Warum gibt es kein asthmaspray in Apotheken rezeptfrei?

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5 Antworten

Weil β2-Sympathomimetika wie Salbutamol oder Formoterol das Risiko von erheblichen Nebenwirkungen haben wie z.B. Zittern (Tremor), Kopfschmerzen, Herzklopfen (Palpitationen), Übelkeit, Schwitzen, Unruhe, Schwindel, Störungen des Geschmacksempfindens, Missempfindungen im Mund und Rachenbereich, Herzrasen inkl. Herzrhythmusstörungen, Muskelkrämpfen, Husten, Kalium-Mangel im Blut sowie Anstieg des Blutzuckerspiegels und der Konzentration von Insulin, freien Fettsäuren, Ketonkörpern und Glycerol im Blut.

Und weil die Anwendung bei einigen Erkrankungen kontraindiziert ist, z.B. bei schweren Herzerkrankungen, schwerer oder unbehandelter Hypertonie (Bluthochdruck), bei der Behandlung mit Herzglykosiden (Arzneimittel zur Behandlung von Herzschwäche), bei Aneurysmen (krankhafte Ausweitungen der Gefäßwand) oder Hyperthyreose (Überfunktion der Schilddrüse) sowie bei schwer kontrollierbarem Diabetes mellitus und 
Phäochromozytom (bestimmte Erkrankung des Nebennierenmarks).

Kurz: Weil es ziemlich viele Fälle gibt, in denen ein Asthmaspray mehr schadet als nutzt, wird es nur gegen Rezept abgegeben.

Weil Asthmasprays Nebenwirkungen haben und in bestimmten Fällen nicht eingesetzt werden dürfen.

Alle Medikamente, die schädlich sein können, wenn man sie nicht korrekt anwendet, unterliegen in Deutschland der rezeptpflicht. Asthmasprays gehören zurecht dazu.

Weil es zu den verschreibungspflichtigen Medikamenten gehört - Asthmaspray enthält z.B. Cortison. Nicht jeder kann "einfach so" bestimmte Medikamente kaufen.


Nebenwirkungen und Abhängigkeit

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