Warum gibt es in Deutschland in der Sozialversicherung eine Beitragsbemessungsgrenze?

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3 Antworten

Tja, das Frage ich mich auch manchmal. Eingeführt wurde die heutige Sozialversicherung mit den Beitragsbemessungsgrenzen von der Regierung Abenauer. Ich nehme an, dass er und seine Mannen sich einfach dir Beiträge sparen wollten. Er soll auch auf die Gefahr hingewiesen worden sein, dass das System, vor allem bei der Rente, irgendwann kollabieren wird. Er fragte nur "Wann?" und als er die Antwort erfuhr, sagte er sinngemäß: "Dann bin ich längst tot, das interessiert mich nicht".

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Kommentar von flirtheaven
25.02.2016, 11:41

Da ist wohl jemand Adenauerfan :)

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Damit du als Milliardär nicht unbegrenzt einzahlen kannst und im Anschluss eine astronomisch hohe Rente auf Kosten der Allgemeinheit bekommst.

Denn egal wie viel du einzahlst, deine Rentensumme wird höher liegen als deine Einzahlungen. Außer du stirbst früh.

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Kommentar von chokdee
25.02.2016, 11:37

Die Grenze gibt es nicht nur bei der Rente und Milliadär musst du nicht sein, ich liege schon seit 20 Jahren drüber ;-)

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Kommentar von CamelWolf
25.02.2016, 11:38

Ok, die Rentenversicherung darf als Äquivalenzversicherung betrachtet werden. Die KV aber nicht, das ist ein reiner Umverteilungsmechanismus und da steht der Beitrag nie in Relation zum Leistungsanspruch.

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Kommentar von flirtheaven
25.02.2016, 11:38

Damit du als Milliardär nicht unbegrenzt einzahlen kannst und im
Anschluss eine astronomisch hohe Rente auf Kosten der Allgemeinheit
bekommst. 

Deshalb gibt es in der Schweiz auch eine Auszahlungsgrenze, aber keine Beitragsbemessungsgrenze in der RV. Die Maximalrente liegt dort z.Zt. bei ~2300 Franken. Einzahlen muss in der Schweiz jeder, auch Selbständige.

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Es besteht durchaus ein Unterschied für ein versichertes Mitglied der
gesetzlichen Krankenversicherung, ob die 15,5% Beitrag sich aus einem
Gehalt von 2.000 oder aus einem Gehalt von 20.000 Euro errechnen. Im
ersten Fall würde ein Beitrag in Höhe von 300 Euro als Beitrag fällig,
im zweiten Fall ein Beitrag von 3.000 Euro. Dies wäre eine mehr als
ungerechte Verteilung. Aus diesem Grund wurde die
Beitragsbemessungsgrenze eingeführt.

Allerdings bin ich der Meinung, dass der eigentlich Grund die Geldvermehrung der PKV ist.

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Kommentar von CamelWolf
25.02.2016, 11:34

Ok,aber dann ist es doch so, dass jemand, der 20.000 € p.a. verdient, 15,5% seines Einkommens für die KV aufwendet, jemand der 100 TSD € verdient, nur noch rd. 7,7 %, jemand der 5 Mio. im Jahr verdient zahlt (rechnerisch) nur noch 0,15 % von seinem Einkommen.

Die Arbeitgeberbeiträge dürfen getrost als vorenthaltenes Einkommen und nicht als Wohltat gewertet werden. 

Was ist jetzt daran gerecht ?

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Kommentar von flirtheaven
25.02.2016, 11:34

Es ist aber auch ungerecht, dass Menschen mit einem Mittleren Einkommen einen höheren Anteil Abgaben zahlen müssen, als Menschen mit hohem Einkommen. Wer 30% Steuern Zahlt, hat eine höhere Abgabenlast, als die meisten Steuerzahler, die dem Spitzensteuersatz unterliegen.

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