Warum gibt es in USA noch ein Zwei-Parteien-System?

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9 Antworten

In den USA gibt es viele Parteien, allerdings ist das Wahlsystem so aufgebaut, dass im wesentlichen nur zwei Parteien existieren können. Allerdings gibt es z.B. in Alaska einen parteilosen Gouverneur, in Richmond sogar eine grüne Bürgermeisterin. In Pennsylvania konnte sich der konservative Jim Clymer (Constitution Party) im Senatswahlkampf 2004 immerhin gegen den US-Senator Arlen Specter (R) durchsetzen. 

Zumindest auf kommunaler Ebene gibt es also durchaus Konkurrenz für die beiden großen Parteien. 

Grundsätzlich repräsentieren mehr Parteien in einem Parlament ein größeres politisches Spektrum ab.

Die zwei großen Parteien der USA umfassen irgendwie alle poltischen auswüchse. Demokraten von links-(liberal) bis zentrum und Republikaner vom Zentrum bis rechts außen.

Auf Bundesebene gibt es tatsächlich nur die Demokraten und Republikaner (und die Parteilosen).

Auf Ebene der Bundesstaaten sieht das ganze nicht sehr viel unterschiedlicher aus: Obwohl es eine Vielzahl an poltitschen Parteien gibt die viele Formen von Poltitsche Orientierung abdecken, spielen die in der Legislative der Bundesstaaten keine bedeutende Rolle.

Das liegt auch daran das die etablierten Parteien auf Ebene der Bundesstaaten eigene "Tochterparteien" besitzen. Ein Beispiel dazu: Im Staat Kalifornien gibt es die California Democratic Party und die California Republican Party.

Da die "Tochterparteien" auf Ebene der Bundesstaaten flexibler sind ihr Wahlprogramm den Bedürfnissen der Bürger dieser Staaten anzupassen, gibt es keinen Bedarf nach weiteren politischen Parteien.

Das ist ein Erklärungsansatz es gibt natürlich auch zahlreiche andere Gründe.

Lg, Anduri87

Es gibt da wohl mehrere Gründe, warum es in den USA nur ein 2-Parteiensystem gibt, einer davon ist der, dfass es in den Staaten fast nie eine größere eigenständige Arbeiterbewegung mit enstprechender Tradition gab noch gibt. Also hat die es auch nicht zu einer nennenswerten eigenen Partei geschweige Parteien gerführt.

Sorry,  aber in den USA gibt es (übersetzt) auch die Grünen, die Linkspartei und auch eine FDP. Nur eben wird diese von der Bevölkerung kaum gewählt und du du solltest dir nicht das Recht herauszunehmen, dies als Mangel an Demokratie anzusehen. Wenn die US Bürger mit der Politik der Demokraten und Reps einverstanden sind, ist das doch deren Entscheidung.

Ross Perot trat 1992 als parteiloser Kandidat zum Präsidentenamt an und erreicherte irgendwas mit um die 20%. So un-demokratisch sind die USA also nicht. Wie du erkannt hast, gab es bei uns auch lange nur 3 Parteien und die FDP war der "Königsmacher" War auch nicht sehr demokratisch.

realsausi2 22.12.2015, 09:06

auch eine FDP. Nur eben wird diese von der Bevölkerung kaum gewählt

So wie hier auch. ;))

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Ontario 22.12.2015, 09:21

Schade, dass die FDP bei uns so eingebrochen ist und kaum mehr wahrgenommen wird. Durch die Möglichkeit bei uns, dass Parteien koalieren können, heisst das noch lange nicht, dass auch die Partei , welche die meisten Stimmen auf sich vereinbaren kann, später auch die Regierung bildet, wenn bei der Wahl keine absolute Mehrheit herauskommt. Um die Macht zu erhalten werden Parteien mit ins Boot genommen, mit denen man ansonsten nichts oder nur wenig am Hut hat. Die FDP war früher das Zünglein an der Waage. Man hatte die CDU/SPD und die FDP. Das reichte völlig aus. Heute haben wir die in mittelalterlichem Gedankengut verirrten GRÜNEN. Zusätzlich die kommunistische LINKE und werden wahrscheinlich eine weitere Partei, nämlich die AfD im nächsten Bundestag sitzen haben. Je mehr Parteien, umso mehr Ausschüsse. D. h. es wird damit immer schwieriger etwas durchsetzen zu können, was notwendig wäre. Ob das zum Wohle des Volkes gereicht, ist eher zu bezweifeln. Bestes Beispiel sind die Kriegseinsätze der Bundeswehr in 16 Staaten. Da wird sinnlos Geld in Milliarden verschleudert. In Afghanistan wird die Anzahl deutscher Soldaten jetzt auch noch erhöht,obwohl die Taliban längst wieder auf dem Vormarsch sind. Man erkennt eben die Sinnlosigkeit solcher Einsatze nicht.

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Jewi14 22.12.2015, 09:26
@Ontario

Das ist deine Meinung und natürlich  stehe ich sie dir zu. Auf der anderen Seite, ich weiß jetzt nicht, ob es wirklich vom Vorteil ist, wenn nur 2-3 Parteien im Bundestag sitzen. So viel Klüngelei und Absprache sind dann möglich. Damals die Notstandsgesetze, ich weiß nicht, ob die in der heutigen Seit mit 4-5 Parteien so noch möglich sind und ob das nicht doch besser ist.

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uyduran 22.12.2015, 20:38
@Ontario

@Ontario: Die FDP ist ja nicht ohne Grund eingebrochen. Sie hatte vorher ja kläglich versagt. Und das ist auch gut so, denn der irrsinnige und asoziale Neoliberalismus hat durch Union und SPD sowieso schon zu viele Befürworter.

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Es gibt in den USA mehr Parteien. Nur haben sie durch das Mehrheitswahlrecht in der Praxis wenig Chance auf Mitbestimmung. Ausserdem ist die Persönlichkeitskomponente wesentlich größer als in Deutschland oder Österreich.

Ich denke nicht, dass es so ist, denn praktisch herrscht auch in Europa ein Zwei-Parteien-System. Nur dass es eben typisch für Linke ist, sich zu zersplittern. Meist gibt es überall eine starke konservative Partei und eine vereinigte Linke, die zwar in verschiedensten Parteien präsent ist, jedoch sich eben einfach zusammenschließt.

Nur wenn die konservative Partei deutlich gewann, jedoch nicht alleine regieren kann, kann es zur großen Koalition kommen. Ansonsten eben Rot-Grün, Rot-Rot-Grün, Rot-Rot-Grün-Lila, Rot-Rot-Grün-Lila-Rosa usw. Von der Mitte angefangen und notfalls bis ans extreme linke Ende durchgegangen, je nach Bedarf.

Das ist in Spanien auch nicht anders. Dort ist eben jetzt die PSOE (SPD) mit Podemos (Die Linke) am überlegen, ob sie sich ggf. das Fähnchen im Winde Ciudadanos (FDP) mit an Bord holen soll oder dafür 2 weitere linke Parteien, die eben nötig wären um die parlamentarische Mehrheit zu erlangen.

Der meist gewählten PP (CDU) bleibt dagegen nur, eine große Koalition einzugehen oder es mit einem Bündnis aus PP (CDU), GL-CDC (CSU; Katalonien) und Ciudadanos (FDP) auf eine instabile ungefähr-Mehrheit ankommen zu lassen, wohlwissend, dass die Linke, die in 6 Parteien zersplittert ist, auch nie einig wird und sich selbst zerfleischen wird (zwischen Realos und Fundis).

Es bleibt spannend. Das Ende des 2-Parteien Systems? Wenn PP + PSOE oder CDU/CSU + SPD doch eine bequeme 2/3-Mehrheit haben und Macht über Staatsinteressen stehen, kann davon keien Rede sein.

Für die Zwei-Parteien gab es im laufe der Jahre schon viele konkurenten. Zum beispiel der Parteilose Ralph Nader oder die Green Party. 1992 bekam der Milliardär Ross Perot immerhin 18% Im 19. Jahrhundert gab es viele Präsidenten von anderen Parteien, als Demokraten und Republikaner. In mehreren US-Staaten gibt es parteilose Gouverneure und mit Bernie Sanders, gibt es sogar einen parteilosen Senator.

Gambler2000 22.12.2015, 11:06

Im Kabinett Carter war der Vize-Präsident von der Farmor-Labour Party.

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Wenn das reine Mehrheitswahlrecht zugunsten eines Verhältniswahlrechts bzw einer Mischung aus beiden Systemen wie bei uns geöffnet und reformert wird.

Interessant für alle Anhänger von "mehr dierekte Demokratie", dass dieses reine Mehrheitswahlrecht als demokratisch defiztär aufgefasst wird. :-)


Wer die meißte Kohle hat kann mitreden in diesen Staat.Die driite Partei wäre Dagoberts Tuck Tales .

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