Warum gibt es Krieg, wenn die Bevölkerung gar keinen will?

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12 Antworten

Warum gibt es so viele Scheidungen? Warum gibt es unterschiedliche Parteien, die sich gegenseitig angiften? Woher kommt der Spruch: Wenns ums erben geht, ist der Familienfrieden vorbei? Warum kann man bei Wikipedia zu Fethullah Gülen lesen, früher Freund von Erdogan, jetzt sein Erzfeind: Wer aus dem ISLAM austritt ist des Todes. Ungläubige (also Du) sind schlimmer als Mörder! Da Erdogan in diesen Punkten gleicher Ansicht ist, warum laufen ihm in der Türkei so viele nach, warum auch die Türken hier in Deutschland? Warum haben die USA mit dem Irak-Krieg eine brennende Fackel in ein Pulverfass gesteckt? Es geht um Macht. Es geht um Ressourcen. Unsere Presse verkündet uns die USA als Friedenstauben, die Russen als Kriegsteufel. Dabei sind alle Kriege in Nordafrika von den USA angezettelt worden. Sie haben die meisten Militärbasen weltweit. Jetzt hört man, dass sie ihre Atomwaffen aus der Türkei abziehen und nach Rumänien verlagern, also noch näher an Russland. Krieg beginnt immer als Spiel mit dem Feuer! Krieg beginnt immer in der Überzeugung, dass man gewinnen wird. Man reizt den Gegner so lange, bis er zurückschlägt.

Unser Problem: Wir wissen nicht mit welcher Kriegspropaganda wir gerade überzogen werden. Haben die Russen angeblich in Aleppo ein Krankenhaus bombardiert, wird lang und breit darüber berichtet. Bombardieren USA und Saudis im Jemen ein Krankenhaus und eine Schule, ist das eine kurze Meldung. Hitler hat deutsche Soldaten in polnische Uniformen gesteckt und einen Grenzposten von Polen aus überfallen lassen, um der Welt und vor allem den Deutschen zu beweisen, dass Deutschland angegriffen wurde und sein Einmarsch in Polen nur Gegenwehr war. Busch hat mit seinen Verbündeten behauptet, dass Saddam Hussein heimlich Atombomben baue und ist einmarschiert. Die Atombomben wurden nie gefunden. Jetzt muss sich Blair (damals britischer Premier) in England für die Unterstütztung dieser Lüge verantworten.

Das ist so, seit es Menschen gibt. Unter 10 Menschen sind mindestens 3, die die Macht haben wollen, koste es, was es wolle. Und es gibt schon zu allen Zeiten Menschen, die andere gern für sich arbeiten lassen. Das ist keine neue Erfindung. Und wenn zwei Mächtige in ihrem Machtanspruch aneinander geraten, gibt es Krieg. Der Blick in unsere Zeit zeigt mir, dass sich da seit der Steinzeit nichts geändert hat. Nur die Waffen sind effektiver geworden. Ich fürchte, wenn Du den Krieg abschaffen willst, musst Du die Menschen abschaffen. Leid tut mir nur der "liebe Gott", wenn wie im 1. Weltkrieg alle Soldaten der verschiedenen Kriegsgegner gerufen haben: Gott mit uns. Der muss sich gedreht haben wie ein Kreisel.

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Kommentar von MarkusGenervt
19.08.2016, 11:29

Danke.

Ich weiß nicht, ob Du es wusstest, aber körperlich und geistig unterscheiden wir uns tatsächlich kaum von unseren Steinzeit-Vorfahren.

Vielleicht sollten die paar Ausnahme-Intelligenzen mal überlegen, ihre geistigen und technischen Errungenschaften nur für sich ganz alleine zu behalten, damit die übrigen Troglodyten nicht die Gelegenheit erhalten, diese in Waffen verwandeln zu können.
Also eine Art Technokratie vielleicht.


Wenn ich jetzt kein Smiley signalisiere, riskiere ich wohl einen Shitstorm. Mach ich aber nicht  :-P

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Weil sich immer genug "vernünftige" Gründe für einen Krieg finden lassen.
Nenn mir 1 Grund dagegen und ich nenne Dir 10 dafür – und ich werde Dich überzeugen.

Leider ist es nicht ganz so einfach, einfach gegen Krieg zu sein. Außerdem ist Demokratie nicht immer auch Demokratie.

Schau Dir beispielsweise mal die USA an. Da ist die älteste Demokratie unserer Welt und dennoch sind sie es, die seit mehr als 100 Jahren in die meisten Kriege verwickelt gewesen sind.

Wenn Du Dir mal ihre Geschichte anschaust, hat selbst die Vietnam-Blamage und die daraus erblühende Friedensinitiative diese "Demokratie" nicht davon abhalten können, weiterhin Kriege zu führen.

Und selbst Deutschland und Japan, welche sich seit 1945 selbst dazu verpflichtet haben, nie wieder einen Krieg zu führen, haben sich inzwischen an diversen Kriegen beteiligt. Japan will deswegen sogar inzwischen seine Verfassung ändern.

Der Punkt ist: es ist die Natur des Menschen.

Es fängt im Kleinen an und endet im Großen.

Wann hast Du Dich das letzte Mal mit jemandem gezofft? Was war der Anlass? Es war Dir ganz sicher richtig wichtig, oder? Wie oft hast Du schon daran gedacht, jetzt zuzuschlagen oder wie oft hast Du es tatsächlich schon gemacht?

"Zoff und Zank? Das ist doch normal!"

Ja, genau wie Krieg …

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Kommentar von Unsinkable2
19.08.2016, 10:12

Ansatzweise richtige Voraussetzungen, doch falsche Schlussfolgerungen...

Der Punkt ist: es ist die Natur des Menschen.

Das ist schlicht falsch. 

Jeder vierte Soldat, der aktiv an einem Krieg teilgenommen hat, leidet unter einem behandlungs-notwendigen "Kriegs-Syndrom", das im Regelfall nach dem jeweiligen Krieg benannt wird. 

Und die Dunkelziffer liegt weitaus höher, weil die Syndrome praktisch überhaupt nicht erforscht sind und viele der Betroffenen von den Ärzten und Behörden als Simulanten abgewimmelt werden.

Und damit sind nicht "körperliche Schäden" gemeint, sondern massive und lebenslang nachwirkende Schädigungen des Gehirns.

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Mit anderen Worten: Es ist EBEN NICHT "die Natur des Menschen", Krieg zu führen. Ganz im Gegenteil.

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Wann hast Du Dich das letzte Mal mit jemandem gezofft? Was war der Anlass? Es war Dir ganz sicher richtig wichtig, oder? Wie oft hast Du schon daran gedacht, jetzt zuzuschlagen oder wie oft hast Du es tatsächlich schon gemacht?

"Zoff und Zank? Das ist doch normal!"

Ja, genau wie Krieg …

Das sind zwei grundverschiedene Dinge. "Stressabbau" und "Krieg" haben völlig verschiedene Motivatoren.

WENN du schon mit innerfamiliärem Verhalten vergleichen willst, dann trifft es "Dominanz-Verhalten" sehr viel besser: Ein prügelnder Mann, der seiner Frau sein Verständnis von Disziplin und Gehorsam beibringen will. Doch dass die Frau dennoch bei ihrem prügelnden Mann bleibt, ist nicht darauf zurückzuführen, dass sie sich gern schlagen lässt (wie du vermutest), sondern dass der psychologische Druck so hoch ist, dass es enormer Schwellwertimpulse bedarf, um diesen Kreis zu durchbrechen.

Doch selbst dieses Beispiel hinkt massiv, wie dir die Begebenheiten im Ersten Weltkrieg, als die Kriegsgegner gemeinsam das Weihnachtsfest feierten, bevor sie, einige Tage später, wieder aufeinander schießen mussten, sehr eindrucksvoll zeigen.

Krieg ist IMMER ein oktroyierter Zustand. Er wird von Leuten beschlossen, die selbst nicht am Krieg teilnehmen. (Früher standen sie noch auf dem "Feldherren-Hügel" im Hintergrund; heute hocken sie in den tiefsten Bunkern.) Und er wird von Leuten ausgeführt, die KEINERLEI persönliches Problem mit dem Gegner haben; es also als "reine Dienstaufgabe", als "bezahlte Pflicht" betrachten, den Gegner zu ermorden.

Dass dabei instinktive Faktoren genutzt werden, um den Krieg am Leben zu halten, ist ebenfalls nicht "natürlich". Vielmehr werden hier Angst- und Überlebensinstinkte angesprochen: Unter Todesangst setzt der Verstand vollständig aus und der Verteidigungs- und damit der Überlebensinstinkt ein. 

Warum? Weil "Flucht" - als sehr viel "natürlichere" und vor allem als IMMER ERSTE Wahl; ganz besonders im Kontext von Todesangst - keine Option ist. Und warum ist "Flucht" keine Option? Weil es von den "Kriegstreibern" verboten und verhindert wird. Durch zum Teil drakonische Strafen (auch im Westen ist "Fahnenflucht" mit hohen Geld- und langen Haftstrafen bewehrt; in verschiedenen Ländern steht darauf bis heute sogar die (automatische) Todesstrafe für den Deserteur). 

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Du hast dir die Frage doch schon selber beantwortet!

"Ab und zu werden Länder sogar von anderen (Ländern!) zu einem Krieg gedrängt."

In solchen Fällen will das angegriffene Land und seine Bevölkerung meistens selber nicht den Krieg, muss ihn aber führen.

Bei der kriegsauslösenden Partei wiederum wird die Bevölkerungsmehrheit in der Regel auch den Krieg unterstützen.

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Erstmal danke für deine Aufmerksamkeit und das du das Desaster gut erkannt hast, allerdings liegt es auch am Volk zumindestens dann wenn sie diese Regierung gewählt haben und tolerieren.

Aber selbst wenn nicht, denn irgendwo liegt es leider auch in der menschlichen Natur

um das zu ändern also auf Anhieb bräuchte es viele Menschen die bereit sind sich für den Frieden zu opfern in dem sie alles aber auch wirklich alles tuen was dafür nötig ist, egal was Sie dafür opfern müssen 

Aber auch davon gibt es wahrscheinlich zu wenige 

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In einem Krieg schießen Menschen aufeinander die sich nicht kennen, auf Befehl von Menschen die sich sehr gut kennen.

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Ganz einfach. Der Staat hält die Bürger (also insgesamt) für beschränkt. Durch falsche Versprechungen, Medienpropaganda und Korruption haben es unsere ,,Volkvertreter" dorthin gebracht, wo sie gerade stehen. In erster Instanz geht es um Macht und an zweiter Stelle, diese auszubauen und zu erhalten. Dafür sind denen viele Mittel recht.

Von Verunglimpfungen über die Presse, bis hin zum Demo-Sold für gewaltbereite Linksextreme (glaub die erhalten vom Staat... also Steuergeld ca. 45 € pro Demo, oder Std.), wird versucht kritische Stimmen im Keim zu ersticken. Das ist die Ironie. Im Bundestag sind die meisten einfach Volksfern und versuchen uns zu vertreten (?). Mir fällt nichts ein was die jetzige Regierung für jemanden wie mich getan hat, außer mehr Steuern und Bürokratie aufzubrummen.

Wenn das Volk gegen etwas vehement (fast schon geschlossen) ist... z.B. TTIP, denkt sich unsere Regierung ,,diese Trottel wissen nicht was gut ist... aber da wir das Volk repräsentieren machen wir es trotzdem... Money Money Money". Vergessen wird oft die Tatsache, dass das Herz unseres ,,Wohlstands" der Arbeitnehmer ist und, ja es ist nicht zu fassen, das er kuscht. In jedem anderen Land wäre das Volk wie von einer Tarantel gestochen zu Mio. auf die Straße gegangen... und schon für weit weniger, was uns zurzeit zugemutet wird.... die These ,,Das Volk ist beschränkt" trifft leider schon was zu... oder es hat was mit unserer ,,nie zu verzeihender" Vergangenheit zu tun.

MickyFinn



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Kommentar von MarkusGenervt
19.08.2016, 11:35

[…] bis hin zum Demo-Sold für gewaltbereite Linksextreme (glaub die erhalten vom Staat... also Steuergeld ca. 45 € pro Demo, oder Std.), […]

Was soll denn dieser Schwachsinn bitte???

Möchtest Du Dich damit hier als Rechts-Extremisten outen?

Das wären nämlich präzise deren Polemik und Lügen.


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Kommentar von AalFred2
19.08.2016, 13:16

Der Staat hält die Bürger (also insgesamt) für beschränkt

Du fängst gleich mit vollkommenem Schwachsinn an. Der Staat hat keine Persönlichkeit und somit keine Meinung. Es geht aber in der gleichen Sinnlosigkeit weiter. Schade um die Buchstaben.

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"Die die gewählt werden haben nichts zu entscheiden und die die entscheiden werden nicht gewählt." - H. Seehofer

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Kommentar von MarkusGenervt
19.08.2016, 11:17

Sehr passend, ausgerechnet "die dümmste Sau im Stall" (O-Ton Seehofer) zu zitieren. – LACH

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Kommentar von Askomat
30.08.2016, 21:20

Der kann es nicht wissen, meinst du das ?

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Es gibt jedoch Leute, die miltaristisch denken. Sie lassen sich gerne rekrutieren und haben Gewaltphantasien. Viele Leute schauen sich gerne brutale Kriegsfilme an. Diese Leute werden dann von Machtgruppen oder Machtmenschen für ihre Ausweitung von Macht, Erlangung von Bodenschätzen etc., herangezogen. Ich behaupte auch, diese Leute fördern die Miltitarisierung in der Bevölkerung, vor allem bei den Jungs. Es wird suggeriert, das Militär ist eine Ehrensache. Ich denke an die Kaiser Wilhelm Zeit oder an die früheren kommunistischen Ländern. Miltarismus ist verführerisch für Verlierertypen, die sonst keine Chancen im Leben haben.

Doch ich bin der Ritter Sepp, ein echter Depp. Wenn die Brüder üben fechten, ich tu den Mägdlein Zöpfe flechten.

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Volk = germanisch "der folgt".
Eine Regierung ist der Nation verantwortlich, nicht dem Volk.
"Von einem Volk kann Du alles verlangen", so ist der Grundsatz der Politik.
Mit der passenden Ideologie kriegst Du jedes Volk zum folgen.

Glaubst Du nicht?
Zur Erinnerung die SPD mit HartzIV "HartzIV Empfänger sind faul, rauchend, saufend und bildgungsfern".
Mit dieser Ideologie wurde Hartz IV eingeführt und die Massen jubelten.

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Seit wann sind Regierungen dazu da, die Interessen der Bevölkerung zu vertreten? Wie kommste denn auf das schmale Brett? Warum Kriege geführtwerden, ist sattsam bekannt, brauchst nur eine halbe Minute nachdenken, dann weisst du es doch selbst.

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Regierungen arbeiten für eigene Interessen und für die Interessen nahestehender Lobbygruppen, nie für die Interessen des Volkes. 

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Kommentar von PatrickLassan
19.08.2016, 08:03

Klar, darum geht es uns ja auch so schlecht in Deutschland.

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Diktatoren werden nicht gewählt.
Deswegen scheîssen sie auf die Interessen des Volkes

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