die gesetzliche Krankenversicherung vor dem Auslandsaufenthalt abmelden. Durch die Versicherungspflicht in Deutschland sind Krankenkassen gezwungen, Rückkehrer wieder aufzunehmen."

Nach meiner Rückkehr habe ich mich dann sofort wieder bei meiner Krankenkasse angemeldet.

Kaum wieder Mitglied hat mir meine Krankenkasse für die letzten 6 Monate (in denen ich durchgehend im nicht-europäischen Ausland war) tatsächlich ca. 300 Euro Pflegeversicherung abgebucht, obwohl ich in dieser Zeit ja gar kein Mitglied war.

Meine Frage:

Mit welchem Recht buchen die das rückwirkend ab? Überlege die Abbuchung einfach zu stornieren falls noch möglich...

Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Danke schon mal für eure Antworten.

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