Warum gibt es in der EU kein einheitliches Flaschenpfand?

7 Antworten

Weil es erstens keine EU-Angelegenheit ist und zweitens, weil andere Länder nicht so dämlich sind wie Deutschland?

Und vor allem, was haben Strände mit dem Pfand zu tun? Wahrscheinlich hast du Null Ahnung was der Grund für das (Einweg-)Pfand ist. Denn es hat rein gar nichts damit zu tun ob die Dosen und Flaschen in der Natur rumliegen oder nicht. Es geht dabei allein um den CO₂ Ausstoß im Lebenszyklus (Herstellung, Transport, Verwertung) einer Verpackung. Ziel war es durch das hohe Einwegpfand Einweg unattraktiver für den Verbraucher zu machen, damit weniger Einweg produziert wird und um so das Mehrwegsystem zu stärken.

Tatsächlich ist aber genau das Gegenteil passiert. Heute werden mehr Getränke in Einweg verkauft als je zuvor. Das einzige was das Einwegpfand gebracht hat ist, dass die Recyclingquote für diese Art von Verpackungen gestiegen ist. Aber auch das bringt herzlich wenig, wenn die recycelten Rohstoffe nicht zu 100% komplett wieder verwertet werden, was technisch möglich ist, aber teurer ist als Neumaterial aus Erdöl zu gewinnen.

Deshalb sind diese ganzen sinnlosen Plasikdiskussionen auch vollkommen überflüssig, das Plastik nicht das Problem ist. Ganz im Gegenteil es ist ein guter und wichtiger Stoff. Das einzige Problem ist, wie der Mensch nach dem Gebrauch damit umgeht. Und so lange wie sich in dieser Sache nichts ändert, bringt das ganz genau Null Punkte, wenn Supermärkte allein aus Imagegründen Plastiktüten von den Kassen verbannen. Zumal Papiertüten übrigens einen viel höheren CO₂ Ausstoß verursachen.

Seltsamerweise hat diese Pfandverordnung in Deutschland zur totalen Sauberkeit bzgl. herumliegenden Flaschen geführt, daher wäre das sinnvollerweise endlich mal eine Aufgabe für eine gesamteuropäische Regelung.

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@gotik
Seltsamerweise hat diese Pfandverordnung in Deutschland zur totalen Sauberkeit bzgl. herumliegenden Flaschen geführt

Das ist lediglich ein positiver Nebeneffekt. In den dem EW-Pfand zugrunde liegenden Ökobilanzen findet dieser Punkt jedoch keinerlei Beachtung. Es ist zwar toll, dass weniger Flaschen und Dosen rumliegen, jeder andere Mist landet aber weiterhin in der Natur oder im Hausmüll, der oftmals um ein Vielfaches schlimmer ist als ein paar lumpige Getränkeverpackungen. Doch das kümmert niemanden.

Ich polimesiere nicht. Meine Aussage beruhen auf Tatsachen. Wie gesagt, ich behaupte nicht, dass das nahezu materialreine Einsammeln von wertvollen Rohstoffen, an sich betrachtet, keine gute Sache wäre. Ich versuche nur deutlich zu machen, dass das nicht die Lösung der grundlegenden weitaus größeren Probleme ist. Zumal die Hauptursachen nicht in der EU zu suchen sind. Was bringen schärfere Regelungen in der EU, wenn die meisten Umweltprobleme auf anderen Kontinenten stattfinden, denen die EU-Richtlinien ziemlich egal sind?

Zudem hat sich ja in Deutschland mehr als deutlich gezeigt, dass der Nutzen in keinem Verhältnis zu den Kosten steht, wenn man bedenkt, dass genau das Gegenteil eingetreten ist als man damit erreichen wollte und dass das Ganze zudem einen wirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe verursacht hat. Dieses Geld hätte man durch andere Regelungen auffangen können und in sinnvolleren Umweltschutz investieren können. Das ganze wird noch davon gekrönt, dass die pauschale Aussage, dass Mehrweg grundsätzlich umweltfreundlicher sei als Einweg, was aber wieder ein Thema für sich ist.

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Was spricht nebenbei dagegen dies Thema zu einem gesamteuropäischen zu machen und dabei auch zur 1000 ‰ Wiederverwertung zu verpflichten. Solch politisch floskelhafte Polemik wie deine bringt gar nichts.

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Weil es keine Eu-weite Richtlinien gibt.

Dafür ist z.B. Frankreich weiter, wenn es um Lebensmittelverschwendung geht, dort sind nämlich Supermärkte verpflichtet, übrige gebliebene, noch haltbare Lebensmittel zu spenden statt wegzuwerfen.

Beide Aspekte wären demnach sinnvolle Aufgaben für eine gesamteuropäische Regelung.

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Wenn es um Vereinheitlichung geht, dann hat die EU ganz andere Probleme als den Flaschenpfand... Länder mit gleicher Währung machen genauer betrachtet noch keinen einheitlichen Wirtschaftsraum.

Bevor man hier über den Flaschenpfand spricht, sollte man mal in Bezug auf die Personenfreizügigkeit von Lohngleichheiten der verschiedenen Gebiete sprechen.

Meinst du somit nur Gleichbezahlte für die gleiche Arbeit dürfen freizügeln? Und warum darf das eine nicht gleichzeitig mit dem anderen geregelt werden, wenn's Sinn macht?

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@gotik

Nein, ich meine damit niht, dass nur Gleichbezahlte für die gleiche Arbeit freizügeln dürfen, ich meine, dass man innerhalb eines "gemeinsamen" Wirtschaftsystems einmal daran arbeiten könnte, dass gewisse Gleichheiten herrschen.

Wenn du in DE arbeitest und dein Geld dann in Polen ausgibst, dann hat das dort nunmal eine ganz andere Kaufkraft, weil die Preise nach wie vor derart unterschiedlich sind, dass man nicht von einem einheitlichen Wirtschaftssystem sprechen kann.

Wenn du als Maurer in DE 40% mehr verdienst als im Nachbarsland, dann kannst du mir einfach nicht erzählen, dass die Personenfreizügigkeit in beide Richtungen läuft. Schlussendlich will man für seine Arbeit so gut wie möglich entlohnt werden.

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Warum sind manche Länder die keinen Zugang zum Meer haben wirtschaftlich stärker als Länder mit Zugang zum Meer?

Hallo,

eines verstehe ich nicht. Warum sind Länder die mitten in einem Kontinent sind wirtschaftlich sehr stark als Länder die zigtausend kilometerlange strände haben?

Zb Österreich, schweiz, Luxemburg, Liechtenstein, usbekistan und paraguay

okay schweiz ist eine ausnahme weil jeder dort geld bunkert!!!!

aber warum ist österreich, luxemburg und liechtenstein wirtschaftlich stärker als türkei, usa, spanien, frankreich und sogar australien? bei diesen ländern liegt bip pro kopf viel höher als die länder.

usa, türkei, frankreich habe tausendkilometer lange strände und die volle freiheit. österreich luxemburg sind umzingelt von länder. man könnte die grenzen dicht machen und das land wäre pleite.

paraguay ist in lateinamerika auch das wirtschaftlich beste land, aber dieses land ist mitten im kontinent. kein meerzugang. wenn man die grenzen zu paraguay dicht macht können die lkws nicht mehr länder bereisen udn exportieren.

warum ist paraguay besser als argentinein und brasilien?

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