Warum gibt es keine große Panikmache in den Social Communities und Medien, nachdem gerade in Kabul eine vielfach größere Anzahl von Menschen gestorben sind?

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15 Antworten

Hallo kurzerphilosoph.

Ich fand das schon immer eine Farce.

Wenn es nah genug ist, macht man sich plötzlich Gedanken. Jeden Tag verhungern auch Zehntausende, viele davon sogar Kinder.

Wo bleibt da die Solidarität? Daran siehst Du ja schon, dass es nur geheucheltes Mitleid ist, sonst nichts. Habe mal einen Fernsehbeitrag gesehen, indem es hieß

"....Mord, Vergewaltigung, etc. waren nicht ungewöhnlich...."                     

ETC? Hab mich damals schon über Et Cetera aufgeregt, was herabstufenderes gibt es für Angehörige wohl kaum. Klar, soviel Mitgefühl kann man gar nicht haben, weil es so viel Leid täglich gibt.

Aber etc. oder "Es waren 4(!!!) Deutsche unter den Opfern" ist einfach nur verachtungswürdig und letzteres auch rassistisch.

Wollte mir zwei Shirts bedrucken lassen. Eins mit etc. etc. etc. und eins mit Je suis not just one single stupid Anschlag.

Mach' Dir nichts draus, so ist die ignorante Menschheit eben, LG.

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Kommentar von kurzerphilosoph
23.07.2016, 19:22

Sehr gute Argumentation.

Wenn in einem Anschlag tausende Menschen, unabhängig der Nationalität, ums Leben kommen, fragen sich die deutschen Medien erstmal, wieviele darunter Deutsche waren. Sind wir kein buntes Multikulti-Gesellschaft? Darf in einer solch, freien und offenen Gesellschaft eine derartige Frage auch nur gestellt werden?

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Das liegt vorwiegend an der Berichterstattung.

Ich habe es z.B. auch fast übersehen, weil es lediglich ein kleiner Artikel unter zahlreichen, umfangreicheren zum Münchner Attentat war...kurzum - es wird halt nicht ausgeschlachtet, also wird auch nicht groß drauf reagiert.

Hätte es München nicht gegeben, hätten die Medien Kabul wahrscheinlich zur Sensation des Tages gemacht und die Leute hätten ihre Betroffenheit dazu geheuchelt.

Für mich macht es nicht wirklich einen Unterschied - ich stelle fest, das ich bezüglich irgendwelche Attentate mehr und mehr abstumpfe. Es passiert so viel in der letzten Zeit, das ich schon nicht mal mehr überrascht bin.

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Zu weit weg, betrifft nicht das mehr oder minder direkte Umfeld oder Urlaubsziele der Deutschen - und ist ein Land, das seit über 30 Jahren immer wieder von verschiedenen Seiten in einen Krieg verwickelt wird, von daher empfindet man es wohl eher als "normal".

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Der Umfang an emotionaler Betroffenheit gegenüber solchen furchtbaren Ereignissen bestimmt sich nicht durch die Anzahl der Opfer, sondern durch die regionale Nähe der Verbrechen!

Daher erregen in Deutschland und Europa die Anschläge in Nizza und München die Menschen mehr als der (beinahe zeitgleiche) Anschlag in Kabul.

Eine Wertung ist damit nicht verbunden. Auch wurde der Anschlag von Kabul in den Medien nicht unterdrückt, sondern es wurde über ihn das Notwendige berichtet. Auch diese völlig sinnlosen Opfer religiös-ideologischen Wahns haben das Mitgefühl aller anständigen Menschen, sowie auch die Mörder den Abscheu!

MfG

Arnold

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Weil ich in München lebe, öfters in dem McDonalds einkehre, vor dem das Attentat begann und mir vorstelle, mich hätte das erwischt.

Bei allem Verständnis für die verworrene Situation in Afghanistan: wie soll ich das vergleichen?

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befinden wir uns in Kabul? Haben wir eine besondere Beziehung zu Kabul? Verbindet uns eine besondere Vergangenheit zu Kabul? Hast du viele Freunde in sozialen Netzwerken die aus Kabul sind?

Freunde trauern umeinander und fühlen stärker mit Freunden mit als mit und um Wildfremde/n.

Das betrifft einzelne Personen, wie ganze Länder.

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Kommentar von Apfelkind86
23.07.2016, 19:45

Ich habe auch keine Freunde in Paris, Brüssel oder München.

Also kann mir das jetzt sch*egal sein?

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Kommentar von Askomat
23.07.2016, 20:11

Was sind denn das für Fragen? Haben die Menschen in Kabul den gleichen Wert wie in Paris ?

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Das ist ganz einfach zu erklären.

1. Liegt dieses Land weit entfernt von Europa, d.h. die Leute affektiert es nicht so stark, wie beispielsweise die Terroranschläge in Paris oder in München. Es ist einfach zu weit weg und die Leute schert es einen Dreck.

Anmerken möchte ich aber, dass die Anschläge hier in Europa die Leute auch nicht so stark zu stören scheinen. Klar, manche fühlen ihre Pflicht erfüllt, wenn sie ihr Facebook-Profilbild heuchlerisch mit einer Fahne des betroffenen Landes überziehen aber wirklich interessieren tun sich wohl auch die wenigsten dafür, wenn es nicht gerade vor der eigenen Haustüre knallt.

2. Ist Kabul bzw. Afghanistan schon seit längerer Zeit ein Krisenherd. Da ist man an so etwas schon gewöhnt. In Europa noch nicht.

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Kommentar von kurzerphilosoph
23.07.2016, 19:27

Wenn es in Europa zur Gewohnheit werden sollte, denkst du, dass der ganze mediale Aufschrei und Quatsch zum Stillstand kommt?

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Traurig aber wahr ... für die meisten Europäer ist das leben von Menschen aus dem nahen Osten nichts wert.... die interessieren sich nicht dafür wenn 1000 Araber sterben aber wenn 1 deutscher erschossen wird, drehen sie durch und machen eine Schweigeminute.......

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Weil Deutschland keine wichtigen politischen oder wirtschaftlichen Beziehungen zu Kabul hat

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Kommentar von kurzerphilosoph
25.07.2016, 17:59

... deshalb sind die Menschen dort nichts wert, nicht wahr?

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Kommentar von Stellwerk
25.07.2016, 19:37

Keine wichtigen politischen Beziehungen??????? Abgesehen von 13 Jahre Stationierung von Bundeswehrsoldaten....

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Da hauen sich nur die Islamis gegenseitig ein paar auf die Ohren.
Besser dort als hier.
Das war keine besonders gute Idee, dieses "wir verteidigen die Freiheit am Hindukusch" von SPD/Grüne.

Was der Islam ist wissen die Islamis selbst nicht.
"Wir" sind weder Islam, moch gehört der zu Deutschland.
Christen und Islamis sind nicht koalitionsfähig.

Die können nicht und "wir" wollen nicht.

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Man kann nicht ununterbrochen wer sein, schon die Bekundung "ich bin Charlie sowieso" war schon recht eigentümlich.

Kommt hinzu, dass hierzulande eine übermäßige Eurozentriertheit vorherrscht, wozu noch die USA als Einwanderungsland zählen.


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Kommentar von kurzerphilosoph
23.07.2016, 19:35

Müsste eine neutrale Solidarität nicht "Ich bin Mensch" heißen, um einen universellen Anspruch zu bewerkstelligen, dass sich nicht auf bestimmte Nationalitäten beschränkt?

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Weil die Leute nicht logisch denken können.

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Das ist doch nur normal?

Wenn deine Familie bei einer Veranstaltung ist und es passiert ein Unglück, dann fragst du auch erst danach, ob deine Familie betroffen ist und atmest auf, wenn es nicht so ist.

Subjektiv sind nicht alle Menschen gleich wertvoll! Objektiv schon!

Das ist voll normall!

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Wenn in der Toillette was braunes liegt, ist es doch ganz normal. 

Liegt aber im Wohnzimmer was braunes, dann sollte man drüber reden...

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Warum sollte man sich solidarisieren? Etwa 3/4 aller muslimischer Gewalt betrifft andere Muslime. Ich persönlich habe nichts dagegen, wenn sich Muslime gegenseitig ausrotten, aber sie sollen das gefälligst in ihren Ländern tun.

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