Warum gibt es keine Flussigsalzreaktoren mit Thorium?

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2 Antworten

Ein Thorium-Reaktor wurde in Deutschland, genauer in Hamm, bereits gebaut und 1983 in Betrieb genommen, THTR-300. Der weltweit größte Trockenkühlturm für dieses KKW hat mich immer fasziniert. Wandung dünner als eine Eierschale im Verhältnis.

Das Projekt war allerdings ein finanzielles und technisches Debakel, 1989 wurde der Reaktor stillgelegt, letztlich auch ein politisches (die USA wollten nicht mehr liefern), denn der Reaktor produzierte waffenfähiges Uran. So weit ich mich erinnere, wäre der Reaktor beinahe auch durchgegangen, wie in Tschernobyl. 

Unsere Firma hat Ventile für den Reaktor geliefert und die Entwicklung habe ich damals interessiert verfolgt.

Mehr Info hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk\_THTR-300

Soweit zu Deiner Frage, dass nur Uran-KKW gebaut wurden/werden. Mit dem Schnellen Brüter war auch ein anderer Kraftwerkstyp gebaut worden, der allerdings nie in Betrieb ging. Die Pleite war noch schlimmer.

Mit Flüssigsalzreaktoren kann ich nicht so richtig was anfangen. 

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Hallo Chilloma

Die sind in der Tat ziemlich sicher, kommen aber viel zu spät !

Wer bereits ausgestiegen ist, der wird nicht wieder mit Thorium-Reaktoren einsteigen und wer andererseits eine umfangreiche Infrastruktur für herkömmliche KKW's besitzt, der wird seine aktuellen Kraftwerke deshalb nicht einmotten.

Wenn man bedenkt, daß es für die heutige KKW-Dichte in Frankreich 50 Jahre gebraucht hat, dann ist nicht vor weiteren 50 Jahren mit deren Ersatz durch Thorium-Reaktoren zu rechnen.

Andererseits sind in 50 Jahren wohl wirklich Fusionsreaktoren endlich einsatzbereit sind und mit deren Sicherheit und vor allem Effizienz können Thorium-Reaktoren nichtmal ansatzweise konkurieren.

Gruß

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