Warum gibt es Männer?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Wie du schon richtig ansprichst, die Durchmischung des genetischen Materials. Die sexuelle Fortpflanzung ist dadurch die schnellste Möglichkeit sich an neue Umweltbedingungen anzupassen. Asexuelle Fortpflanzung ist dabei auf äußere Einflüsse, die zu Mutationen führen, angewiesen um sich anzupassen und dieser Prozess ist weitaus ineffizienter.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Warum es männliche Tiere "braucht" ist im Grunde genau die selbe Frage, wie wieso es weibliche Tiere "braucht". Eine Spezies, die sich ungeschlechtlich fortpflanzt, hat ja im Grunde genauso wenig "weibliche", wie "männliche" Individuen. Das nur vorweg. ;-)

Die Sache mit der geschlechtlichen Fortpflanzung ist, dass durch das zufallsgesteuerte "Verwerfen" von Erbmaterial bei der Reifeteilung (Meiose) neue genetische Varianten entstehen. Selbst genetische Nachkommen desselben Elternpaars sind dadurch genetisch unterschiedlich.

Der Vorteil ist ganz besonders bei Arten sichtbar, die sehr viele Nachkommen zeugen, von denen nur wenige überleben. Manche Tierarten zeugen hunderte Nachkommen, von denen am Ende vielleicht einer oder zwei überleben. Wären die jetzt alle genetisch identisch, wäre an dieser Stelle sehr wahrscheinlich Schluss (oder die Population würde "explodieren", wenn alle "erfolgreich" wären, was aber sehr unwahrscheinlich ist).

Beim Menschen gibt es ja noch weitere Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Was würdet ihr Frauen bloß ohne das "starke Geschlecht" tun, das für euch Jahrtausendelang "den Schädel hingehalten" und euch vor der rauen Härte und Grausamkeit dieser Welt beschützt hat? ;-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von PWolff
23.06.2016, 12:17

Diese Arbeitsteilung bietet sich ja an - der Vater wird nach der Zeugung rein biologisch nicht mehr gebraucht, die Mutter jedoch mindestens 3/4 Jahr. (Bei Seepferdchen ist die Arbeitsteilung übrigens eine andere. Bei manchen Fischen sind es auch die Weibchen, die die Jungfische fressen würden.)

Hinzu kommt noch, dass die Natur uns Männer als Experimentierfeld verwenden kann. Das würde auch gut erklären, warum viele Gene nur auf dem X-Chromosom vorhanden sind - dadurch ist die Streuung in der Ausprägung dieser Gene bei Männern sehr viel größer und der Selektionsdruck entsprechend höher, was aber hier von Vorteil ist, da zur Arterhaltung im Prinzip wesentlich weniger Männchen als Weibchen gebraucht werden.

(Z. B. gibt es unter Männern sehr viel mehr Genies und sehr viel mehr Kretins als unter Frauen.)

1

Ganz ohne Erbgut-Austausch sind Lebewesen auf zufällige Mutationen angewiesen, um sich an veränderte Umweltbedingungen anzupassen.

Die Unangepassten könnten schneller aussterben, als der Zufall die Spezies anpasst. Überleben ist nur mit extrem schneller Fortpflanzung möglich, so wie bei "wuchernden" Bakterien, Fischen mit Tausenden von Eiern oder Farnen mit massenweise Sporen.

Selektion und Kreuzung ermöglichen es, gezielt die nützlichen Merkmale zu vermehren und die störenden auszufiltern. So geht die Anpassung nicht nur schneller, sondern gezielt in dir "richtige" Richtung.

Optimal ist dabei die Zwittrigkeit mancher Fische und Reptilien: Je nach Umgebung werden sie Männchen oder Weibchen. Manche Fische können sogar als Erwachsene noch das Geschlecht wechseln.

Blühpflanzen haben die Zwittrigkeit entwickelt. Jede einhäusige Blühpflanze kann Samen bilden, sich aber auch mit Nachbarn kreuzen. Das ist insofern optimal, dass kein Lebewesen für die Reproduktion ausfällt, aber trotzdem das Erbgut getauscht wird. Durch zeitversetztes Blütenwachstum verhindern sie Selbstbestäubung, die der Kreuzung sonst entgegen wirken würden.

Säugetiere sind eher suboptimal. Die Männchen fallen für die Reproduktion praktisch aus, denn sie können zwar Erbgut tauschen, aber keine Kinder bekommen. Wären wir Zwitter, dann könnten wir uns doppelt so schnell vermehren. Aber bisher reicht die Vermehrungsrate, um sich gegen die Zwitter und Wechsler des Tierreichs zu behaupten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ein Klon ist genetisch identisch mit dem Lebewesen, aus dem es entspringt. Das bedeutet, daß es in der Natur keine Vielfalt und Veränderung gäbe.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Adsensio714
23.06.2016, 11:29

Wo wäre das Problem ohne Vielfalt? Glaubst du einen Vogel interessiert es ob er eine grüne oder eine rote Laus isst? Oder ob er nur eine Geschmacksrichtung kriegt??

1

nun männchen werden sehr wohl benötigt - selbstbefruchter laufen ständig gefahr an inzucht zu sterben - ohne genauffrischung kommt es sehr schnell zu missbildungen, da negative mutationen nicht rausgezüchtet werden... google das mal, zweigeschlechtliche fortpflanzung ist SEHR  wichtig ;D

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Frage finde ich durchaus berechtigt, vorstellbar wäre ja auch, dass statt Männer und Frauen reine Zwitter existierten. Diese wären ja durchaus fortpflanzungsfähig, denn sie haben zum "Ausstreuen" der Gene einen Penis und zum Empfang des Samens eine Vagina. Bei Schnecken funtioniert das ja schließlich. Mit Schnecken meine ich jetzt nicht das weibliche Genital.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Männer werden gebraucht um die Familie zu versorgen, sie müssen auf die Jagd gehen und Mamuts und ähnliche Tiere erlegen. Manchmal brauch man sie auch zum Tragen von schweren Gegenständen. Männer sind nützlich.

LG.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Adsensio714
23.06.2016, 11:30

Stimmt nützlicj sind sie - aber diese eidechsen und fische brauchen sie ja auch nicht ;)

2

Was möchtest Du wissen?