Warum gibt es keine digitalen Kassenzettel?

3 Antworten

Mal abgesehen davon, dass es in Sachen Datenschutz dabei einiges zu klären gibt wäre da noch die rechtliche Frage, ob ein digitaler Kassenzettel als Beleg gelten kann. ūü§Ē

Anyway: Solche digitalen Zettel wären auf jeden Fall haltbarer als die schnell verbleichenden Thermopapier-Drucke. ...vielleicht sogar ökologischer....

Datenschutztechnisch sehe ich da keine Probleme.
Und ökologischer ist es auf jeden Fall. Das nfc-Terminal steht ja sowieso schon da.

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@fahrradrot

Naja, es wäre etwas blauäugig davon auszugehen, dass der Datentransfer des Kassenzettels nur via nfc "anonym" stattfindet. Dazu ist das Protokoll einerseits nicht gemacht - andererseits wollen Firmen gerne so was zentral abspeichern um Deine Einkäufe (längerfristig) zu speichern - und sei es nur, um Dir "bessere" Werbung/Angebote zukommen zu lassen.

Wenn dann müsste es nach einer nfc-Kontaktaufnahme auf Bluetooth o. ä. zum Datentransfer umschwenken. Spätestens dann kann man zumindest die MAC-Adresse tracken.

In der Art und Weise, wie zu erwarten ist, wie es Firmen umsetzen würden, wäre es ein Datenschutzthema.

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@mchawk777

Nfc ist auf wenige Centimeter beschränkt. Jemand der neben mir steht, könnte den Bong also mitlesen. Bei einem Papierbong kann mir aber auch einfach jemand über die Schulter schauen und mitlesen.
Oder noch einfacher: Jemand könnte gucken, was in meinem Einkaufskorb liegt.
Auf einem Kassenzettel stehen doch keine Daten, mit denen jemand etwas anfangen kann.

andererseits wollen Firmen gerne so was zentral abspeichern um Deine Einkäufe (längerfristig) zu speichern

Was wollen die da Abspeichern? Zahlungen via Apple Pay / Google Pay sind anonym.

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@fahrradrot

Anonym bezahlen geht nur mit Bargeld - ansonsten bekommt der Empfänger immer auch Daten vom Absender.

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@fahrradrot
Was wollen die da Abspeichern? Zahlungen via Apple Pay / Google Pay sind anonym.

So allgemeingültig, wie Du das ausdrückst, stimmt das nicht.
Abgesehen davon: Sobald Du eine LAN/WLAN/Bluetooth-Verbindung zwischen Kassensystem und Endgerät hast bist Du nicht mehr nicht anonym - im günstigsten Fall pseudonym.

Bei ApplePay und GooglePay wissen alle bis auf den Händler, wer Du bist.
Außer dem Händler und Dir weiß niemand, was Du gekauft hast.
Sobald Du aber über Apple/Google die Kassenzettel übermitteln lässt löst sich das in Luft auf.

Anonym bezahlen geht nur mit Bargeld - ansonsten bekommt der Empfänger immer auch Daten vom Absender.

Korrekt - Die Zahlungsdienstleister wissen natürlich wer an was wie viel bezahlt.
Sie wissen halt nicht, welche Produkte/Dienstleistungen auf dem Kassenzettel stehen.

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@needlewitch

Nein. Bei Apple Pay / Google Pay weiß der Empfänger nicht wer bei ihm einkauft.

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@mchawk777

Wenn der Kassenzettel per nfc als simpler Text emittiert wird, weiß der Verkäufer immer noch nicht, wer ich bin.

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@fahrradrot

Mag sein - diese Art von Übermittlung wird m. E. n. aber nicht passieren.
Dafür sind die Meisten zu datengeil. ūüėČ

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@fahrradrot

Mag sein, aber dafür weiß Apple/Google wo und wann du was eingekauft hast...

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@needlewitch

Bei Apple ist auch das nicht der Fall. Bei Google weiß ich es nicht.

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  1. also bei Farm2Table in Malmö (Schweden) gibt es sowas... man muss allerdings seine eMail-Adresse von Hand eingeben... jedenfalls wenn man noch Android 4.4.4 auf nem E4g benutzt...
  2. warum die eMail-Adresse nicht auf der Kreditkarte hinterlegt ist, weiß wohl niemand so richtig... LOL
Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Hallo fahrradrot,

solche Systeme gibt es bereits.

Für die Supermarkthersteller geht es dabei aber anhand von: "Angebot bei Nachfrage".

D.h. weil bis jetzt kaum Leute einen Digitalen Kassenzettel haben wollen, wird dieser auch nicht angeboten. Bzw. nur in ganz wenigen Einzelhandelsläden.

Ben

Woher ich das wei√ü:Beruf ‚Äď Informatikkaufmann

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