Warum gibt es rassistische Menschen auf dieser Welt?

15 Antworten

Das hat vielfältige Ursachen.

Zum einen kann es durch das Umfeld kommen, und das passiert oft ganz unbewusst.

Zum Beispiel gibt es bei mir auf der Arbeit in einem Büro wo ich in der Ausbildung war Leute, die den ganzen Tag meckern und jammern wie wenig bock sie auf diese Arbeit haben.

Das hat nach einer Weile auf mich abgefärbt, obwohl ich vorher von der Sorte "Ich DARF arbeiten" war, hab ich plötzlich auch so angefangen, weil ich quasi 8 Stunden am Tag diesen Aussagen ausgesetzt war.

Aufgefallen ist mir das gleich am ersten Tag in der nächsten Abteilung, ich hab mich total über mich selbst erschrocken...

Dann ist es zum Teil auch natürlich, das der Mensch Gruppen bildet, und alles was "anders" ist wird oft als bedrohlich oder schlecht empfunden.

So finden wir in Europa z.B. fast überall Kinderehen schlecht, und ein Mensch aus einem Land wo Kinderehen normal sind, findet dafür Sex vor der Ehe genauso schlecht, wie wir Kinderehen. (bitte keine Diskussion jetzt, was wirklich schlechter ist, soll bloß ein Beispiel sein!)

Dann kommt es noch auf die eigenen Erfahrungen an. Ich selbst halte mich z.B. nachts tatsächlich von dunkelhäutigen Menschen fern, weil die mich eine Zeit lang regelrecht verfolgt haben (Täglich haben mich 2-4 angesprochen, und sind mir teils bis nach Hause gefolgt, manche wollten sich mit in den Hausflur rein drängen)

Halt einfach extrem aufdringlich.

Anfangs bin ich ihnen noch nett begegnet, dachte "die sind halt so" fühlte mich auch etwas geschmeichelt, war auch mal mit einem Kaffee trinken, bis er damit rausrückte, das ich ihm als "Gegenleistung" für das Getränk auf dem Klo einen blasen sollte o.O

Ab da hab ich eher abgeblockt, und ganz vorbei war es dann, als mich nachts einer von hinten festgehalten hat, mich an ein Schaufenster drückte, und mir die Zunge in den Hals stecken wollte. (konnte mich wehren und abhauen)

Vielleicht sehen es manche als rassistisch von mir, dunkelhäutige Menschen zu meiden wenn ich alleine unterwegs bin, und gerade kaum Menschen unterwegs sind, aber ich kann es nicht ändern das ich da schlicht ein verdammt schlechtes Gefühl habe.

Dann kommt es oft daher, das Ängste nicht ernst genommen werden, bis sie dann zu Hass werden.

z.B. das was ich erlebt habe, das ist schon länger her, und damals hat man noch nicht gleich auf alles mit der Nazi Keule eingeschlagen, die Leute haben meine Angst also ernst genommen.

Daher habe ich bis heute nichts negatives, vor allem keinen Hass, für Dunkelhäutige Menschen behalten, sondern eben einzig, das ich mich in einsamer Dunkelheit von ihnen fern halte.

Hätte man mich aber damals gleich als Rassist oder Nazi beschimpft, und meine Angst nicht ernst genommen, wer weis, wie ich heute denken würde.

Daher sehe ich es z.B. auch schwierig, wenn Menschen die die AfD wählen immer gleich als dumme Rassisten hingestellt werden, und nicht als Menschen gesehen werden, die vielleicht aus Angst die einzige Partei wählen, von der sie sich ernst genommen fühlen.

So treibt man nämlich erst recht Wähler zur AfD, was kein gutes Ende nehmen kann...

Ich glaube es war schon in den Kriegszeiten so, dass verschiedene Länder als Gegner gesehen werden, was natürlich nicht als ausrede gesehen werden soll. Ich finde es trotzdem schön das es Menschen noch gibt, die Menschen nach ihren Taten beurteilen und nicht wegen der Herkunft.

Rassismus entsteht oftmals aus fehlendem Verständnis und Angst vor Menschen, die als "anders" wahrgenommen werden. Diese Menschen werden als Bedrohung und als minderwertig empfunden. Dabei ist die Einteilung in "Rassen" oftmals sehr widersprüchlich, hat sich über die Zeit bereits geändert und basiert nicht auf wissenschaftlichen Grundlagen, sondern darauf was den Rassisten gerade am besten ins Konzept passt.

Ich würde sagen ein Grund Menschen haben vor unbekannten anderen Angst und Angst zeigt sich in vielen Formen im Fall von Rassismus mit Gewalt oder Diskriminierung da dieses schon sehr lange als weise benutzt wurde hat es bis heutigen Tage sich durchgesetzt

Puh.. eine sehr philosophische Frage. Da könntest du auch gleich danach fragen, wie das Böse in die Welt kam. Mir fiel sofort das Sprichwort "Homo homini lupus" ein, nach welchem "der Mensch dem Menschen ein Wolf" ist, somit dem Gegenüber Böses will. Ich las gerade kurz quer, das Zitat wäre vom Philosophen Hobbes und formuliert in Kürze einen Umstand, den wir alle immer wieder erfahren: die Menschen sind zwar im Leben, Sterben, Lachen, Weinen, Feiern, Lieben und Täuschen gleich, aber können doch nicht in Frieden miteinander leben. Unsere menschlichen Empfindungen wie Neid, Rachsucht, Missgunst etc. kommen uns irgendwann in die Quere und wir suchen uns über den anderen zu erheben. Hier kommt auch noch eine andere anthropologische Konstante ins Spiel (so würd ich das nennen), nämlich dass der Mensch im Rahmen seines Selbsterhaltungstriebes grundsätzlich an der Aufrechterhaltung eines positiven Selbstbildes interessiert ist. Dazu passt, dass wir Andersartigkeit klassifzieren, ablehnen, nicht tolerieren, in ein Wertesystem von GUT und SCHLECHT oder HÖHER und MINDERWERTIG packen und uns selbst möglichst auf der besseren Seite einsortieren. Psychologie und Philosophie beschäftigen sich ja nicht umsonst mit der Natur des Menschen... da mal nachlesen.

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