Warum gibt es immer weniger Menschen die an Gott glauben (in Deutschland)?

28 Antworten

Früher gab es mehr die Furcht vor der Institution der Kirche, heute ist die Entscheidungsfreiheit besser und viele glauben eben einfach an etwas greifbareres als einen Gott.

Vorzugeben, an Gott zu glauben, aber nicht wirklich danach zu leben gab es schon zur Zeit Christi und ist daher nichts neues. Anderenfalls hätten die Juden ihn zu seiner Zeit nicht hinrichten lassen, sondern vorher erkannt, dass er der Sohn Gottes und der Messias ist. Die Vergangenheit der RKK hat zudem gezeigt, dass auch in deren Interesse in der Geschichte viel geschehen ist, was unvereinbar mit dem ist, was der christlichen Lehre entspräche - ich denke da vor allem an die Kreuzzüge, die Inquisition und ähnliches. Ebenso aber auch was die Moderne betrifft, wenn ich da beispielsweise an Kleinkindtaufen (Christus hat sich der Bibel nach als Erwachsener taufen lassen und sagte, dass dies der Gerechtigkeit Gottes entspräche), aber ebenso auch, was an negativen Dingen über (ich nenne es mal) falsch interpretierte Nächstenliebe bekannt wird.

Im Mittelalter konnten, außer Mönche und Priestrer lesen und schreiben. Die Bauern, Handwerker und andere kleine Leute konnten sich eine Schulbildung nicht leisten daher auch nicht lesen. Die Kirche nutze dies aus und machte den Leuten angst und zwangen denen auch auf an Gott zu glauben. Wenn nicht, war man eine Hexe oder Ketzter. Die Schrift in der Bibel war auch auf lateinisch und das konnte erst recht keiner lesen. So konnten die Prediger irgendein stuss erzählen und das wurde auch geglaubt. Ungefähr: "Ich kann nicht lesen und bin dumm, aber der Priester kann es und ist schlau". Die Kirche lebte nur durch die furcht ihrer "Gläubiger". Wenn man anderer Meinung war, wurde man gleich als Ketzter abgestempelt und aus dem Weg geräumt. Aber mit der Zeit wurde die Bibel übersetzt (Von Martin Luther), die Menschen lernten zu lesen und dann war es aus. Die Kirche konnte keine Lügen mehr verbreiten. Früher waren das keine richtigen Gläubiger. Heutzutage kommt es auf jeden selber an. Andere wurden Kirchlich erzogen, andere widerum sind Heide. Aber ich sag mal so: Jeder muss für sich entscheiden ob er oder sie an Gott glauben will oder nicht.

selbst Luther konnte nicht alle Lügen durch seine Übersetzung beseitigen. Die Höllenlehre zB hat er kritiklos übernommen.

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Bei mir ist es einfach so, das ich glaube den Sinn hinter dem Glauben verstanden zu haben. Und daraus resultierte einfach, das ein Glaube ein Glaube ist. Religion kann eine Art Doping sein. Sie kann dir Hoffnung geben, oder einen Sinn. Und wenn du solche Dinge suchst, sehen wir der Wahrheit ins Gesicht, willst du keinen hören, der dir sagt "Haha, Gott gibt es nicht." Selbst wenn du, wenn du ein sehr tiefes, modernes verständnis vom Glauben hast,  das selbst schon weisst. Aber auf der anderen Seite gibt es dann immernoch die Leute, die sich fragen: Gibt es wirklich einen Gott? Irgendwann wird die Zeit das Problem lösen. Aber die Religion ist verdammt hartnäckig.

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