Warum gibt es Rassismus (mit Beispiel)?

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10 Antworten

Sehr gute Frage wie ich meine und eine, die schwer zu beantworten ist. Dein Beispiel gefällt mir übrigens.

Meiner Meinung nach liegt das in erster Linie an der Angst vor dem Unbekannten. Sicherlich würden sich die Retriever aus Deinem sehr guten Beispiel nicht an einer anderen Fellfarbe eines anderen Retrievers stören. Vielleicht vergleichbar mit einer anderen Haarfarbe bei Menschen - daran stört sich auch keiner.

Bei anderen Ethnien ist die Angst vor dem Unbekannten schon größer. Für die Menschen steht eine andere "Rasse" ja nicht nur für anderes Aussehen, sondern meistens auch für eine andere Kultur - da werden die Ängste schon größer, ob berechtigt oder unberechtigt.

Auch im Tierreich gibt es manchmal Ausgrenzung, z.B. wenn ein Albino-Tier dabei ist.

Ich kann auch mit einem Bespiel aufwarten, welches ebenso amüsant, wie peinlich ist. Ich war mit meiner dreijährigen Nichte in einer Pommesbude und habe sie - der besseren Aufsicht wegen - auf den Tresen gesetzt. Kurz nach uns betrat ein Afrikaner die Pommesbude und meine Nichte starrte ihn so ungeniert an, dass es anfing, mir peinlich zu werden.

Das war aber nicht genug - als der Mann direkt neben uns stand fragte sie ihn: "Duuuuu? Beißt du?" Ich wäre vor Scham fast im Boden versunken. Ich konnte mir ganz sicher sein, dass meine Nichte in keinem rassistischen Umfeld aufwächst - also woher diese Idee? Sie hat einfach gesehen, dass da jemand war, der ganz anders aussah als alle Menschen, die sie bislang gesehen hatte und irgendwie hat sie sich gefürchtet.

Zum Glück nahm der Afrikaner die Geschichte mit viel Humor und wir haben alle gelacht - er am Allerherzlichsten.

Damit will ich nur verdeutlichen, dass es eine Art von "Urangst" im Menschen gibt vor allem, was signifikant anders ist.

Es ist ein Lernprozess und erfordert Offenheit bis man lernt, dass Andersartigkeit nicht grundsätzlich ein Grund ist sich zu fürchten, sondern sehr bereichernd sein kann.


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Laurent4life 13.04.2016, 22:47

Super Anwort erstmal. Das mit deiner Nichte ist ja süß :) Ich bin halb deutsch, halb Marokkaner und ich gucke auch Japanische und schwarzafrikanische Gruppen an. Ich verstehe, was du meinst und du hast recht. Ist eine komplizierte Angelegenheit...

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Nun, dass es wissenschaftlich gesehen keine Rassen gibt ist ja hinlänglich bewiesen.

Rassismus ist Abgrenzung. Das ist wie im Zeltlager. Die Kinder auf Wiese A bilden eine Gemeinschaft, die auf Wiese B auch. Und finden sich gegenseitig blöd. Auch dazu gibt es Experimente. In unserer Gesellschaft sind die von Wiese A die Hellhäutigen und die von Wiese B die dunkelhäutigen. Obwohl da nur der Zufall im Spiel war, genau so wie im Zeltlager

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Es gibt da einen ganz klaren genetischen Befund zum Thema "Menschenrassen": Die Variation innerhalb einer Population ist größer als die Variation zwischen Populationen. Das bedeutet anders gesagt: Weiße unterscheiden sich im Durchschnitt stärker von anderen Weißen als sich alle Weißen im Durchschnitt von Schwarzen unterscheiden. Deshalb ist der Begriff von "Rassen" unter Menschen allenfalls historisch, hat aber heute keine wissenschaftliche Haltbarkeit mehr. Man spricht deshalb von Ethnien. Deine Frage, warum es Rassismus gibt, lässt sich damit ziemlich einfach beantworten: Aus Mangel an Bildung.

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Es gibt biologisch gesehen keinen Grund den Menschen in Rassen zu unterteilen, weil die genetischen Unterschiede unter den "Rassen" zu gering sind. Trotzdem existieren "Rassen".

1. weil man den Unterschied (Hautfarbe, Nasenform ect.) nunmal einfach mit dem Auge sieht

2. weil wir so leichter zu kontrollieren sind

Es ist definitiv nicht dumm dieses System. Denn die Menschen in Rassen zu unterteilen und ihnen klar zu machen wie unterschiedlich sie doch sind, das schafft Feindseligkeit und Distanz.

So kann man sie besser kontrollieren, bzw. kontrollieren sie sich so untereinander von selbst: denn haben alle unsre Gruppe zu der wir uns  zugehörig fühlen und dann sind da halt diese andren Gruppen, die eben "anders" sind..

Ein weißer Sklavenhalter hat damals in einem Brief geschrieben: "Man unterteile die Schwarzen Sklaven nochmals in ihrer Helligkeit (lightskin, darkskin ect.) und man wird sie für weitere 300Jahre kontrollieren."

In dem Brief wird beschrieben wie man einen Sklaven gehörig macht und gegen die anderen schwarzen Sklaven aufhetzt so, dass er am Ende nur seinem weißen Herrn gehorcht und vertraut.

Das System beruht darauf die optischen Unterschiede zwischen den Schwarzen Sklaven zu finden, sie sollten sich nicht als große Gruppe der Schwarzen Sklaven sehen, sondern als viele kleine. Denn viele kleine Gruppen, die sich aufgrund der "Unterschiede" gegenseitig bekriegen, die können sich nicht gegen den eigentlichen Feind wehren: die weißen Sklavenhalter.

Im Brief war die Rede von mindestens weiteren 300 Jahren Kontrolle über die Schwarzen. Heute, fast 300 Jahre später funktioniert es immernoch: Es hetzten noch immer dunklere Schwarze gegen die hellhäutigeren Schwarzen und umgedreht. Sie unterteilen sich selbst immernoch in Light und Darkskin obwohl sie ja trotzdem alle Schwarz sind, herrschen Vorurteile gegen die Andre Partei auf beiden Seiten.

Es geht im allgemeinen immer darum ein Feindbild zu schaffen, damit wir uns gegenseitig klein halten. So sehen viele Schwarze die Weißen als "Feind", da diese vorallem in den USA gewisse Privilegien erhalten. Warum erhalten sie diese? Damit die Feindseligkeit besteht.

Nicht nur die "Rassen" (weiß, schwarz, asiatisch..) gegenseitig sondern auch untereinander innerhalb der Rasse (-> z.B. Deutsche gegen Ausländer, Ausländer gegen Deutsche, Hellhäutigere Schwarze gegen Dunkelhäutigere Schwarze).

Dabei sind wir im Grunde gesehen alle Menschen.

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natürlich können hunde verschiedener rasse nachwuchs zeugen... arbeite an deinen argumenten...

rassismus begründet sich oft an vorurteilen,neid und angst

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rasissmus ist eigentlich fremdenfeindlichkeit
 ...  nicht nur solche leute die anders aussehen, sondern auch solche die sich anders benehmen, selbst wenn sie gleich aussehen werden ausgegrenzt. besonders dann wenn man in der grösseren gruppe und die auszugrenzenden in der kleineren gruppe ist.

grund dürfte einfach: unsicherheit sein --- bzw. das uralte .. gruppenzugehörigkeits phänomen ...  affen waren auch in gruppen organisiert und wenn affen aus anderen gruppen kamen wurden die sofort ausgegrenzt ... weil sie eh meist nichts gutes im schilde führten  ----  frauen entführen, klauen, usw.  ...   sowas muss wohl in den genen noch vorhanden sein.

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ThomasAral 13.04.2016, 22:40

wenn einer dann anders aussieht wäre es wie wenn er ein schild umhängen hat  "ich gehöre zur anderen gruppe", ... auch ohne dass er was anderes tut als die anderen.  das ist zwar bedauerlich, aber einfach gestrickte menschen stecken den dann nur weil er z.B. ne andere hautfarbe hat in die andere schublade.

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Ich kann deiner "Logik" nicht Folge leisten! 

Belies dich mal über den Begriff "Rasse"! 

https://de.wikipedia.org/wiki/Rasse

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Meiner Meinung nach können Menschen mit unterschiedlichen Merkmalen - sei es nun äußerlich oder bezüglich irgendwelcher kulturellen, religiösen Gegebenheiten - nicht zusammenleben.

Ich persönlich habe einen ausländischen Migrationshintergrund und ziehe dieses Fazit aus meinen bisherigen Lebenserfahrungen.

Der Mensch ist nun einmal ein Rassist: Daran kann man nichts ändern, es ist tief in ihm verankert. Ich kaufe keinem Menschen ab, dass er nicht - irgendwo, irgendwann - diese Tendenzen gezeigt hat oder niemals zeigen wird. Das geht nicht, die einen bringen es mehr zum Vorschein, die anderen weniger.

Wenn es nach mir ginge, sollte es für jedes Land Barrieren geben, die unüberwindbar sind. Jeder soll in seinem Ursprungsland bleiben und das Problem ist aus der Welt geschafft: Keine Kontakte, keine Vermischungen: Würde sich jedes Land isolieren, so würde es langfristig keinen Rassismus mehr geben.

Natürlich ist das in der Praxis leider nicht umsetzbar.

Ich persönlich glaube auf jeden Fall, dass die momentanen Zustände ein Pulverfass sind. 

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ThomasAral 13.04.2016, 22:32

dafür würde es aber dauernd kriege geben ... angefangen mit den nachbarn und sobald man langstreckenwaffen hat mit jeglichen fremden land

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Akainuu 13.04.2016, 22:32
@ThomasAral

Und das ist das eigentliche Problem: Der Mensch.

Wir müssen uns ständig bekriegen, ständig meinen, wir seien irgendwem irgendwo und irgendwie in irgendwas überlegen.

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me2312la 13.04.2016, 22:32

das was du gerade machst ist eindeutig rassismus... du teilst ein und beurteilst... menschen mit unterschiedlichen äußeren merkmalen sollten nicht zusammenleben? wird schwierig die menschheit nicht aussterben zu lassen oder hat dir noch niemand von den unterschieden zwischen männchen und weibchen erzählt?

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Akainuu 13.04.2016, 22:35
@me2312la

Nein, Rassismus wäre es, wenn ich irgendeine bestimmte Ethnie irgendwie niedermachen würde: Das tue ich nicht, ich spreche von dem Menschen und keiner Nationalität.

Ich bin fest davon überzeugt, dass alle Menschen - gleich welcher Nationalität - die gleiche Wertigkeit haben.

ABER der Mensch KANN NICHT mit Menschen zusammenleben, die eine andere Mentalität oder ein anderes Aussehen haben.

Vielleicht kann das der Einzelne, aber der Mensch in seiner Gesamtheit, so in der Gesellschaft, ist rassistisch, fremdenfeindlich und diskriminierend. 

Was Gender mit der Nationalität zu tun haben soll, ist schleierhaft, da hast du einen Denkfehler.

Was hat das mit dem Aussterben der Menschheit zu tun? Fortpflanzung wird schließlich nicht behindert.

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me2312la 13.04.2016, 22:51
@Akainuu

du hast von unterschiedlichen äußerlichen merkmalen geredet...mann und frau sind unterschiedlich...deine schlussfolgerung muss dann das aussterben der menschheit sein.... 

du behauptest das es nicht geht, dass menschen miteinander leben können, die einen verschiedenen kulturellen hintergrund haben...die praxis zeigt doch das das nicht stimmt...ich bin deutsche und habe viele ausländische freunde..ich habe kein problem mit anderen religionen und gebräuchen...vielleicht bin ich einfach toleranter als du...vielleicht sehe ich das positive...vielleicht bin ich neugieriger auf anderes..

ich weiß nicht woher du, oder deine eltern, ursprünglich stammst...ist mir auch egal...idioten gibt es überall und die sind unabhängig von staatsangehörigkeit,religion,geschlecht und musikgeschmack...

sobald man beginnt seine sympathien davon abhängig zu machen ob mein gegenüber auch kulturell und herkunftsmäßig zu mir passt wird man zum rassisten

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Akainuu 13.04.2016, 23:02
@me2312la

Konkret bezogen auf die Frage: Das ich dabei nicht von (Geschlechts)merkmalen spreche, ist offensichtlich: Das du darauf nun herumreitest, zeugt von mangelnder argumentativer Stärke. 

du behauptest das es nicht geht, dass menschen miteinander leben können, die einen verschiedenen kulturellen hintergrund haben...die praxis zeigt doch das das nicht stimmt...ich bin deutsche und habe viele ausländische freunde..ich habe kein problem mit anderen religionen und gebräuchen...vielleicht bin ich einfach toleranter als du...vielleicht sehe ich das positive...vielleicht bin ich neugieriger auf anderes..

Dann ist das DEINE LEBENSWEISE, die für sich auch stimmen mag: Ist doch schön für dich.

Nur wie erklärst du dir all die restlichen Probleme, die nun einmal nicht Friede, Freude und Eierkuchen sind?

Wie erklärst du es dir, dass Menschen Splitterbomben in irgendwelche Imbissbuden werfen, weil der Besitzer Ausländer ist? Wie erklärst du es dir, dass Menschengruppen Flüchtlingsheime anzünden, wo kleine Kinder - unschuldige Menschen - sich aufhalten? Wie erklärst du dir die NS-Zeit? 

DEINE NEUGIER ist für sich vielleicht etwas gutes, aber die Gesamtheit zeigt doch, dass all dies nicht zu funktionieren scheint.

Rassismus ist alltäglich und permanent und Rassismus überwiegt: Es muss nichts radikales sein, selbst ein Unbehagen, weil der Typ in der Bahn dunkle Haare hat. 

Woher genau stammen denn all diese Negativitäten? 

Versteh mich nicht falsch: Ich kaufe dir die Sache ab, du bist bestimmt kein schlechter Mensch, aber ich glaube nicht, dass ein ganzes Land wie du ist. Ich bin überzeugt davon, dass die Mehrheit ganz anders denkt.

Und mit "deutsch sein" hat das nichts zu tun, ich beziehe mich dabei auf alle Länder. 

ich weiß nicht woher du, oder deine eltern, ursprünglich stammst...ist mir auch egal...idioten gibt es überall und die sind unabhängig von staatsangehörigkeit,religion,geschlecht und musikgeschmack...

Du missverstehst mich: Ich sage nicht, dass es in irgendeinem Land bessere Menschen geben würde. Natürlich ist dem so.

sobald man beginnt seine sympathien davon abhängig zu machen ob mein gegenüber auch kulturell und herkunftsmäßig zu mir passt wird man zum rassisten

Nein, ich stimme dem nicht zu: Meiner Erfahrung nach ist man bloß zukunftsorientiert. Warum soll ich irgendeine Person wählen, die wenig Gemeinsamkeiten zu mir hat? Ich denke nur rational: Dieser Mensch ist natürlich nicht weniger wert als ein anderer, aber das man Menschen wählt, die einem zum Beispiel hinsichtlich der Religion oder Nationalität übereinstimmen, ist vollkommen legitim und hat mit Rassismus nichts zu tun. Schlichtweg aus dem Grund, dass die Gemeinsamkeiten überwiegen, was zu weniger Spannungen und Problemen führt. 

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me2312la 13.04.2016, 23:14
@Akainuu

ich finde es schade wie du argumentierst...du wirfst mir vor, dass ich nur von meiner erfahrung berichte und im nächsten satz schreibst du von DEINER erfahrung..

was glaubst du wie man rassismus verringern könnte? mit meiner lebensansicht oder mit deiner? 

wenn du der meinung bist, dass menschen verschiedener kulturen nicht friedlich miteinander leben können ist das für mich schlichtweg falsch- richtiger wäre : sie wollen nicht friedlich miteinander leben...den grund dafür habe ich in einem anderen kommentar gegeben: vorurteile, angst und neid... und den punkt der vorurteile bedienst du...

ich habe den eindruck das du voreingenommen auf "andere" menschen zugehst... 

natürlich kannst du menschen wählen ( wählen ? zu welchem zweck? als partner,freunde?) die deinem kulturellen hintergrund entsprechen...ich frage mich dann nur was mit menschen passiert die nicht in diese einteilung passen...haben die von vornherein keine chance partner oder freund zu sein? 

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Janiela 13.04.2016, 22:43

Der Mensch ist nicht von Natur aus rassistisch, auch nicht fremdenfeindlich. Fremdenfeindlichkeit ist ein Gruppenprozess (negativ gewertete Unterscheidung von "wir" und "die") und entsteht durch Konkurrenz und Wettbewerb. Kooperation bildet das Gegenstück. Wenn Gruppen mit einander kooperieren, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, werden Freundschaften zwischen den Gruppen geknüpft und alle haben sich lieb. Das ist in Studien vielfach untersucht und bestätigt worden.

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Akainuu 13.04.2016, 22:48
@Janiela

Nun gut, dann geben diese Studien nicht meine bisherigen Erfahrungen wieder.

Ich verstehe diesen ganzen Nonsens nicht: Freundschaft, Verständnis, Liebe, wo gibt es das? Ich sehe nur Menschen, die sich und andere belügen.

Ich kenne Menschen, die in der Öffentlichkeit einen auf Menschenfreund machen und im Privaten die größten Rassisten sind. Vollkommen unbegründet, in der Öffentlichkeit ist es der gute Freund und in echt der dumme Ausländer. Und wenn beim Abendessen der Papa mal den Rassisten raushängen lässt, sind sie alle still: Ist schließlich innerhalb der Familie. 

Soll das etwa Freundschaft oder Zusammenhalt wiederspiegeln?

Wacht endlich auf, diese Dinge existieren nicht mehrheitlich, wieso sonst setzt Rassismus sich in seiner Gesamtheit durch? 

Immer und immer wieder innerhalb der Menschheitsgeschichte - seit Jahrtausenden - finden Kriege und Auseinandersetzungen ihre Begründetheit im Rassenwahn der kollektiven Gesamtheit einer Gesellschaft.

Es geht immer nur um "Wir und die" und das ist doch der springende Punkt. 

Das der Mensch nicht von Natur aus rassistisch sein soll, ändert am Endergebnis rein gar nichts, da der Mensch kein Einzelgänger ist, sondern ein Herdentier, du wiederum erläuterst, der Rassismus sei ein sich entwickelnder Prozess, der auf Gruppenbildung basiere: Gleiches Endergebnis.

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Janiela 13.04.2016, 23:02
@Akainuu

Nunja, man kann das Endergebnis forcieren, so wie du es mit deiner Einstellung zu tun scheinst, oder sich dagegen entscheiden. Ich finde das immer wieder traurig, wenn ich lese, dass Menschen es so schwer haben, ehrliche Kontakte zu finden. Ich denke, dass das wesentlich mit der Menge an Massenmedienkonsum zu tun hat, weil dort soziale Normen vorgelebt werden, die allesamt auf Unehrlichkeit basieren. Deshalb sehe ich seit zig Jahren nicht mehr fern. Es gibt Ehrlichkeit, Freundschaft, Verständnis, Liebe. Aber wenn man sich mit verlogenen Menschen umgibt, muss man sich nicht wundern, dass man Ehrlichkeit vermisst.

In meinem Freundeskreis gibt es rassistische Witze, ohne dass jemand dabei ernsthaft rassistisch ist. Über Blondinenwitze lacht man ja auch und wird deshalb nicht im "echten Leben" Blondinen geringschätzen oder pauschal für blöde halten. Mein Freundeskreis ist multikulturell und niemanden interessiert das. 

In meiner unmittelbaren Nachbarschaft (sagen wir mal in derselben Straße) gibt es mindestens 30 Nationalitäten und keiner streitet sich oder schimpft über einander. Es interessiert einfach keinen, weil keiner da eine große Sache draus macht.

Ich kenne so gut wie keine Menschen, die ernsthaft generelle Vorurteile gegen Menschen anderer Ethnien hegen. Vielleicht unterstellt man Menschen mit dunklen Haaren und karamellfarbener Haut, dass sie muslimischen Glaubens sind, ohne sie danach zu fragen oder man glaubt vielleicht, dass einer gut tanzen kann, weil er schwarz ist. Aber so "bösen" Kram? Nö. Sehe ich nicht. Wenn man das sehen will, dann findet man es. Aber ich bin davon überzeugt, dass die Mehrheit der Menschen in Wirklichkeit kulturübergreifend denkt und auch kulturübergreifend wertschätzt.

Wenn dir aber einer erzählt, dass wir Menschen alle jeder gegen jeden um die knappen Ressourcen streiten müssen, weil wir uns gegenseitig bedrohen, entstehen natürlich auch Ängste. Und die wiederum schüren dann Ressentiments gegen "die anderen". Meiner Meinung nach müssten wir also das System den menschlichen Bedürfnissen (Kooperation, Harmonie, Diversität) anpassen und nicht, so wie du es für richtig hältst, uns dem defizitären System.

Konkreter Vorschlag an dich: Such dir aufrichtige Sozialkontakte und lass die unaufrichtigen hinter dir.

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Gute Frage aber du versuchst etwas psychologisches mit etwas körperlichen zu vergleichen und das ist schwer.

Ich kann dazu nur sagen das meiner Meinung nach Rassismus aus Unwissen entsteht. So nach den Motto die sehen anders aus also müssen die auch anders sein.

Sry aber genauer kann ich es nicht erklären.

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Das liegt einfach an den vielen Vorurteilen der Menschen.

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