Warum gibt es in Deutschland so viele Bundesländer und warum fusioniert man diese nicht?

9 Antworten

Weil die meisten Bundesländer aufgrund historischer Hintergründe ihre eigene Form haben, die gerade nach 1945 bzw. 1990 ja bereits zu Fusionen geführt haben. Zudem sind die jeweiligen Unterschiede in Bildung, Finanzen, Politik allgemein etc. Viel zu groß, um Fusionen richtig durchführen zu können.

Deutschland ist traditionell ein föderaler Staat. Und das hat im Grunde ja auch so seine Vorteile.

Solche Fusionen hat es schon gegeben, Baden-Württemberg waren vor 1952 drei Bundesländer. Aber die Größe bzw. ist da auch entscheidend. Auch Rheinland-Pfalz war vor dem 2. WK kein zusammengehöriges Gebiet. Und BW ist da sicher kein geeigneter Kandidat für eine weitere Vergrößerung.

Es gäbe da in der Tat noch Potential für eine Zusammenlegung, vor allem bei den Stadtstaaten, die wirklich relativ klein sind, die sich aber für so wichtig und unabhängig sehen wollen. Beim letzten Versuch (Berlin und Brandenburg) waren auch die meisten der Bürger dagegen.

Für eine Zusammenlegung müssen die Bürger zustimmen, und das kein einfacher Verwaltungsakt.

Ich denke das Königreich Baden und das Großherzogtum Württemberg ,heute

zusammengelegt als Baden-Württemberg ist sowohl geografisch,wie wirtschaftlich gesehen nicht geeignet,andere Gebiete mitzuverwalten.

Das Saarland müsste Rheinland Pfalz eingegliedert werden,keine Frage,hier ist ein eigener Landtag weder sinnvoll noch notwendig .Die Verwaltungskraft ist hier überhöht und passt nicht in die Struktur der anderen Länder.

Ich kann nur sagen,das die Gebietsreformen der 1970er Jahre,arme Gemeinden noch ärmer gemacht haben,schon immer waren Gemeinden an Randlagen,wie Kreisgrenzen benachteiligt,die Versprechungen wurden nicht eingehalten und Kosten in der Verwaltung wurden wenig gespart.

Viel später tat man das mit gemeinsamen Ordnungsbezirken,Zweckverbänden ,etc.Niederdorfelden,die kleinste hess.eigenständige Gemeinde steht heute besser da,als die fusionierten Nachbargemeinden,die keinerlei Infrastruktur im Dreieck der Kreise Wetterau,Altkreis-Hanau und Stadt Frankfurt aufgebaut haben. Und keine Infrastruktur,keine Ansiedlung von Industrie,kein Steueraufkommen.

Ich denke das Königreich Baden und das Großherzogtum Württemberg

Es war andersrum: Baden war Grossherzogtum, und Württemberg ein Königreich.

Und die Fusion zu Baden-Württemberg war 1952, als die drei Gründungsländer Baden, Hohenzollern-Württemberg und Württemberg-Baden zusammengelegt wurde.

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@Jaridien

Danke,ja.Das kommt dabei raus,wenn man einfach mal was runterschreibt.Ich wollte lediglich sagen,das diese große,starke Verwaltungseinheit nicht verändert werden sollte.

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@Rutscherlebnis

Für BW war das ja durchaus erfolgreich, bei manchen kleineren Bundesländer wie Bremen, Hamburg und Berlin wäre das sicher auch sinnvoll, nur fürchten hier die umliegenden Länder dann eine mögliche Dominanz dieser Städte. Obwohl schon heute viele Bürger vom Umland in diese Städte pendeln. Sie wollen nur die Vorteile, aber nicht die Verantwortung.

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@Jaridien

Das ist sicherlich ein wesentlicher Aspekt und ein Teil der Wahrheit.Und in einem föderalen und demokratischen System einer traditionellen Freien ( eigene Regierungshoheit! ) und Hansestadt entweder diese zu entziehen,ist schwer möglich,und dieser ein Flächenland zu geben,mit Auflösung eines gewachsenen Landtages in Kiel oder Hannover würde wohl nicht mehrheitsfähig sein.

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@Rutscherlebnis

In München hat der dortige OB in etwas die gleiche Machtfülle wie der regierende Bürgermeister in Hamburg, ich sehe da wenig Unterschiede. Und dieser falsche Stolz auf die freie Hansestadt, was bedeutet das schon in einem immer grösser werdenden Europa, in der sich nur starke Regionen noch einigermaßen Gehör finden.

Und die Diskussion über den Machtverlust, und das alles nach Stuttgart ging, das war auch 1952 in Baden genau das gleiche Thema. Die Badener sind je her ein sehr liberales und freiheitsliebendes Volk, das sich nicht gerne fremd bestimmen lässt. Und es ging trotzdem.

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Berlin und Brandenburg hätte fusionieren sollen. Doch die Ossis hatten noch das Ostberlin im Kopf, das alle Leistungen absaugte.

Wäre auch heute so.Brandenburg spart und saniert sich,während Berlin,arm aber sexy sein will.( Eh.reg.Bürgermeister Wowereit)Dabei leistet sich Berlin Dinge,die sich Brandenburg nie geleistet hat.

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@Rutscherlebnis

Naja. Das zuständige Staatliche Bauamt (wie heißt das bei euch?) hätte sicher Einfluss gehabt, dass ein erfahrener Projektsteuerer, der schon einige Male solche Projekte durchgezogen haben, ans Ruder kommt.

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@maxxxmann

Ja,untere,obere und oberste beim ,Kreis,beim RP und beim Ministerium.BER ist so komplex,angefangen von der Planung,Auftragsvergabe und Überwachung unter extremer Sparvorgabe,das es nur schlecht laufen konnte.Ich hatte schon geglaubt das nach Verjährungsfristen ein Abriss erfolgen muss.Man ging von 90% fehlerhafter Gewerke aus.( FAZ )

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Warum ist diese Zusammenlegung jetzt sinnvoller? Wenn man es auf Kostenersparnis und Vereinheitlichung abgesehen hätte, könnte man ja auch alle Bundesländer "abschaffen" und zentral regieren. Es hat Gründe warum der Föderalismus in der Verfassung eingebunden ist.

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