Warum gibt es keine Wehrpflicht mehr?

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21 Antworten

Weil sie ein Relikt des kalten Krieges und noch älterer vergangener Epochen ist.

Die Zeiten, in denen sich große durchstrukturierte Heere auf den Schlachtfeldern gegenüberstehen, sind vorbei. Spätestens der 11. September 2001 sollte der Welt unmißverständlich gezeigt haben, daß die grausigen Konflikte der Moderne nahezu ausschließlich in Form von asymetrischen Kriegen ausgetragen werden.

Um solch einer Bedrohung zu begegnen, bedarf es keiner Massen, die man mobilisieren kann. Hier sind Spezialisten gefragt die selbst kein großes Ziel beispielsweise für Terroristen darstellen. Hier bedarf es filigraner Aktionen, die nach Möglichkeit auch dann keine zivilen Opfer hervorbringen, wenn sich z.B. solche Zielpersonen wie Osama Bin Laden und Co. mitten in der zivilen Masse untergetaucht sind.

Ein Wehrdienstleistender, der nur neun oder zehn Monate Grundwehrdienst hat, um das "Soldatenhandwerk" zu erlernen, ist mit solchen Aufgaben überfordert. Ein Berufssoldat, der eine entsprechende Ausbildung und ein paar Jahre Berufserfahrung hinter sich hat, kann an dieser Stelle viel nützlicher sein.

Zudem kostet die ständige Neuausbildung immer neuer Generationen Wehrpflichtiger natürlich ein vielfaches mehr, als wenn man die Ausbildung im Schnittt einmal bezahlt und dem dann dafür beispielsweise 25 Jahre professioneller Dienst gegenüberstehen statt 30 mal Ausbildungskosten und dann im Ernstfall doch wieder "verlernt"... ;o)

Übrigens hat Euch die Wehrpflicht damals ganz gewaltig geschadet, wenn man die Methoden bedenkt, mit denen die Menschen da teilweise hineinforciert wurden. "Stellen Sie sich vor, sie gehen mit Ihrer Freundin in den Park un werden überfallen, und Sie haben ZUFÄLLIG eine Maschinenpistole dabei..." - kennst Du diese Sorte Ansprache? So hat man über Jahre hinweg die Wehrdienstverweigerer drangsaliert um sie doch noch zum Dienst an der Waffe zu zwingen.

Es gibt Menschen, die die Formen von Autorität und Disziplin, wie sie beim Militär nunmal vorkommen (MÜSSEN), nicht vertragen. Sie zerbrechen daran. Aber für sowas war die Gesellschaft vergangener Generationen nicht sensibilisiert. Sie hat ihnen einfach das Rückgrat gebrochen, ob bereits in der frühkindlichen Erziehung oder spätestens beim Militär.

Der beim Militär zumindest weitgehend notwendige Gehorsam hat im zivilen Leben nichts verloren. Aber gerade das Konzept, das unter dem Motto "Bürger in Uniform" gefahren wurde, hat in unzulässiger Weise diese Grenze kategorisch ignoriert, um nicht zu sagen vollkomen negiert. Nichts gegen Disziplin, aber bitte am richtigen Platz, zur richtigen Zeit, und im angemessenen Ausmaß...

Die Abschaffung der Wehrpflicht und die Erfahrung mit der Trennung von zivilem und militärischem Leben wird zeigen, wie notwendig (wenn nicht überfällig) dieser Schritt nun war.

Die Wehrpflicht gibt es immer noch, sie wurde nur ausgesetzt. Die Wehrpflicht bleibt weiterhin im Grundgesetz verankert und kann bei Bedarf mit einfacher Mehrheit des Bundestages wieder eingeführt werden. Die Zeiten haben sich nun mal geändert, warum sollte der Wehrdienst davon unbeeinflusst bleiben ? Ich brauchte nicht den Wehrdienst anzutreten, und es hat mir auch nicht geschadet. ;)

Es geht nicht drum ob es schadet oder nicht, sondern ob es finanziell betrachtet sinnvoll ist. Ist es wohl nichtmehr, zumindest ist man zu der Überzeugung gekommen. Deswegen wurde sie abgeschafft.

Was sollte das bringen? Bei der Einstellung der meisten heutigen Jugendlichen absolut nichts!

Genau!

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Weil die Wehrpflicht nicht notwendig ist und ein Zwangsdienst ist. Das zweite hat aber leider nicht zu ihrer Abschaffung geführt.

Ist doch viel besser mit Berufsarmee! Wehrpflicht - ha, ha, ha - braucht nicht mehr sein, die imperialistische Bundesrepublik hat keine Feinde mehr, alle friedlich und raffiniert gekillt, die DDR, die Sowjetunion und die anderen Länder des sogenannten realen Sozialismus, die eher feudalistische Staaten waren, wenn man an Rumänien und Bulgarien denkt. Die sogenannten Ostblockstaaten waren doch fast zwei historische Perioden zurück gegenüber ihrem jetzigen Stand. Bewaffnet vom Russen bis an die Zähne sollten sie das moderne Europa in Schach halten. Das konnte doch nicht gut gehen. So haben die imperialistischen Staaten mit ihrem Natoblock den Osten ausgetrixt, weil sie so herrlich blöd waren, die Breschnjews, Honeckers, Ceaouscus und wie sie alle hießen. Da braucht man keine Wehrpflichtsarmee mehr. Das war längst überfällig. Aber ein moderner imperialistischer Staat braucht ja aber was Soldatisches, was Militärisches und das ist was? Die Berufsarmee. Ja, eine Berufsarmee, wo die richtigen Killer scharf gemacht werden, die dann alles machen, zu jeder Zeit die Kastanien für die Herrschenden aus dem Feuer holen. Die das so richtig können ohne Skrupel, immer drauf los! Aber so richtig mit den allermodernsten Waffen, aber karacho, ohne Rücksicht auf Verluste. Hurra! Hurra - deutsche Soldaten, Berufssoldaten unter dem Kommando eines Hugenotten sind da! Drauf los! Achtung! Achtung! Das ist der Grund: Mit Berufarmee geht es viel, viel besser als mit der schwerfälligen Wehrpflicht. Die mußte man noch überzeugen, die Soldaten der Wehrpflicht. Bei den Söldnern der Berufsarmee ist das nicht mehr nötig. Die haben alle Killermotive, die wollen schießen und schießen. Da steckt wumm dahinter. Alle Achtung - es geht los! Billiger sind die nicht. Das ist Lüge. Die kosten viel, viel mehr!

Helies! - (Soziologie, Wehrpflicht) Generale, höchst dotiert! - (Soziologie, Wehrpflicht) Der Richtige! - (Soziologie, Wehrpflicht)

Weil sie dem Staat zu teuer ist. Aber wenn du unbedingt zur BW willst, dann kannst du die Wehrpflicht ja noch freiwillig machen.

weil unser toller deutscher "Sozialstaat" Geld sparen will, als könnte man es nicht wo anders sparen, Hartz IV z.B einfach nur FAIL. Die arbeitsfaulen sollte man mal arbeiten lassen, damit meine ich die die Arbeitstauglich sind und noch nie ne Schaufel in der Hand hatten. (Naja will nich vom Thema ablenken)

Du beschwerst dich, dass der "Sozialstaat" Geld für Sozialleistungen anstatt für einen diskriminierenden Militärstab ausgibt? Dir ist echt nicht mehr zu helfen...

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Beste Antwort ever!Ich bin da 100% deiner Meinung!!!

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Aber auch nicht geholfen, oder??? Eine Armee aus Wehrpflichtigen ist m.E. nicht mehr zeitgemäß und zu teuer. Abgesehen davon werden über kurz oder lang die Arbeitskräfte auf dem freien Markt fehlen und die Rüstungsausgaben werden weiter reduziert. Dankenswerterweise.

Weil irgend so ein Kernphysiker die Idee hatte das man mit der Abschaffung der Wehrpflicht sparen kann. Dumme Idee! Ohne Wehrpflicht kein Zivieldienst, ohne Zivieldienst Mehrkosten bei Pflege und Krankenversorgung. Soviel zum Thema Sparen! Hätten die sich auch sparen können!

Ich kann es nur immer wieder sagen. Der Zivildienst ist eine Ausbeutung und nichts weiter. Es gibt keinen (!) Grund warum Menschen mit Pflegeberufen schlechter verdienen sollen als Menschen die z.B. Güter herstellen. Und wenn du entweder einen teueren Pfleger oder einen billigen Zivildienstleistenden einstellen kannst ist klar wenn du nimmst. Deswegen verdienen die Leute dort auch nichts.

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@manu18

Dein Gedankengang ist falsch. Der Zivieldienst ergänzt nur die Pflegeberufe und die Caritatieven Dienste. Das da so wenig gezahlt wird hat andere Ursachen. Zum Einen ist Pflege sehr aufwändig und teuer, zum anderen nutzen private Anbieter ihre Position aus. Zum anderen hat unser Staat und unsere GEsellschaft nichts über für die Alten und Schwachen. In anderen Gesellschaften gibt es dieses Thema nicht, weil die Familie die Pflege der Alten übernimmt, wie selbstverständlich. Bei uns werden Alte und Kranke entsorgt wie Sondermüll. Jetzt wo der Zivieldienst wegfällt wird man sehen das ganz andere Probleme auf uns zu kommen werden. Die Kosten werden expoldieren, in den Pflegeberufen wird man noch weniger verdienen und es wird kaum Leute geben die diesen Beruf ausüben wollen. Die Abschaffung des Wehr und Zivieldienstes wird uns mehr kosten als einsparen, du wirst sehen.

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Ein Kernphysiker hat das beschlossen? o_O

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@Laxtis

Nur so eine Redensart, einer der sich für besonders schlau hält....war natürlich kein Kernphysiker, der der das beschlossen hat war ja nichtmal Doktor ;-)

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Solang es keinen Bedarf an Soldaten (durch Kriegsfall zB) gibt ist die Wehrpflicht überflüssig.

Die Politiker wollen leider sparen. Paradoxerweise haben sie natürlich immer genug Geld zur Erhöhung ihrer Diäten.

sollen sie mal ihr Lohn etwas senken, dann haben wir auch mehr geld :D

z.B. LAndwirte arbeiten 1000x so viel wie die fein angezogenen Leute die ja immer bei allem so Recht haben.

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an anderer Stelle schadet das Geld noch viel weniger (nur dass es dank unserer wunderschönen wespenregierung nicht da ankommt, wo es sollte -.-)

sie wär ungerecht, weil eh nur jeder 3. Eingezogen wird und das sind die deppen. Drückeberger gabs früher schon, aber um zu sparen und weils zu viele Soldaten gab, wurde nur jeder dritte eben eingezogen.

Na, Bundeskanzler Schröder weiß, wos langgeht (drückebergermäßig).

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war wohl zu teuer -da finanzieren wir lieber in griechenland bis uns schlecht wird !

Ne ordentliche Ohrfeige schadet dir auch nicht, würdest du aber auch nicht gern haben wollen oder?

Ne Ohrfeige ... (ausser von Lehrern) nie gekriegt. Bisher jedenfalls. Wenn mir eine eine geben will ... Echo kommt. LG

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Weil Wehrpfilcht sinnlos ist ! Vergeudete Zeit, Kanonenfutter für den Staat und sterben für was ? Absoluter Schwachsinn. Kennste den Spruch : Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin ? Mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Wer zur Bundeswehr geht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen (meine persönliche Meinung)

warte mal ab... du weist garnicht wie schnell es geht. Und dann was machst du dann ? Wenn mal irgentein Psycho kommt und Krieg anzettelt haben wir keine Soldaten mehr.

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Ist eine schöne Antwort und entspricht auch voll meiner Meinung. Aber zur Abschaffung hat das nicht beigetragen. Da ging's einzig und allein um Geld. Wie immer.

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Kanonenfutter ... für den Staat? Sterben? Spruch von mit dagegen: Haste mal zusammen mit Kameraden gelebt, haste gelernt: Kameradschaft. Sonst lernste das nicht. Hans

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@Hansemaenner

Warum hast Du keinen Zivildienst geleistet ? Die Soldaten raffen es scheinbar immer noch nicht, daß der eigentliche "Krieg" in den Köpfen der machthabenden Politiker stattfindet, die euch (im Ernstfall) an die Front schicken (wo ihr um euer Leben kämpfen müsst, denn Fahnenflucht wäre ja strafbar) , - selbst aber im sicheren Bunker sitzen oder in ihrer von etlichen Leibwächtern bewachten Villa.

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@Hansemaenner

@Hansemaenner Im Krieg gehts nicht darum, dass du für dein Land stierbst sindern dass der Feind für seins stirbt.! ;)

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Seh ich nicht so, die Wehrzeit war mit eine der schönsten im Leben. Viel Spass, Kameradschaft, dauernd in der Natur, super Fitness und herumballern hab ich auch noch dürfen...

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also in Österreich gibt es die Wehrpflicht (leider) noch..

Die brauchen das! Sind ja total eingezingelt! Berlusconi ist nicht gut auf die zu sprechen. Da braucht man schon noch die Wehrpflicht, nicht wahr?

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@Praline

Du denkst doch hoffentlich nicht ernsthaft an einen Krieg INNERHALB der EU??? ^^

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Weil Deutsche Feiglinge sind,deswegen!Weil jeder deutsche Politiker ein Feigling ist,deswegen!Weil jeder deutsche Bundestagsabgeordnete,der für die Beendigung der Wehrpflicht gestimmt hat,einfach verdammt nochmal zu FEIGE ist,um sein Land zu verteidigen,DESWEGEN!!!Meiner Meinung nach ist jeder Mann,der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt und nicht zum Militär geht,ein verdammter Feigling!Zu Feige,um für sein Land mal ein paar Monate eine Uniform zu tragen!

Weil heute sowieso jeder zweite untauglich wäre.

Oh ein bisschen zu klein, du bist raus

Ach du wiegst ein bisschen zu wenig, du darfst auch wieder heim...

da hast du schon recht !

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