Warum gibt es keine Blackbox bei Autos...?

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7 Antworten

Liebe(r) Mondlichtlein

Die Blackbox im Auto ist bei den allerneusten Modellen längst Wirklichkeit. Ein eigentlicher Voice-Recorder hingegen ist noch nicht vorhanden.

Die Hersteller hängen dies allerdings nicht an die "grosse Glocke". Die Daten können auch nicht durch jedermann ausgelesen werden, nur die Hersteller selber und eventuell die Importeure haben die Software dazu.

Das ganze hat einen rechtlichen Aspekt. Die Daten gehören dem Kunden und sie dürfen nur auf einen richterlichen Befehl hin an Dritte ausgeliefert werden.

Technisch gesehen ist die Sache recht einfach. Die vielen Assistenzsysteme (A.B.S, Antischleuderprogramme, Airbags, Spurhalteassistent, Kollisionsbremssysteme usw. in modernen Autos benötigen unzählige Sensoren, die die Geschwindigkeit, die Funktionen der Lenkung, der Bremse und die dreidimensionalen einwirkenden Kräfte ermitteln. Selbst Sprachbefehle an das original eingebaute Navigationssystem werden aufgezeichnet.

Die Ergänzung im zentralen Steuergerät mittels einer Speichervorrichtung waren also mit keinerlei grossen Investitionen verbunden, das Ganze hat sich mehr oder weniger aufgedrängt.

Für die Hersteller selber ist dies nicht ganz uninteressant. Einerseits ist es für die markeneigene Unfallforschung sehr sinnvoll, andererseits kann so bewiesen werden, wenn Kunden durch Falschbedienungen Schäden verursacht haben und nun Garantie einfordern.

Das "Big Brother is watching you" ist also auch im Auto längst Wirklichkeit geworden, nur weiss es niemand.  

Es grüsst Dich

Tellensohn  

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Also die Idee dazu hätten bestimmt schon Viele gehabt, aber die Umsetzung ist fast nicht möglich.

Bei neueren Fahrzeugen ist es schon möglich Fehlfunktionen auszulesen, ich halte es sogar für möglich vom Fahrzeugführungsrechner ggf noch Einiges mehr rausholen zu können.

Bei Autounfällen ist dies aber meist völlig unnötig weil eigentlich immer nachkonstruiert werden kann warum es passierte, bei Flugzeugen sieht es da anders aus. Eine Aufzeichnung des Tons im Fahrzeug wäre ein zu tiefer Einschnitt in die Privatsphäre der Menschen und daher gar nicht durchsetzbar. Gewöhnlich gibt es auch Jemanden der gefragt werden kann was passierte.

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Die Technik gibt es, nennt sich Unfalldatenspeicher. Einen Eingriff wie von dir beschrieben wird das System allerdings nicht nachweisen können - da wird allenfalls aufgezeichnet, wie das Lenkrad wann bewegt wurde - aber nicht von wem.

Weitere Informationen finden sich z.B. in der Wikipedia.

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Nehmen wir mal an, eine solche Box kostet incl. Einbau 300,-
Bei 45 Mio Kfz in der BRD wären das Gesamtkosten von rund 13,5 Mrd Euronen.

Jetzt musst du begründen, welcher Nuzten einen so hohen volkswirtschaftlichen Preis rechtfertigen würde.

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Gibt es. Aber als Handy App für das iPhone und zwar „Tacho – Free - Alarme bei Geschwindigkeit mit HUD, Karte und GPS Black Box“ von Stanislav Dvoychenko
https://appsto.re/de/NmhqH.i  

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Es ist bei einem Autounfall bei weitem einfacher, den Hergang des Unfalls zu rekonstruieren als bei einem Flugzeugabsturz.

Aber selbst wenn im PKW eine Blackbox wäre, bei einem tödliche Unfall wäre es für die Beteiligten sowieso egal. Die brauchen die Blackbox dann sowieso nicht mehr.

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Autounfälle passieren zu 90% wegen Menschlichen versagens. D.h. es müssten in jedem Auto Kameras u. Mikrofone eingebaut werden die dich dauerhaft aufzeichnen.

Danke, nein. Ist ja schon schlimm genug dass mein Handy gesundheitsdaten an meine Krankenkasse weiterleiten könnte. Wenn dann aber deine Autoversicherung von deinem Fahrstil mitbekommt, uff :P

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