Warum gibt es immer noch Unterschiede bei der Bezahlung in Ost und West?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nach meinem Gefühl und meiner politischen Erfahrung ist das einfach Diskriminierung. Genauso wie die unterschiedliche Bezahlung von Männern und Frauen für die gleiche Arbeit.

Oha... Das mit den Frauen und Männern und die Bezahlung ist natürlich auch so ne Sache, da hast du völlig recht!

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Witzig, das man für solche Antworten auch DaumenRunter kriegt. Sind "Ausbeuter" unter uns? ;-)

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@UlfDunkel

Arbeitgeber vielleicht? ;) Mir ist klar, dass es Leute gibt, die es nicht nachvollziehen können, weil sie vielleicht irgendwo im tiefsten Westen wohnen oder auch in Gegenden, die wirtschaftlich nicht so gut gestellt sind. Ich hier bekomme es "hautnah" zu spüren, ich bekomme 100%, meine Freundin für die gleiche Art der Arbeit nur 92,5%. Den DaumenRunter werde ich überleben :o)

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Es gibt in Deutschland in verschiedenen Tarifgebieten unterschiedliche Bezahlung - keinesfalls nur zwischen Ost und West, sondern ebenso in derselben Branche zwischen Nord und Süd.

Metalltarife in Baden-Württemberg sind schon IMMER höher, als etwa in Schleswig-Holstein.

Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun, sondern mit Marktwirtschaft - wo es viele Jobs und wenige Arbeitskräfte gibt, wird eben besser bezahlt als da, wo es viele Arbeitslose und wenige Jobs gibt.

Kann ich leider nicht wirklich nachvollziehen.Warum werden z.B. in der Berliner Verwaltung Beamte, die ihre Ernennungsurkunde im Ex-Westteil erhalten haben mit 100% bezahlt, "Ost-"Beamte aber eben nur mit 92,5%? Die Ärzte im ehemaligen Ostteil brauchen auch erst seit 01.01.07 keine 10% von der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte)mehr abzuziehen, wenn sie Rechnungen erstellen? Was hat das mit deiner Theorie zu tun?

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Lieber demosthenes, da muss ich Dir leider auch widersprechen. Das niedrigere Lohnniveau im Osten wird von der Wirtschaft immer wieder mit dem Gefälle im Bruttoinlandsprodukt begründet. Nur, wie soll der Osten das Niveau des Westens erreichen, wenn dort niemand (mehr) Arbeit findet?

Dass BMW und andere jetzt den Osten als Billiglohnland entdeckt haben, spricht ja auch für sich.

In China, Pakistan und Bangladesh gibt es viel mehr Jobs als hier, aber es wird dort wesentlich schlechter bezahlt.

Deine Formel geht leider nicht auf. Seit dem Globalisierungswahn sind die alten Regeln auf den Kopf gestellt.

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Zur Zeit läuft in Baden-Württemberg eine Diskussion, ob man Beamte in den teuren Ballungsgebieten besser bezahlen soll als diejenigen auf dem Lande. Der Ministerpräsident zeigte sich nicht abgeneigt und schlug vor, die Besoldung auf dem Land für mehrere Jahre nicht anzuheben, damit die Städter profitieren können. (Kein Kommentar meinerseits). Ich entschied mich für eine der teuersten Regionen Deutschlands, habe für mein Häuschen fast das doppelte dessen bezahlt was sonst üblich war, aber was wird mir nicht alles geboten! Diese Vorteile überwiegen finanzielle Nachteile bei weitem. Bei Reisen im Osten Deutschlands ist mir aufgefallen, dass die Lebenshaltungskosten niedriger sind als im Westen. Das betrifft mindestens die Preise des Bäckers, des Friseurs; in Restaurants, manche Verkehrsmittel. Von den Immobilienpreisen gar nicht zu reden! Damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich bin dafür, dass eine Angleichung der Bezahlung in naher Zukunft stattfinden sollte.

Von mir wirst du auf keinen Fall falsch verstanden werden.Die Diskussion um Stadt-/Landbeamte hab ich auch mitbekommen, das die Angleichung so, wie Du geschrieben hast, gemacht werden soll, ist zwangsläufig, weil die Gelder auch im Ländle nicht im Übermaß vorhanden sind.

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