Warum gibt es in Syrien Bürgerkrieg? Bzw. Was hat Assad falsch gemacht?

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12 Antworten

Die Bevoelkerung in Syrien nahm sprunghaft zu. In Folge erhoehte sich die Arbeitslosigkeit, sprich, die Anzahl der Unzufriedenen nahm zu.

Es kam zu Protesten, wie sie sie ueberall in der Welt anzutreffen sind.

Diesen Zustand nutzte der CAI aus, um mit bezahlten Legionaeren diese Unzufriedenhet eskalieren zu lassen. Ob im Hintergrund noch eine Erdoelleitung mit daran Schuld war, die Assad nicht genehmigte, ist ein weiterer Grund.

Der unselige Aufruf der USA "Assad muss weg", war der Anfang der kriegerischen Auseinandersetzungen. Mehrere Terrorgruppen bildeten sich heraus, von moderaten Rebellen und von abtruennigen syrischen Soldaten war fortan die Rede. In dieses Vacuum erstaerkte der IS mit allen bekannten Folgen.

Assad ist bemueht wieder Ruhe und Ordnung in seinem Land herzustellen.Als gewaehlter Repraesentant holte er sich Russland zur Hilfe.

Dieser Zustand haelt an, leider ist der Mainstream so, Ursache und Wirkung wird bewusst ignoriert, die wahren Verursacher fuehlen sich nicht schuldig an dieser Katasstrophe. 

berkersheim 24.02.2017, 12:44

Es gibt nicht die eine Ursache. Wie "soissesPDF" zeigt, liegen viele Gründe früher, weil unterschiedliche Stämme und Clans in einen Staat gesteckt wurden. Von daher war immer Unruhepotential da. Dazu kam, dass die Assads (schon sein Vater) sich eher mit der UDSSR und später Russland gehalten haben und mit dem Niedergang der UDSSR rochen die USA die Möglichkeit, sich dieses energiereiche Gebiet (nicht nur Syrien) in ihren Herrschaftsbereich einzuverleiben, gestützt auf die Saudis, die da kräftig gegen den Iran mitmischen.

Aus landesinternen Konflikten wurde dann schnell von außen ein Stellvertreterkrieg angezettelt, den vor allem z.B. die alten christlichen Konfessionen bezahlen, ohne dass vom angeblich christlichen Westen irgendeine Unterstützung kam. Im Gegenteil, die USA haben mit den islamisch-wahabitischen Saudis islamistisch-sunitische Fundamentalisten unterstützt, die dort mit Gewalt alles Nichtsunitische ausgerottet haben. Diese kulturlosen fundamentalistischen Horden waren dann in unserer Presse die Repräsentanten westlicher Demokratie.

Das war dann der Durchmarsch von US-Kriegspropaganda in unseren Medien. Seit 2013 haben in Syrien die USA, (die Saudis werden kaum genannt), Frankreich und England die "guten Bomben" abgeworfen, zur Unterstützung der sunitischen Fundamentalisten ohne große Empörung im Westen. Als dann Putin entschieden hat, die russische Karte zu spielen und nicht widerstandslos den Amis altes Einflussgebiet zu überlassen, fielen dann die "bösen russischen Bomben", begleitet von einer aufgeputschten Empörung. Mit dem Eingreifen des Iran und der Türkei hat sich die Gemengelage noch mehr verkompliziert.

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zetra 24.02.2017, 13:54
@berkersheim

Ich stimme da voll mit. Die Berichterstattung aus diesem Gebiet, schreibt ja einmal die brutale Seite eines Krieges, Aleppo u.A. weil dort die Terroristen sassen, die der Westen hofierte. Grausame Bilder waren dabei, allerdings nicht die, die von diesen Leuten gemeuchelt wurden.

Mossul u.Co. hier kaempfen die Iraker, meinetwegen noch Tuerken, sehr moderat, es gibt keine getoeteten Zivilisten, es ist eine Freude wie ein Krieg gefuehrt werden kann.

Wenn es nicht so ernst waere, muesste man schmunzeln. Allerdings tauchen dann hier Fragen von Schuelern auf, die genau das alles als bare Muenze sehen. Verkehrte Welt, man koennte schreien.

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zetra 25.02.2017, 17:22

Robo, danke fuer den Stern, weiter so.zetra.

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Hallo,

in Syrien gibt es keinen Bürgerkrieg.

Am Anfang sollte es wieder ein normaler Regmine Change in amerikanischer Tradition werden und mittlerweile ist es ein Stellvertreterkrieg zwischen, grob gesagt, Russland und den USA.

Hier wird er nur Bürgerkrieg genannt damit die Bevölkerung denkt das dort das freie Volk gegen ihren Unterdrücker kämpft. Klingt einfach besser als wenn man schreiben würde das Assad weg soll weil er den wirtschaftlichen Interessen der USA im Weg steht.

Mfg

thetee99 24.02.2017, 14:11

Und das Assad seine eigene Bevölkerung mit Giftgas und Bomben angreift (offiziell natürlich nicht bestätigt), um die Sunniten zu vertreiben, spielt dabei keine Rolle? Seine aggressive Unterdrückung der sunnitischen Mehrheit hat jedenfalls gereicht, damit sich Teile der Bevölkerung als Mudschaheddin gegen ihn auflehnten. Sie haben die syrischen Regierungstruppen aus syrischen Bezirken vertrieben, welche dann vom IS als Drittbrettfahrer aus dem Irak einfach besetzt wurden. Der IS wiederum gilt als eine sunnitische Miliz die im Irak nach der US-Invasion und der Zerschlagung des schiitischen Saddam-Regimes entstanden ist.

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W4hrheitsf1nder 24.02.2017, 14:24
@thetee99

Dafür gibt es keine Beweise, insofern aktuell nicht mehr als Propaganda des Westens. Jedenfalls nicht für Giftgas und das auch Bomben unabsichtlich Zivilisten treffen ist in jedem Krieg normal.

Rein von der Logik macht das auch keinen Sinn denn warum sollte er seine eigene Bevölkerung umbringen die mehrheitlich hinter ihm steht? Wenn er das macht füttert er doch den Zustrom zu den Terroristen in seinem Land und die will er vertreiben und nicht stärken.

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So weit ich es verstanden habe, liegt es auch an den Konflikten der verschiedenen Konfessionen innerhalb des Islams.

Assad bspw. ist Alevit. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen sind aber wohl Sunniten oder Shiiten. Da die Aleviten aber die Regierung stellen, wird die Mehrheit von einer Minderheit unterdrückt. Genau so war es auch im Irak mit Saddam Husein.

Die Menschen anderer islamischer Konfessionen werden dadurch diskriminiert, bekommen keine Arbeitsplätze, usw. Nach dem Wegfall der bestehenden, suppressiven Regime durch die Interventionen der USA im Nahen Osten kam es dann eben zu offenen Aufständen.

W4hrheitsf1nder 24.02.2017, 10:55

Diese Konflikte zwischen den Konfessionen des Islam gibt es aber schon mehrere hundert Jahre und nicht er seit Syrien.

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thetee99 24.02.2017, 11:00
@W4hrheitsf1nder

@Wahreheitsfinder: schon klar. Die Konflikte gibt es im Grunde seit dem Tod Mohammeds und dem darauf folgenden Streit um seine rechtmäßige Nachfolge. Es ist auch der Grund, weswegen der IS andere, gläubige Moslems umbringt. Wenn eine Mehrheit von einer Minderheit unterdrückt wird, bauen sich da natürlich enorme Spannungen auf, die letztenendes unteranderem zur momentanen Situation im Nahen Osten und damit auch zur "Flüchtlingskrise" geführt haben.

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W4hrheitsf1nder 24.02.2017, 11:12
@thetee99

Eben das macht keinen Sinn denn dann hätte es diese Flüchtlingsströme schon immer gegeben.

Man muss immer bedenken das die meisten Menschen gegen Gewalt und Kriege sind, egal ob sie Schiiten oder Sunniten sind. 

Das Hauptproblem ist immer das Leute diese Parteien gegeneinander aufhetzen.  

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In Syrien herrscht kein Bürgerkrieg, sondern ein Religionskrieg. Sehr einfach ausgedrückt kämpfen die Sunniten gegen die Schiiten. Assad kann seine Herkunft nicht verleugnen und er kann auch nicht gegen "seine" Leute regieren. Er muss gegen diese Aufständischen vorgehen, ob er will oder nicht. Diese Aufständischen sind für ihn schon längst keine Syrer mehr, sondern nur noch Feinde. Sie bedrohen seine Herrschaft und die Existenz "seiner" Leute, der Schiiten. Niemand kann heute noch die sogenannten "Freien Rebellen" vom IS oder von Al Nusra unterscheiden. Ich bin wirklich kein Freund der russischen Propaganda. Doch in diesem Punkt haben die Russen ausnahmsweise einmal Recht. Wir, der Westen, unterstützen schon lange keine Freiheitskämpfer mehr, sondern selbst ernannte Gotteskrieger. Viel zu viel unserer Unterstützung landet bei Al Nusra und beim IS. Denn viel zu oft haben sich die Freien Rebellen mit Al Nusra verbündet, auch wenn sie sich hin und wieder beschießen. Die Übergänge sind fließend und niemand kann diese Leute auseinander halten. Die Geheimdienste wissen das. Trotzdem tun wir weiter so, als würden wir die Demokratie in Syrien unterstützen. Das ist falsch, denn für Demokratie interessiert sich in Syrien niemand. Es geht nur darum, wer am Ende die Macht hat und wenn das nicht Assad ist, dann ist es irgend ein anderer Terrorist. 

Syrien ist ein künstlicher Staat, mit willkürlicher Grenzziehung, quer durch alte Stammesgebiete, im Ergebnis des Ersten Weltkrieges.
Im wesentlichen geht es um einen Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten.

Je mehr der Westen sich da einmischt, je schlimmer eskaliert der Konflikt.
Es lässt sich kein jahrhunderter alter Konflikt lösen,mit westlicher Sichtweise.
Überließe man diese Region sich selbst, wäre das eine offene Machtfrage, deren Konsquenzen niemand kennt.

Suggestivfrage.

Du unterstellst, daß

  1. der Krieg in Syrien ein Bürgerkrieg sei und
  2. dieser Krieg etwas mit einem Fehlverhalten des Staatspräsidenten Assad zu tun habe.

Kurz gesagt, Du hast Dir Deine Meinung längst gebildet.

Beginnen wir mit dem Guten: er will einen Staat ohne Scharia, Schleier etc....  Ich denke, dass er das kleinere Übel ist im Moment, sein apparat in Hintergrund (Geheimdienst) ist aber negativ aufgefallen. Er gehört einer Minderheit an, und will von vielen in seinem Land daher abgelehnt. Absolut nicht leiden können ihn Frankreich und die USA (zumindest im Hintergrund).



Er hat nur eines falsch gemacht. Er hat nicht rechtzeitig die Islamisten und deren Geldgeber im Land festgesetzt.

Hier, in 5 min. erklärt.

Gruß

Viele Leute finden es einfach doof, wenn sie willkürlich inhaftiert, gefoltert und ermordet werden. Aber Diktatoren können es einfach nicht lassen.

Fluex 24.02.2017, 11:29

Ich frage mich,ob du sich mit der Lage dort unten beschäftigst oder nur diese paar Minzten aus der Büchse kennst. Sicherlich kennst du nur eine Handvoll der Kriegsparteien. Mich regen solche Leute wie dich auf, die einfach so eine Antwort geben, die weder Inhalt hat, noch mit Argumenten und Belegen unterstützt wird. Sicherlich kannst du deine Antwort nicht ausführen 

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archibaldesel 24.02.2017, 12:45
@MickyFinn

Da hast du jetzt aber nicht aufgepasst. Ich bin der, der gerne Rundfunkgebühren bezahlt und somit die von dir, verschmähte Mainstream-Lügenpresse. Die will deine Partei ja abschaffen und nur noch Sender wie den von dir genannten erlauben.

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archibaldesel 24.02.2017, 12:50
@Fluex

Leute wie mich regen dir auf?

Du wirst mir jetzt sicher darlegen, dass Baschar al-Assad ein weiser und gerechter Herrscher ist. Zumindest in der Zeit, in der er nicht seine eigene Bevölkerung mit Fassbomben oder Giftgas ermordet, der Gute....

Mich regen ja eher Leute wie du auf, die vor lauter ideologischer Blindheit die Wahrheit nicht sehen wollen, selbst wenn sie ihnen in die Nase beißt.

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zetra 25.02.2017, 08:15
@archibaldesel

Du bist der permanenten Hetze der westlichen Allianz erlegen, das ist dein Problem. eselarchibald.

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Zu Beginn war das ja noch eine Rebellion. Erst später als sich Dschihadisten in den Rebellenreihen einnisteten. Heute dominiert Al Qaida die FSA und bekommt von uns (dem Westen) die Waffen zugeliefert. Ein damaliger Kämpfer der Rebellen sagte, dass die Rebellen von  Dschihadisten dominiert werden. Es gibt 2 Seiten. Einmal USA, Saudi Arabien, Türkei, EU und Qatar und auf der anderen Russland, Iran und Syrien. Ich würde dir empfehlen, die Interwies von Assad mal zu gucken 

 ignorier bitte die Mimik des Journalisten 

 Auch wenn diese Videos dein Weltbild zerstören, bitte ich dich diese zu ende zu gucken. 

W4hrheitsf1nder 24.02.2017, 10:51

Interviews mit Assad oder auch Putin sind wirklich super und man erkennt vor allem den Widerspruch zu unseren Mainstreamnachrichten. 

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Fluex 24.02.2017, 11:25
@W4hrheitsf1nder

Vor allem gehen unsere Medien nie auf die Argumente ein, die dort behauptet werden. Fakten Seiten Assads werden ignoriert oder sogar als fakenews abgestempelt, obwohl er Beweise hat

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Assad = Diktator = das Volk leidet darunter und hat rebelliert

W4hrheitsf1nder 24.02.2017, 09:58

So einfach ist es ja nun nicht.

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W4hrheitsf1nder 24.02.2017, 10:53
@Lumpazi77

Nein ist es nicht. Nur weil Assad ein "Diktator" ist bedeutet das noch lange nicht das sein Volk (oder ein Großteil des Volkes) mit ihm nicht einverstanden ist.
Das sind naive Vorstellungen die man bekommt wenn man seine Bildung einzig aus der Schule und den täglichen Nachrichten bezieht in denen suggeriert wird das Diktaturen immer schlecht sind.

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palzbu 24.02.2017, 10:55

Welches Volk?  Vor 2 Tagen war ein Film, da hieß es die Leute in Aleppo feiern die Befreiung und rufen "Gott beschütze Assad". Ja was nun?

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Lumpazi77 24.02.2017, 18:46
@palzbu

weil das Regime von Assad die bessere Alternative zum IS ist, nur deshalb !

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