Warum gibt es nach christlichem Glauben das Diesseits?

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8 Antworten

Hallo dreherlena,

ich kann Deine Überlegungen vollkommen nachvollziehen. Es entbehrt einer gewissen Logik, wenn Gott Menschen für eine Zeitlang auf der Erde leben ließe, um sie dann später in den Himmel zu holen. Und denkst Du nicht, dass Gott Personen, die von vornherein im Himmel sind, dort nicht ebenfalls prüfen könnte? Weiter könnte man fragen: Was ist mit all den Engeln? Müsste sie Gott dann nicht alle auf die Erde schicken, damit er sie dort eine Prüfung unterziehen kann?

Treue zu Gott hat grundsätzlich nichts damit zu tun, ob jemand im Himmel oder auf der Erde ist. Die Frage aber ist: Wo liegt die eigentliche Bestimmung des Menschen, im Himmel oder auf der Erde? Wurde dem ersten Menschen, wenn er Gott gehorsam bliebe, ein ewiges Leben im Himmel in Aussicht gestellt? Darüber findet sich in der Bibel kein Wort. Interessant ist auch, dass als Folge des Ungehorsams keine Höllenqualen, sondern lediglich der Tod angekündigt wurde. Gott sagte zu Adam, nachdem dieser gesündigt hatte: "Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren "(1. Mose 3:19). Wo hätten denn die Menschen gelebt, wenn sie Gott treu geblieben wären? Wie bereits gesagt, nirgendwo ist etwas von einem himmlischen Lohn zu lesen.

Das zeigt, dass die Bestimmung des Menschen die Erde ist, nicht der Himmel. Das zeigen auch verschiedene Bibeltexte, die von einem künftigen Leben hier auf Erden sprechen. Stellvertretend für viele andere möchte ich hier nur zwei erwähnen:

"Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen" (Psalm 37:29)

"Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden" (Matthäus 5:5).

Wenn die Juden zu biblischer Zeit in den heiligen Schriften lasen, stießen sie dabei immer wieder auf Aussagen, die sich auf ein künftiges Leben in einem Paradies hier auf der Erde bezogen. Die Hoffnung auf ein Leben im Himmel war ihnen völlig unbekannt. Damit wurden sie erstmals konfrontiert, als Jesus Christus von dieser Hoffnung sprach, z.B. als er zu seinen Jüngern sagte: "Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es anders wäre, hätte ich es euch gesagt, denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten.  Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und will euch heimnehmen zu mir, damit dort, wo ich bin, auch ihr seid" (Johannes 14:2,3). Mit dem "Hause meines Vaters" meinte Jesus natürlich den Himmel und er sagte unmissverständlich, dass er seine damaligen Jünger dorthin holen werde.

Doch zeigt die Bibel auch, dass nicht alle Jünger Jesu Christi automatisch die Hoffnung haben, einmal mit ihm im Himmel zu sein. Sie spricht von "Auserwählten" und "Berufenen", deren Zahl begrenzt ist (Kolosser 2:3, Römer 1:6). Jesus sagte einmal mit Blick auf diese "Auserwählten": "Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben" (Lukas 12:32). In der "Offenbarung" wird sogar die genaue Zahl dieser "kleinen Herde" bekanntgegeben: 144.000 Personen (siehe Offenbarung 7:4 und 14:1).

Warum ist aber die Anzahl der zu himmlischen Leben Berufenen überhaupt begrenzt? Weil diese Personen im Himmel eine besondere Aufgabe zu erfüllen haben; zusammen mit Jesus Christus bilden sie eine himmlische Regierung, in der Bibel auch "Gottes Königreich" genannt. Wie bei jeder anderen Regierung auch, können ihr nicht alle Bürger angehören, sondern nur eine begrenzte Auswahl geeigneter Personen. Diese himmlische Regierung wird über gehorsame Menschen hier auf der Erde regieren. Darüber schreibt die Offenbarung: "...mit deinem [Jesu Christi] Blut hast du für Gott Personen aus jedem Stamm und [jeder] Zunge und [jedem] Volk und [jeder] Nation erkauft,   und du hast sie zu einem Königtum und zu Priestern für unseren Gott gemacht, und sie sollen als Könige über die Erde regieren" (Offenbarung 5:9,10).

Welches sind aber einige Voraussetzungen dafür, dass jemand in den Himmel gelangen kann? Zum Beispiel muss jeder, der einen Platz im "Königreich der Himmel" bekommt, mit Jesus Christus in den "neuen Bund" und in den "Bund für ein Königreich" aufgenommen werden. Jesus sagte beim letzten Abendmahl zu seinen Jüngern: "Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben; und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich esst und trinkt und auf Thronen sitzt (Lukas 22:29-30). Nach Jesu Worten wird nur jemand in diesen Bund aufgenommen, der "in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten" hat, d.h. jemand, der ähnliche Erprobungen des Glaubens wie Jesus durchgemacht und in ihnen, ebenso wie er, standgehalten hat.

Eine weitere Voraussetzung für das himmlische Leben ist die Wiedergeburt. Das geht aus folgenden Worten Jesu hervor: "Wenn jemand nicht wiedergeboren wird, kann er das Königreich Gottes nicht sehen" (Johannes 3:3). Auf das Thema "Wiedergeburt" näher einzugehen, würde den Rahmen dieser Antwort ganz sicher sprengen. Doch sei hier nur soviel gesagt, dass die Wiedergeburt eine unabdingbare Voraussetzung für die Berufung zu himmlischem Leben ist.
Wie diese biblischen Darlegungen gezeigt haben, steht ein Leben im Himmel wohl den meisten Menschen nicht in Aussicht. Andererseits wird das am Anfang beschriebene Leben in einem Paradies auf Erden sehr vielen Menschen offenstehen, denn über die Auferstehung zum Leben hier auf der Erde heißt es in der Bibel: "Und ich [der Apostel Paulus] habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, dass es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird (Apostelgeschichte 24:15). Und diese Auferstehung findet im Diesseits und nicht im Jenseits statt!

LG Philipp

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Menschen werden durch Gott bei der Zeugung geschaffen, leben auf der Erde, um Gott zu loben, und kommen nach einem Strafgericht nach dem Tod in den Himmel oder die Hölle. Dass die Schöpfung unheil ist, ist der Erbsünde des ersten Menschen Adam zu verdanken.

Soweit die alte christliche Auffassung, die zu mehreren Widersprüchen zu dem von Jesus gepredigten Gottesbild des "liebenden Vaters" führt.

Demzufolge glauben heute viele Folgendes, das sich aus den Berichten von Nahtoderfahrungen ergeben hat:

Wir sind Geistwesen, durch Gott geschaffen und durch einen "göttlichen Funken" mit ihm verbunden ("Gottes Ebenbild"). Wir haben uns freiwillig für einen Aufenthalt in den vier Dimensionen (Erde) gemeldet, um Erfahrungen zu machen, die einem körperlosen Wesen sonst verschlossen sind, wobei wir eine Aufgabe zu erfüllen haben. Dabei kann man scheitern.

Das bedeutet aber nicht, dass man am Ende deshalb zur ewigen Qual in die Hölle muss, weil die Gottes Liebe grenzenlos ist. Die Reue über das Versagen ist schon Strafe genug und kann dazu führen, dass man sich freiwillig noch einmal (als Mensch!) inkarnieren lässt, um es dieses Mal gut zu machen.

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Durch die Erbsünde ist die Lebenszeit des Menschen auf der Erde begrenzt.

Nicht alle Menschen kommen in den Himmel.

Die Erde ist ein Zwischenschritt, aber nicht unbedingt eine Prüfung. Die Erde gehört zu Gottes Heilsplan.

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Nein das ist hier kein Test .Wie das etwa der Islam glaubt .

Denn der Mensch ist im Diesseits von Gott getrennt durch den Missbrauch der Freiheit  :(Sündenfall .)

So ist die ganze Schöpfung nicht in dem Zustand wie Gott sie eigentlich gedacht  und gewollt hatte .

Der Sündenfall war eine Konsequenz der Freiheit die der Mensch zwangsläufig bekam , ( aber keine nötige) 

Der Mensch ist  nach biblischem Zeugnis nach dem Ebenbild Gottes erschaffen worden, daher  ist  er auch :Geist -Ewig und Vernunft und eben auch frei .Das beinhaltet natürlich immer auch Verantwortung . 

Diese Tatsache machte das kommen Gottes selbst noch  in der Welt nötig , welche sich in im Alten Testament andeutet ,wo sich Gott immer mehr und mehr zeigt ..und dieses sich zeigen Gottes Gipfelt am Ende dann in  Jesus Christus  .Darüber, über diesen Prozess gibt uns  die Bibel von A-Z Auskunft

Daher kann also jeder Mensch seinen inneren Bruch (Die Erbsünde )heilen wenn er Jesus Christus annimmt  ( durch die Taufe ) und  so diesen Riss mittels Jesus Christus, der ja also Gott selbst  ist schließen uns so seinen  ursprüngliche Bestimmung bei Gott zu sein und  mit Gott in Freundschaft zu leben ,doch noch erreichen . 

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"Und achtet die Langmut des Herrn (im Diesseits) für Rettung.(der Menschen)" 2. Petrus 3,15

"Welcher will, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen." 1. Timotheus 2,4

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Nicht alle landen automatisch im Himmel.

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Kommentar von lToml
23.03.2016, 23:31

Wohin denn dann? Die meisten gläubigen Christen verneinen die Existenz einer Hölle. 

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zu sich holen.

Wohin denn?

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Es gibt ein Diesseits, um uns auf das Jenseits vorzubereiten.

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