Warum gibt es Monate?

7 Antworten

Monate sind letztlich Monde, man orientierte sich am Mond für den Kalender. Ist auch gut sichtbar: Von Vollmond zu Vollmond. Während ein Jahr, nunja, da muss man schon länger und genauer hinschauen, um die Länge exakt zu bestimmen.

Nun passt 28 schlecht in 365 1/4, also braucht es Ausgleichstage, um zu einer glatten Anzahl an Monaten mit ungefähr gleichvielen Tagen zu kommen. Wo diese liegen, ist historisch begründet.

Man kann versuchen, das zu modernisieren und in ein Dezimalsystem zu pressen (Napoleon versuchte es), aber durchgesetzt hat es sich nicht.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Abschluss als Diplom-Physiker

Ohne Einteilung des Jahres in der ungefähren Größenordnung des Monats wäre das Kalenderjahr heillos unstrukturiert:

Was sollte ich z.B. als Käufer eines Blumensamens mit den Hinweisen anfangen "Aussaat im Zeitraum des 82. bis 95. Kalendertages, Blüte im Zeitraum vom 123. bis zum 166. Kalendertag"?

Oder was sollten z.B. Schüler, Lehrer und Eltern anfangen mit dem amtlichen Ferienkalender, der verzeichnet: "Osterferien vom 98. bis zum 113. Kalendertag, Sommerferien vom 178. bis zum 202. Kalendertag"?

Warum willst Du die Kalenderdaten nicht gleich in Stunden oder womöglich in Sekunden angeben, etwa in der Art:

"Osterferien von der 8 467 200. bis zur 9 763 200. Kalendersekunde, Sommerferien von der 15 379 200. bis zur 17 452 800. Kalendersekunde"?



weil sich eine dreistellige ahl vllt besser merken lässt..

Mann ist ja bekanntlich ein Gewohnheitstier. Irgendwann kennt man evtl die Zahlen auswendig... wer weiss!

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@RosaGummibaer1

Dann singen wir nicht mehr lustvoll:

"Alles neu macht der Mai, macht die Seele frisch und frei, ....", sondern

"Alles neu machen die Kalendertage vom 122. bis zum 153. ..." und statt

"Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus. ..." verdammt freudlos

"Die Kalendertage vom 122. bis zum 153. sind gekommen ...."

Monatsnamen sind Begriffe wie z.B. Altertum, Mittelalter oder Neuzeit. Mit diesen Begriffen verbinden wir nicht nur in der Dichtung, sondern auch im praktischen Alltag bestimmte Inhalte wie z.B. Sklavenhalter, Gottesgnadentum oder technische Revolution bzw. Frühlingserwachen, Hochsommer, Erntezeit, Herbstnebel, Weihnachten, Christbaum oder Neujahrsfeuerwerk.

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@dompfeifer

Man könnte nach Deinen Vorschlägen z.B. auch die Flaschenetikette für den Frankenwein dahingehend verkomplizieren:

"Wein aus den Anbaugebiet zwischen den geografischen Koordinaten a Grad und b Minuten östlich bis c Grad und d Minuten östlich, sowie von e Grad und f Minuten nördlich bis g Grad und h Minuten nördlich."

Damit werden alle regionalen Gebietsbezeichnungen samt den Namen der Bundesländer überflüssig! Selbst die Namen von Städten und Gemeinden ließen sich auch als geografische Koordinaten darstellen. Kannst Du Dir das vielleicht besser einprägen? Dann versuche das einmal!

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Als Lesetipp dazu Wikipedia über die Entstehung und Entwicklung der verschiedenen Kalendersysteme: https://de.wikipedia.org/wiki/Kalender und eine Liste der Kalendersysteme: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kalendersysteme

Kurzfassung: es ist alles andere als einfach, einen Kalender aufzustellen.

Ich denke, nicht nur das Aufstellen ist schwierig. Auch die Anwendung eines Kalender, wie hier vorgeschlagen nur mit 365 Tage, wäre schwierig. z.B. habe ich einen Termin nächste Woche am Mittwoch, kann ich dies behalten ohne es zu notieren. Bei irgendeiner Zahl müsste ich dies notieren.

Warum etwas ändern, dass gut und verständlich ist?

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@Sharj

Keine Frage, der gregorianische Kalender hat sich bewährt und ist daher der weltweit am meisten benutzte.

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@Sharj

Mann ist ja bekanntlich ein Gewohnheitstier. Irgendwann kennt man evtl die Zahlen auswendig... wer weiss!

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@RosaGummibaer1

Mit Zahlen auswendig kommst du nicht weiter, zumal sie doch recht groß sind. Wir erfassen intuitiv eher Zeiträume und die finde ich besser ausgedrückt in unserer jetzigen Form. Gerade wiederkehrende Dinge wie Feiertage, bei denen das Jahr keine Rolle spielt, prägen sich ein (oder haben es ja schon), das wäre enorm unpraktisch. Wie in deinem Beispiel:

"Osterferien von der 8 467 200. bis zur 9 763 200. Kalendersekunde, Sommerferien von der 15 379 200. bis zur 17 452 800. Kalendersekunde"?



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Es hat etwas mit dem Mond zu tun. Aber eigentlich müssten wir dann 13 Monate haben.

Ich meine, die Römer haben da etwas gekürzt.

Am Februar wurde es angehängtmä, weil für die Römer der Mars der wichtigste Gott war. Sie betrachteten sie sichbals Söhne des Kriegsgottes, weshalb es ja auch immer so gut klappte mitihren Eroberungen. Sie waren hochmotiviertnund betracheteten das als ihre Aufgabe im Leben.

So war also der März der erste Monat, was man nocherkennen kann an den Namen der "-ber"-Monate. September bis Dezember sind Zahlwörter aus dem Lateinischen, genauer gesagt Ordnungszahlen. Der 7., der 8., der 9. und der 10.

Irgendwer hat dann den Januar als ersten Monat festgelegt. Aber drangebummelt wurde immer noch im Februar, dem letzten Monat.

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Es ist einfacher zu merken, wenn man das unterteilt.

Wir zählen ja auch nicht die Sekunden von Mitternacht an sondern unterteilen das.

Das Stundensystem kommt übrigens von den Babyloniern.

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Jetzt sind wieder die Römer an allem Schuld ;-)

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