Warum gibt es in China ein viel geringeres Umweltbewusstsein als in Bhutan und Tibet?

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5 Antworten

Ich bin ganz der Ansicht von
dkdkrodnenn:

In China gibt es 2 große gedankliche Traditionen, die mit dem Mitgefühl und der Schonung der Umwelt 0 zu tun haben:

  1. Konfuzianismus: Der fokussiert das Bewahren der Traditionen, Respekt, Anstand, PRIMÄRTUGENDEN - WENN Konfuzius heute lebte, würde er sicherlich die Bewahrung der Umwelt als konservatives Prinzip von allen Chinesen einfordern - Leider konnte er damals die Umweltzerstörung nicht vorhersehen (schließlich war er Philosoph und kein Zukunftsforscher:)
  2. Kommunismus: Dem geht Umweltschutz bekanntlich am Allerwertesten vorbei

Insofern wird es die chin. Regierung viel Mühe kosten, Umweltbewusstsein, den Chinesen zu "verordnen", obwohl sie es teilweise sogar redlich versuchen:(

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Um auch noch die Frage zu beantworten, warum in Bhutan und Tibet ein besseres Umweltbewusstsein vorzufinden ist:
In beiden Ländern sind die meisten Menschen Buddhisten und im Buddhismus ist ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur ein wichtiger Bestandteil. Außerdem ist die Regierung der beiden Länder nicht so auf wirtschaftlichen Fortschritt fokussiert, wie es in China der Fall ist. 

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In China denkt jeder immer nur an sich, dann kommt eine Zeit nichts, dann die Familie, und dann eigentlich nichts mehr.

Das sieht man in China in diversen Lebensbereichen, Umwelt, Strassenverkehr, Sozialverhalten. Rücksicht auf Andere wird in China eher als naiv betrachtet.

Es sind noch nicht mal wirtschaftliche Faktoren, es interessiert einfach nicht. Es gibt zwar Initiativen vom Staat, diese sind aber immer nur oberflächlich und gehen nie das Kernproblem an, oder da wo es weh wirtschaftlich weh tut.

Mal als Beispiel, Energie wird in China oft mit Kohle produziert, Abgasentschwefelung gibt es aber nicht, kostet ja, und der Wind bläst es eh weg. Bis zum sauren Regen denkt da niemand.

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Weil wirtschaftliche Interessen vorrangig behandelt werden.

Sonst wäre China nicht so erfolgreich.

Umweltbewusstsein muss man sich auch leisten können, und wer jeden Tag gucken muss wie er über die Runden kommt hat anderes im Kopf als die Umwelt 

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ergiebiger wäre es, zwischen dem Festland und der Nationalchinesischen Republik (Taiwan) Vergleiche anzustellen. Auf dem Festland herrscht ein militärisch-politischer Komplex, der der Öffentlichkeit gegenüber selbst als sozialistisch auftritt, aber praktisch alle sozialistischen Ideen und Ziele längst  auf den Müll geworfen hat. Es gibt nicht mal minimale soziale Absicherungen, die Macht der politischen Zentralbürokraten reicht kaum über Peking hinaus und im Land herrschen regionale Mafiaclans aus Politbonzen und Profiteuren, deren einziger Daseinszweck die Selbstbereicherung ist, Umweltschutz und soziale Standards sind für die sogar dem Namen nach völlig unbekannt. Chinesische Umweltschützer werden entweder vor Ort totgeschlagen oder kommen ins KZ.

Auf Taiwan, unter den nationalchinesischen Regierungen, gab es bei der wirtschaftlichen Rekonstruktion ebenfalls erhebliche Umweltprobleme. Aber es gibt auf Taiwan als Problemlösung einen anderen, demokratischen Weg als den vulgären Manchester-Kapitalismus vom Festland, bei dem sich eine winzige Schicht das gesamte Volkseinkommen plündert und im Gegenzug, als danke schön,  das ganze Land umweltlich verseucht und vergiftet.

Lesestoff:

Lüthi, Barbara - Live aus China. 2014 Zürich, Orell-Füssli Verlag AG

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