Warum gibt es keinen besseren Gegner für Merkel?

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9 Antworten

Das System erträgt keine für das Großkapital nachteiligen Änderungen. Daher ist Merkel (insbesondere auf Grund ihrer blinden Wirtschaftshörigkeit) bestens prädestiniert.

Gleichwohl mag auch der überwiegende Teil der Deutschen keine (ggf. sogar schmerzhaften) Veränderungen. Merkel weiß das, macht wieder die gleichen Versprechungen, das Volk setzt ihr erneut das Krönchen auf, und der Wagen dümpelt weiter vor sich hin...

Es mag kompetente Menschen für das Kanzleramt geben. Aber es gehört ein gehörig Maß an Selbstverleugnung dazu, im Intrigantenstadel Politik bestehen zu wollen. Ergo sind kompetente Leute dort nicht häufig zu finden, und wer zu gut ist, dem spricht Merkel früher oder später "ihr vollstes Vertrauen" aus. Die Dame hatte schon in der Vergangenheit einen guten Biss, aber inkompetente, hörige Leute in´s Boot geholt, welche sie nicht zu fürchten braucht.

Es wird sich wohl erst etwas ändern, wenn die deutschen Wähler(innen) den Mut aufbringen, ausgelatschte Pfade zu verlassen.

Dies ist lediglich meine subjektive Meinung. Von etwaigen Zuweisungen, ich wäre "rechts", "links" oder "kunterbunt", bitte ich also abzusehen.  LG.

Dass Schulz nicht gerade beliebt ist, sehe ich so nicht. Denn immerhin konnte er zu Anfang seiner Kandidatur in den Umfragen etwas bewegen.

Dann folgten einige Fehler und die verloren gegangenen Landtagswahlen raubten ihm die Strahlkraft. Das ging halt damit los, dass es der SPD im Saarland nicht gelang, die Ministerpräsidentin der CDU abzulösen. Obwohl die Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen voraussagten, verwandelte es die Amtsinhaberin Kramp-Karrenbauer mit 10 % Unterschied zu einem Kopf-an-Kinn-Rennen.

Dann flog die rot-grün-SSW-Regierung in Schleswig-Holstein weg und wurde durch schwarz-gelb-grün abgelöst. Die nächste Klatsche gab es dann in NRW. Blöd halt, wenn man eine rot-grüne Regierung führen will, aber die Wähler/innen in den Bundesländern dann den rot-grünen Landesregierungen die Stühle vor die Tür stellen. Erschwerend kam noch hinzu, dass Martin Schulz für mehrere Woche abgetaucht war und man von ihm nichts mehr hörte. Damit war die Luft raus.

Bei so viel Pech zerfällt dann auch noch in Niedersachsen die nächste rot-grüne Regierung und kommt in die Lage von vorzeitigen Neuwahlen, gerade in einer Zeit, in der diese Landesregierung laut Umfragen keine Mehrheit mehr hat und die Zeit bis zum Januar 2018 gebraucht hätte, um wieder aufzuholen.

Zu allem kommt halt auch noch hinzu, dass es keine Wechselstimmung im Land gibt. Die Wirtschaft boomt und die Arbeitslosenzahlen nehmen von Monat zu Monat ab.

Dann passieren halt noch solche "Steineinschläge" wie Gerhard Schröders zusätzliches Engagement einer russischen Firma, die von den deutschen Sanktionen betroffen ist usw.

Ein offensichtlich großer Fehler war halt auch von Martin Schulz, dass er das Amt des Außenministers Sigmar Gabriel überließ, der dadurch sein Image verbessern konnte, während der Kanzlerkandidat dann drei bis vier Plätze hinter den Vorgänger als SPD-Vorsitzender fällt.

Glaubt hier jemand, dass es z. B. Herrn Thomas Oppermann Aufwind gegeben hätte, wenn er drei Landtagswahlen verloren hätte und dabei noch zwei Landesregierungen hätte abgeben müssen? Wie tief wäre denn der Hamburger Regierende Bürgermeister Olaf Scholz nach den Ausschreitungen beim G20-Gipfel im Ansehen gefallen, zu den drei verlorenen Landtagswahlen?

So, jetzt hat hier ein überzeugter CDU-Wähler auch noch begründen müssen, woran es liegt, dass die SPD mit Herrn Martin Schulz als Kandidat so in den letzten Monaten verloren hat. Ich muss also zum Schutz von Herrn Schulz zum Ergebnis kommen, dass es auch jede/m/r anderen Kandidat/en/in nicht besser ergangen wäre.

Ich frage mich überhaupt grundsätzlich, warum keine anderen Parteien überhaupt Kandidaten aufstellen (abgesehen von die PARTEI). Wieso geht man davon aus, dass es auf ein Duell zwischen CDU/CSU und SPD hinauslaufen muss, wenn es doch theoretisch auch möglich wäre, dass beispielsweise die Grünen einen Erdrutsch-Sieg davontragen (dummes Beispiel, ich weiß)? Bei den Fernseh-Duellen heißt es beim 5er-Kampf dann nur, dass es um Platz 3 gehen würde, aber es ist doch eigentlich noch völlig offen, ob Platz 1 und 2 wirklich schon vergeben sind!?

Muke82 05.09.2017, 02:11

Die FDP hat das doch mal mit Westerwelle versucht :).

Ist es einfach sehr unwahrscheinlich das eine andere Partei den Kanzler/in stellt.

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RobertTOnline 05.09.2017, 03:00
@Muke82

Ich könnte mir vorstellen, dass es viele Wähler dazu bringen könnte, sich überhaupt mit einer Partei zu befassen, wenn diese offensiv sagen würde, dass sie gewinnen möchte, und deshalb auch einen Kandidaten aufstellt. Gerade in der aktuellen Zeit, in der sehr viele Menschen sowohl mit Frau Merkel, aber auch mit der SPD sehr unzufrieden sind, oder?

Wenn es nur nach der Wahrscheinlichkeit ginge, könnte man ja auch sagen, dass Herr Schulz überhaupt nicht antreten bräuchte ;-)

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Beliebtheit ist nicht unbedingt ein Indiz für die Fähigkeit, dieses Amt ausüben zu kommen.

Nenn mal ein paar von den so vielen. Beliebte natürlich.

Ach ja? Wer denn?

Gibt es, z.B. Frau Wagenknecht

Weil Merkel einfach genial darin ist die Menschen für dumm zu verkaufen. Darin ist sie einfach unschlagbar.

Niemand der wirklich kompetent ist, will "Kanzler" werden ...  für diesen Posten bewerben sich nur Leute, die sich aufspielen wollen und die sonst fast völlig unbrauchbar sind.

Das ist ein Posten, da muss man ständig Sachen machen, die man gar nicht will und man muss sich ständig mit totalen Deppen herumschlagen.

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