Warum gibt es Krater auf der Erdzugewandten Seite des Mondes?

11 Antworten

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Hallo Tabatholu,

ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:

https://www.mdr.de/wissen/bild-159166-resimage_v-variantSmall24x9_w-704.jpg?version=16546

Der Winkel, den die Erde im Abstand von 380 000 km abdeckt, ist verschwindend gering. Man macht sich viel zu wenig klar, wie klein Himmelskörper im Vergleich zu ihrem Abstand sind.

Grüße

Besser kann man es nicht erklären

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Vielen Dank. Die Distanz im Verhältnis zum Durchmesser hatte ich mir genau gar nicht klar gemacht.

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Liebe Ute,

die große Entfernung erklärt nicht, warum der Mond scheinbar nur einseitig bombardiert wurde.

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@weckmannu

Wurde er ja nicht.

Und habe ich auch nirgends geschrieben. Es gibt Krater sowohl auf der erdzugewandten Seite als auch auf der erdabgewandten Seite.

Im Gegenteil lautet meine Antwort: Wegen des großen Abstandes stellt die Erde eben gerade keinen Schutz aus dieser Richtung dar. Insofern verstehe ich Deinen Kommentar jetzt nicht wirklich, bzw. was er mit meiner Antwort zu tun haben soll.

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Der Mond hatte auch mal eine nichtgebundene Eigenrotation, diese ging ca. 500 Millionen Jahre nach seiner Entstehung in die gebundene Rotation über, so wie es auch heute noch ist und auch weiter sein wird. Zu dieser Zeit ging das große Bombardement schon langsam dem Ende entgegen. Man muss aber auch die Schwerkraft des Mondes berücksichtigen und der doch sehr beachtliche Abstand zur Erde. Die Schwerkraft des Mondes ist für ein Objekt ist seiner Nähe absolut dominant und zwingt es quasi auf eine eigene Bahn um den Mond bis das Objekt einschlägt. Es stürzt also nicht senkrecht auf den Mond, daher kann auch problemlos die Vorderseite getroffen werden.

Entstehung

Vor allem die Mehrzahl der großen Krater entstand in einer als Großes Bombardement bezeichneten Phase der Entstehung des Sonnensystems, in der zahlreiche Planetesimale und kleinere Körper auf die bereits entstandenen Planeten und Monde stürzten.

Wenn ein Meteorit aus dem Weltall herabstürzt, hat er eine Geschwindigkeit von 10 bis 70 Kilometer pro Sekunde (30- bis 200-fache irdische Schallgeschwindigkeit). Beim Aufprall dringt er bis 100 Meter ins Gestein ein, was nur einige Tausendstel Sekunden dauert. Während dieser kurzen Dauer eines „Wimpernschlags“ wird seine gesamte kinetische Energie in Wärme umgewandelt, und er explodiert. Das umliegende Material wird kegelförmig weggesprengt; am Rand des entstehenden Lochs bildet ein Teil davon einen Wall.

Wenn ein großes Objekt oder eines mit sehr hoher Geschwindigkeit einschlägt, federt die Mondoberfläche zurück und bildet einen Zentralberg. Beim Fall einer Kugel ins Wasser geschieht ähnliches: Ein Tropfen springt in der Mitte hoch. Dieses Verhalten kann gut mit Grießbrei simuliert werden.

Im Allgemeinen schlägt ein Meteorit einen Krater, der wegen seines Verdampfens und Explodierens 10- bis 20-mal größer ist als er selbst. Das im Innern herausgeschleuderte Material bildet bei manchen Ringgebirgen – wohl durch eine Art Staubwolke – sternförmige Strahlensysteme. Man sieht sie bei Vollmond im Umkreis von 60 Kratern hunderte Kilometer weit ausstrahlen – besonders deutlich an den mit 800 Millionen Jahre vergleichsweise jungen Ringgebirgen Copernicus, Kepler und Tycho. Da sie beim Terminator keine Schatten werfen, können diese Strahlen nur flache, helle Spuren auf dem dunklen Mond-Basalt sein.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mondkrater

--> Ergo: die Erde war nicht immer da wo sie jetzt ist um den Mond "zu beschützen" und die meisten Krater sind weit älter

öhm jo total am Thema vorbei, er wollte nicht wissen wie Krater an sich entstehen sondern wie es sein kann das ein Asteroid die zugewandte Seite erwischt, wenn er sich doch nicht drehen würde.

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@IISunny

nein er hat erklärt was ein Meteorit ist und wie ein Krater aufgebaut ist. Die Antwort wie auf die uns zu gewandte Seite des Mondes Krater kommen können hat er nicht geliefert.

Falls du dir das so nicht vorstellen kannst lege einen großen und einen kleinen Ball mit ein wenig Abstand zu einander hin. davon ausgehend, dass der kleine Ball sich nur um den großen dreht aber nicht um sich selbst, versuche mal mit nem Kiesel die Seite des kleinen Balls zu treffen, die zum großen Ball zeigt, das ist so schon kaum möglich und dazu kommt im großen Maßstab also Erde und Mond noch die Schwerkraft, die jegliche Himmelskörper so ablenken würde, dass sie in dem Fall entweder die Erde treffen müssen oder zwischen Erde und Mond vorbeifliegen müssen

ps Größen der Bälle - großer Ball = Fußball, kleiner Ball = Tennisball

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@luzifer333

"Wenn ein Meteorit aus dem Weltall herabstürzt, hat er eine Geschwindigkeit von 10 bis 70 Kilometer pro Sekunde (30- bis 200-fache irdische Schallgeschwindigkeit). Beim Aufprall dringt er bis 100 Meter ins Gestein ein, was nur einige Tausendstel Sekunden dauert. Während dieser kurzen Dauer eines „Wimpernschlags“ wird seine gesamte kinetische Energie in Wärme umgewandelt, und er explodiert. Das umliegende Material wird kegelförmig weggesprengt; am Rand des entstehenden Lochs bildet ein Teil davon einen Wall."

Durch die Extreme Aufprallenergie ist der Winkel im Normalfall vollkommen Irellevant! btw. nur der Kleinste Teil der Meteoriten trifft im 90° Winkel auf...

Falls du dir das nicht so leicht vorstellen kannst, dann nimm bei denen Bällen einen Kirschkern dazu und schmeiss Ihn auf den Tennisball. Damit kannst du auch die "Erd - zugewandte" Seite treffen - nur eben in einem Winkel.
Oder Schau dir das Video an was ich in meiner Antwort geopstet habe...

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@IISunny

da ist kein Video dabei.

Und nein der Meteorit kann eben nicht so einfach treffen, da er von der Erdschwerkraft vom Kurs abgebracht wird. Nicht umsonst rätseln Wissenschaftler wieso es dort Krater gibt, die Frage wurde vom User absichtlich gestellt und sich zu amüsieren und du bist in die Falle getappt

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@IISunny

*kopf-tisch* ... man sollte nicht alles glauben, was im Internet vorkommt BESONDERS bei privaten Uploads von Youtube

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@luzifer333

Interessant an dem Video ist eigentlich der Teil mit den Schrägen einschlägen die Nachgemacht wurden. Ist ja aber Eh alles nur Fake richtig?

Gut, Erdradius 6371 km, Abstand Erde Mond 38398 km im Schnitt. Gern kannst du vom Erdradius den Mondradius noch abziehen 1737 km. Mit tangens kannst du ja sicher umgehen, da kannst du dir ja den Winkel ausrechen um welchen wir hier sprechen. Um das nachzustellen legst du dann bei deinem Modell aber bitte deine Bälle ein paar Meter weiter auseinander und wirfst nochmal mit Kieselsteinen okay? ;)
Wenn ich mich recht Entsinne reden wir hier von 0,0002 Grad auf einer Seite, kannst mit deinen Bällen also etwas weiter auseinander gehen.

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@IISunny

dann soll er mal erklären wie er die Schwerkraft simuliert haben will ;-) die kannst du nicht simulieren. Ohne diese sagte ich ja schwer aber nicht unmöglich mit der wirds unwahrscheinlich

ps ich erinnere an die goldene Kugel, die während des Fluges 3x die Richtung änderte und 3x Kennedy durchbohrte

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@luzifer333

Lass doch mal die Gravitation da raus XD so gut wie sie die Meteoriten ablenken kann, kann Sie die auch genau auf den Mond zu lenken, die Dinger können aus unterschiedlichsten Winkeln kommen. Stell dir vor da kommt ein Meteorit der den Mond auf seiner Bahn knapp verfehlen würde, und die Gravitation der Erde lenkt ihn jetzt doch noch genau zum Mond hin.

...und rechne den Winkel aus damit du mal ein Gefühl für das Verhältnis von Abständen bekommst. :D

Das ist alles rein Theoretisch und nur auf den Rechnungen basiert, was früher mal passiert ist, damit hab ich mich nicht beschäftigt :D

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@IISunny

das wäre sogar tatsächlich eine Option, das die Erdgravitation son Ding auf den Mond zuleitet.

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@luzifer333

Jap, aber wiegesagt, die Wahrscheinlichkeiten sind auch so gering... die Zeiträume so groß... und der Raum ist auch riesig. Kosmische Verhältnisse halt :D

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@IISunny

naja der Raum zwischen Erde und Mond ist noch nicht so groß bzw er war mal kleiner und wird immer größer

der entscheidene Faktor wird die Zeit sein

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