Warum gibt es so viele, die nur Lehrer werden wollen, wenn sie in ihrem Fachstudium versagen?

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4 Antworten

Mathematik auf Lehramt mag vielleicht weniger anspruchsvoll sein (ich weiß es nicht, aber mal davon ausgegangen), aber an einen Lehrer werden außer dem Fachlichen noch andere Anforderungen gestellt. Didaktik etc.

Der Spruch hört sich für mich gar nicht so unvernünftig an. Wenn es fachlich in der Tiefe zu schwierig sein sollte, versuch ich etwas Verwandtes mit anderen Zusatzschwerpunkten und anderen "Kunden" zu finden.

Ich kann das gar nicht genau begründen, aber für mich ist es unheimlich logisch, dass jemand, der von Anfang an Mathelehrer werden will, nicht Diplommathematiker als "Notlösung" wählen würde. Frag mich aber nicht, warum. K. A. was gescheiterte Lehramtsstudenten werden.  
Andersherum erscheint es mir plausibel.

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Kommentar von ElfAlfa
07.03.2016, 20:03

Mir erscheint soetwas nicht plausibel, denn wer in hohem Semester, sagen wir mal 14 oder mehr, endgültig nicht besteht, kann zwar einige Prüfungsleistungen in ein Lehramtsstudium übernehmen, muss aber gerade das Didaktische nachlernen. Da muss doch die Zeit knapp werden und der Lernerfolg eher gering ausfallen.

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Das mag fachlich weniger anspruchsvoll sein. Wenn man aber nur Lehrer wird, weil man nichts besseres findet, wird man wenig Freude daran haben. Schüler können einen ganz schön zwiebeln, damit muss man umgehen können.

Ich bin Quereinsteiger und habe es bisher nicht bereut. Mein Informatik-Diplom war Eins Komma x, mein Abi Zeugnis 1,6. trotzdem habe ich mich nach 10 Jahren umentschieden. Was nutzt mir die Kohle, wenn ich keine Zeit habe sie auszugeben? Für drei Kinder, Frau, Haus und Auto reicht es. Brauche kein Boot oder Flugzeug.

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Kommentar von ElfAlfa
07.03.2016, 19:55

Das klingt fast so, als wäre das was für mich. Allerdings habe ich von meinem Doktorvater (seine Frau ist Mathe-Lehrerin) gehört, daß da auch nicht soo viel Zeit bleibt.

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Das kannst du d0ch wohl nicht allen Erntes als Maßstab nehmen, nur weil du von einigen Studenten diese Aussage gehört hast. Außerdem wer sagt dir denn, dass sie ihr Diplom nicht geschafft haben? Ich könnte mir eher vorstellen, dass Lehrer Schwierigeiten damit haben , den Lehrstoff Mathematik an Schüler zu vermitteln.

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Kommentar von ElfAlfa
07.03.2016, 20:00

Woran mag das liegen? So wie ich das verstehe, wird man nicht wirklich auf den "Erstkontakt"  mit echten Schülern vorbereitet. Und im Normalfall tritt dieses Ereignis erst gegen Ende des Studiums ein. Meiner Meinung nach wäre es hilfreich, wenn im Lehramtsstudium direkt am Anfang einige Praxis-Wochen mit Nachbesprechung dran wären.

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Wahrscheinlich gibt es wirklich nur relativ wenige Leute, die sich zum Beruf des Lehrers berufen fühlen. Und ja, das ist einer der Mängel an denen unser Erziehungssystem leidet.

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Kommentar von Hamburger02
08.03.2016, 09:03

Genau. Die Didaktischen und charakterlichen Voraussetzungen, die ein Lehrere haben sollte, spielen weder bei der Auswahl noch beim Studium auf Lehramt eine große Rolle. 

Wenn ich das richtig migekriegt habe, muss z.B. in Finnland erst mal die generelle Lehrbefähigung nachgewiesen werden, bevor man zum Lehramtsstudium zugelassen wird.

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