Warum gibt es in Deutschland so wenig Volksbefragungen bei politischen Entscheidungen?

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12 Antworten

Gerade die Entscheidung zum Brexit hat gezeigt, daß Volksentscheide nur funktionieren, wenn

a) das Volk wahrheitsgemäß über Vor- und Nachteile informiert wird ("350 Mio. für den NHS"-Lüge)

b) das Volk willens ist, eine sachlich neutrale Entscheidung zu treffen (seit Jahrzehnten argumentieren BEIDE politische Lager mit. "EU ist Sch..sse")

c) das Volk willens ist, an der Wahl teilzunehmen (Wahlbeteiligung der jüngeren Generation)

Kurz: Vor Brexit war ich für Volksentscheide. Jetzt nicht mehr.

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Auf Bundesebene ist das nicht vorgesehen. Dazu wäre ene Verfassungsänderung erforderlich.

Obs gut ist oder nicht, kann man nicht kategorisch beantworten. Bei unserer Verfassung, dem Grundgesetz, hat man sich unter anderem durch negative Erfahrungen mit der Weimarrer Verfassung leiten lassen. Die Weimarer Verfassung ließ mehr Bürgerbeteiligung zu.

Generell ist eine repräsentative Demokratie wie die unsrige nicht die schlechteste Form der Demokratie.

Daß unser Parlament allerdings überwiegend aus Beamten, Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, Gewerkschaftssekretären und mittelmäßigen Juristen besteht, läßt für viele die "Repräsentation" eher zweifelhaft erscheinen.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt....

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Da würde nur nochmehr Chaos verursachen. Wir haben Volksvertreter, die sich mit Problemen auseinandersetzen und dann Entscheidungen treffen. Wenn das Volk die Entscheidungen trifft gehen alle Abstimmen aber keiner hat ein Plan worum es geht und was die Konsequenzen sind. Großbritannien hat das ganze nochmal sehr deutlich demonstriert.

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Demokratie heißt Volksherrschaft. Laut Grundgesetz soll das Volk "in Wahlen und Abstimmungen" regieren. Leider verhindern die Altparteien seit Jahren Volksabstimmungen, aus Angst vor dem Souverän. 

Abstimmungen könnten gefährliche Alleingänge der politisch Verantwortlichen verhindern: Euro, Griechenlandrettung, Aufhebung der Grenzen etc.

 Die Schweiz, die stabilste Demokratie, macht es vor, wie's geht.

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Deutschland ist eine Repräsentative Demokratie, also eine Parlamentarische Demokratie. Das ist der Grund

Die repräsentative Demokratie bezeichnet eine demokratische Herrschaftsform, bei der politische Entscheidungen und die Kontrolle der Regierung nicht unmittelbar vom Volk, sondern von einer Volksvertretung, zum Beispiel dem Parlament, ausgeübt werden.
Bürgerinnen und Bürger treffen politische Entscheidungen nicht selbst, sondern überlassen sie auf Zeit gewählten Vertretern, die für sie als Stellvertreter tätig sind. Die Bürger beteiligen sich aber an Wahlen und wirken in Parteien, Verbänden und Initiativen mit.                                             Die Bundesrepublik Deutschland ist eine repräsentative Demokratie. Gegenteil der repräsentativen Demokratie ist die direkte Demokratie.

https://www.bundestag.de/service/glossar/R/repraes_demo/247326

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Das "Volk" hat doch vielfach keine Ahnung über die vielfältigen Verknüpfungen und Zusammenhänge von einzelnen Sachverhalten und kann sich deshalb kein umfassendes Bild des Geschehens machen. Das "Volk" ist empfänglich für angstmachende Aussagen von Populisten und nicht in der Lage, sachkundig Entscheidungen zu treffen!!!

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Natürlich wären Folksentscheide besser.

Das Problem ist, das die Politiker sich dann bei jeder Volksabstimmung einscheißen würden, weil sie genau wissen, dass sie dann ihre Politik ändern müssten. 

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Und kann sich das in Deutschland überhaupt ändern?

Selbstverständlich könnte es sich ändern, wenn es von der Politik gewollt wäre.

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Geht doch jetzt schon keiner mehr wählen.

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Wir sind halt eine repräsentative Demokratie. Ich wäre auch für mehr Mitspracherecht, aber unsere Führungselite traut uns das offensichtlich nicht zu.

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Kommentar von adabei
27.08.2016, 11:31

Ich traue das ehrlich gesagt den meisten Wählern auch nicht zu. Sie würden sich nur von Demagogen verführen lassen, ohne sich selbst zu informieren.

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Weil die Politiker lieber ihr eigenes Süppchen kochen, was die Bürger sagen geht denen doch am A.... vorbei.

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Bei der Wahl in D gibt das Volk seine Stimme ab, wenn es Volksabstimmungen gäbe, dann hätten wir kein Islamisten Problem.

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