Warum Gibt es nur 1 Mond auf der Erde?

17 Antworten

Ein Mond auf der Erde ist mir nicht bekannt. Jener Mond, der heute die Erde umkreist, wird sich eines Tages von der Erde verabschieden. Vielleicht hatte er einmal Brüder, die ihm schon vorausgeeilt sind.

Falsche frage...  Was wäre die Erde ohne Mond?

Als steter Begleiter der Erde bringt er Licht ins Dunkel, ist Kulisse für romantische Nächte, hält Meere in Bewegung und lockt Kinder auf die Welt
(davon sind zumindest Hebammen oft überzeugt, jeder Statistik zum
Trotz). Doch auch ohne den Mond, diesen natürlichen Satelliten der Erde,
ließe sich wohl gut leben. Oder etwa nicht?

Klare Antwort: Nein.
Der
Mensch müsste auf weitaus mehr verzichten als auf Vollmondnächte und
Wattwanderungen – wenn es den Menschen ohne Mond überhaupt gäbe. Denn
dem farblosen Trabanten, der nur etwa ein Viertel so groß ist wie der
Globus und der mehr als 380.000 Kilometer entfernt um die Erde kreist,
ist das Leben auf diesem Planeten zu verdanken.

Gäbe es den Mond
nicht, würde sich die Erdkugel dreimal schneller um ihre eigene Achse
drehen als jetzt, denn der Mond bremst mit seiner Anziehungskraft die
Erdrotation. Ohne den Trabanten wäre der Tag auf der Erde also acht
Stunden kurz. Innerhalb dieser Zeit hätte die Erdkugel eine Umdrehung
vollendet. Und das hat Folgen: Auf einem Planeten, der so schnell
rotiert, wären die Windbewegungen sehr viel, stärker als wir sie kennen.
Mit 300 bis 500 Kilometern je Stunde würden die Orkane über die Erde
hinwegfegen.

Klima schlüge Purzelbäume

Das allein klingt
lebensfeindlich genug. Doch es käme noch schlimmer: Ohne Mond lägen die
Temperaturen in Mitteleuropa im Sommer bei etwa 60 Grad Celsius, im
Winter bei klirrenden minus 50 Grad. In der warmen Zeit ginge die Sonne
monatelang nicht unter, die kalte Zeit wäre von ebenso anhaltender
Dunkelheit begleitet. In den Polregionen wäre es gar satte 80 Grad heiß,
in Äquatornähe dagegen versänke alles unter Eis und Schnee. Einstweilen
zumindest. Dann wäre irgendwann alles wieder ganz anders. Das Klima
würde nämlich Purzelbäume schlagen.

So sähe es möglicherweise in den heute tropischen Gebieten aus - wenn es den Mond nicht gäbe.

Wieso?
Der Mond sorgt mit seiner Anziehungskraft dafür, dass der
Neigungswinkel der Erdachse über Jahrzehntausende hinweg stabil bleibt
und höchstens zwischen 22 und 25 Grad pendelt. Heute liegt er bei 23,5
Grad. Die Erde ist vielerlei Gravitationskräften ausgesetzt: Die
Anziehungskraft der Sonne wirkt genauso auf sie ein wie die
Anziehungskraft großer Planeten, namentlich Saturn und Jupiter. Diese
Einflüsse sind so groß, dass die Erde ohne ihren Trabanten ins Trudeln
geriete. Ihre Achsenneigung würde zwischen 0 und 85 Grad schwanken. Alle
paar Millionen Jahre würde die Erde kippen. Bei einem Neigungswinkel
von 60 Grad oder mehr wäre das Klima ein solches wie oben beschrieben –
solange, bis die Erde wieder schwankt.

Dass sich das irdische
Klima stabilisieren konnte und damit Leben ermöglichte, ist maßgeblich
auf den Mond zurückzuführen. Zahlreiche Tierarten haben sich seither in
Abhängigkeit vom Mond entwickelt. Sie orientieren sich nachts an seinem
Licht oder brauchen die fahle Beleuchtung, um überhaupt aktiv zu werden.

Lebensunterstützende Einflüsse

Und
dann sind da natürlich noch die Gezeiten. Auch die Sonne, die 400 Mal
weiter als der Mond von der Erde entfernt ist (rund 150 Millionen
Kilometer), zerrt durch ihre riesige Masse an unseren Ozeanen -
allerdings nur etwa halb so stark. Hätten wir keinen Mond, wäre die
Wasserbewegung gering und der Austausch mineralischer Nährstoffe in den
Weltmeeren folglich deutlich reduziert oder gar verhindert. Ohne den
Trabanten hätten Ozeane und Küstengebiete nie so artenreich werden
können, wie sie es sind. Manch ein Meeresbewohner richtet sein Leben
nach den Gezeiten aus: Meeresschildkröten und Pfeilschwanzkrebse etwa
lassen sich mit der Flut an Land spülen, um dort ihre Eier abzulegen.

Die
Gezeiten zeigen deutlich, wie stark die Anziehungskraft des Mondes ist.
An der kanadischen Atlantikküste beträgt der maximale Tidenhub zuweilen
stolze 21 Meter. Auch die Erdkruste verformt sich durch die lunare
Gravitation. Deutschland etwa hebt sich bei Vollmond um etwa einen
halben Meter. Das ist weder sichtbar noch zu spüren, doch dieser Vorgang
führt dazu, dass es bei Voll- und Neumond häufiger zu Erdbeben kommt.
Statistiken beweisen es.

So weitreichend und lebensunterstützend
der Einfluss des Mondes auf die Erde auch ist: Irgendwann wird der blaue
Planet seinen Trabanten verlieren. Der Mond entfernt sich von der Erde –
langsam, aber stetig. Zurzeit rückt er jährlich um fast vier Zentimeter
von uns ab. Seine Auswirkungen auf die Erde verringern sich also nach
und nach, irgendwann werden die Kräfte von Sonne, Saturn und Jupiter
dominieren. Dann kippt die Erdachse unweigerlich in lebensfeindliche
Positionen. Doch wir können beruhigt sein: Das dauert noch etwa eine
Milliarde Jahre.

Fazit: Ohne Mond könntest du diese frage erst garnicht stellen und mit zwei Monden auch nicht ;-)

Warum weiß ich nicht. Ich weiß nur das der EINE mir voll und ganz ausreicht. "Bei Vollmond ist es zum Haare raufen":-)

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