Warum gibt es immer weniger Menschen die an Gott glauben (in Deutschland)?

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26 Antworten

Früher gab es mehr die Furcht vor der Institution der Kirche, heute ist die Entscheidungsfreiheit besser und viele glauben eben einfach an etwas greifbareres als einen Gott.

Vorzugeben, an Gott zu glauben, aber nicht wirklich danach zu leben gab es schon zur Zeit Christi und ist daher nichts neues. Anderenfalls hätten die Juden ihn zu seiner Zeit nicht hinrichten lassen, sondern vorher erkannt, dass er der Sohn Gottes und der Messias ist. Die Vergangenheit der RKK hat zudem gezeigt, dass auch in deren Interesse in der Geschichte viel geschehen ist, was unvereinbar mit dem ist, was der christlichen Lehre entspräche - ich denke da vor allem an die Kreuzzüge, die Inquisition und ähnliches. Ebenso aber auch was die Moderne betrifft, wenn ich da beispielsweise an Kleinkindtaufen (Christus hat sich der Bibel nach als Erwachsener taufen lassen und sagte, dass dies der Gerechtigkeit Gottes entspräche), aber ebenso auch, was an negativen Dingen über (ich nenne es mal) falsch interpretierte Nächstenliebe bekannt wird.

Die Kirche hat bei uns keinen guten Ruf. Vielleicht liegt es auch an unseren Gegegebenheiten, erfolgsorientierte Gesellschaft, Reizüberflutung, falsche Werte, Egozentrik und fehlende Nächstenliebe. Schau mal in andere Ländere, wo die Gemeinschaft, Zusammenhalt und Familienehre immer noch eine höhere Bedeutung hat und die Kirche immer noch als Zufluchtsort gilt. Prinzipiell ist der Glaube entscheidend, der vielen Menschen Kraft gibt und nicht der Glaube an Gott an sich.


von der ex-ddr ... im sozialismus waren kirchen nicht gerne gesehen ...   die leute, welche jedoch schon erwachsen in die ddr reingeschoben wurden, haben dennoch weiter daran geglaubt .-.. im geheimen halt.  die kinder jedoch überhaupt nicht.  denn denen konnte man das ja nicht vorschreiben als kind, denn sonst hätten die es wohl naiv im kindergarten und der schule weitererzählt ... und die stasi wäre der familie hinterher.  Also hat man die Kinder die in der DDR geboren wurden (und jetzt erwachsen sind) nie mit diesen Themen behängt.  Jetzt im Alter sind sie es nicht anders gewohnt.  Aber in letzter Zeit kommen ja immer mehr aus dem Ausland ... ich denke dadurch steigt diese Gottesgläubigen-Quote wieder.

Im Mittelalter konnten, außer Mönche und Priestrer lesen und schreiben. Die Bauern, Handwerker und andere kleine Leute konnten sich eine Schulbildung nicht leisten daher auch nicht lesen. Die Kirche nutze dies aus und machte den Leuten angst und zwangen denen auch auf an Gott zu glauben. Wenn nicht, war man eine Hexe oder Ketzter. Die Schrift in der Bibel war auch auf lateinisch und das konnte erst recht keiner lesen. So konnten die Prediger irgendein stuss erzählen und das wurde auch geglaubt. Ungefähr: "Ich kann nicht lesen und bin dumm, aber der Priester kann es und ist schlau". Die Kirche lebte nur durch die furcht ihrer "Gläubiger". Wenn man anderer Meinung war, wurde man gleich als Ketzter abgestempelt und aus dem Weg geräumt. Aber mit der Zeit wurde die Bibel übersetzt (Von Martin Luther), die Menschen lernten zu lesen und dann war es aus. Die Kirche konnte keine Lügen mehr verbreiten. Früher waren das keine richtigen Gläubiger. Heutzutage kommt es auf jeden selber an. Andere wurden Kirchlich erzogen, andere widerum sind Heide. Aber ich sag mal so: Jeder muss für sich entscheiden ob er oder sie an Gott glauben will oder nicht.

selbst Luther konnte nicht alle Lügen durch seine Übersetzung beseitigen. Die Höllenlehre zB hat er kritiklos übernommen.

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Die Kirche war sehr unglaubwürdig in ihrem Verhalten. Wenn man sich angeblich mit Geld von Sünden frei-kaufen kann, kommen doch bei 99% der Bevölkerung die zweifel auf. Zudem wurde in den Kirchen bis vor ein paar Jahren noch ein Gottesdienst gehalten, der einen 150 Jahre zurück-warf.

Dazu kommt noch, das die Schöpfung wissenschaftlich widerlegt ist. Kein Moderner Mensch, glaubt die Storry von Adam und Eva. und noch anderer Quatsch, der in der Bibel steht.

Das Programm mit der Christlichen Kirche hat sich selbst Zerstört. Schau in den Vatikan, so was Lächerliches...

Kennen Sie die Meinung der katholischen Kirche zur Evolutionstheorie? Lesen Sie die mal. Gründe, warum ich an Gott glaube stehen auf meinem Profil.

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Ich glaube Deine Wahrnehmung ist nicht richtig.

Es gibt sehr viele Menschen in Deutschland die an Gott glauben.

Allerdings hat insbesondere die katholische Kirche in den letzten Jahren einiges an Skandalen hinter sich gebracht, und das hatte Auswirkungen auf die Gemeinden.

Man hat entweder die Konfession gewechselt, oder sich keiner Kirchengemeinde mehr angeschlossen. Damit sind die Gläubigen aus der Statistik herausgefallen, und es sieht optische in der Statistik so aus, als hätten wir einen Zuwachs an Atheisten.

Bei mir ist es einfach so, das ich glaube den Sinn hinter dem Glauben verstanden zu haben. Und daraus resultierte einfach, das ein Glaube ein Glaube ist. Religion kann eine Art Doping sein. Sie kann dir Hoffnung geben, oder einen Sinn. Und wenn du solche Dinge suchst, sehen wir der Wahrheit ins Gesicht, willst du keinen hören, der dir sagt "Haha, Gott gibt es nicht." Selbst wenn du, wenn du ein sehr tiefes, modernes verständnis vom Glauben hast,  das selbst schon weisst. Aber auf der anderen Seite gibt es dann immernoch die Leute, die sich fragen: Gibt es wirklich einen Gott? Irgendwann wird die Zeit das Problem lösen. Aber die Religion ist verdammt hartnäckig.

Im Laufe der Geschichte gab es schon immer Zeiten, wo der Glaube Schwankungen unterlief. Besonders in Notzeiten sucht die Menschheit nach einem überirdischen Helfer. Wir in Deutschland haben zur Zeit keine Notzeiten, wahrscheinlich ist der Glaube deshalb klein geworden. Ausserdem sind die Reizüberflutungen durch die Moderne (Technik, Auto, Fernsehen, events, etc.) mitmaßgebend, dass der Glaube einfach schwindet. ....aber wie gesagt; die Zeiten können sich auch wieder ändern......

Auch der Inhalt der Fernsehsendungen wirkt stark beeinflussend: Immer wieder wird ein fatales Menschenbild transportiert. Einziger Antrieb der agierenden Personen in den Fernsehfilmen (abgesehen von heile-Welt-Kitsch) scheint nur noch der Egoismus zu sein. Die Folge? Fast nur noch werden zerrüttete Beziehungen, kaputtgehende Ehen vorgeführt, und Mord erscheint in den ständig auf uns herunterrieselnden Krimis als ein normales Problemlösungsmittel.

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Was hat die Religion den Menschen heutzutage denn noch zu bieten?

Es gibt keine Wunder mehr die durch Religionen erklärt werden müssten. Die Wissenschaft tötet Gott mit jedem Tag ein bisschen mehr und das seit dem Mittelalter.

Menschen die unwahrscheinliche Ereignisse auf Religion berufen werden immer unglaubwürdiger und wirken mehr und mehr als würden sie nur eigenen Interessen dienen.

Religionen erhalten durch extremistische Gläubige (z.B. ISIS) einen äußerst negativen Beigeschmack. Sie werden heutzutage viel eher mit negativen als positiven Aspekten verknüpft.

Religionen stellen sich nach wie vor Forschung und Fortschritt in den Weg.

Die Geschichten und Versprechen der Religionen wirken heute mehr denn je wie Märchen.

Deine Frage spiegelt allein einen "subjektiven" Eindruck der Wirklichkeit, gegenwarts- und auch vergangenheitsbezogen.

Schon die Bibel spricht hierzu in Matthäus, Kapitel 7 folgende inhaltsreiche Sätze: 

13. Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit , und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind's, die auf ihm hineingehen.

14. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind's die ihn finden.

Du siehst also, dein Thema war schon vor bald 2000 Jahren genau so aktuell wie heute. Und dennoch haben sich die Anhänger des Glaubens an den Gott der Bibel erhalten.

So wird es meiner Einschätzung nach auch weiterhin bleiben, ungeachtet der Stimmen, dass die Menschheit immer "klüger" würde und sich deshalb von einem Gottesglauben immer weiter entfernen würde.  

Warum selten? Vielleicht hast du einfach den falschen Bekanntenkreis. Ich bin Christin und die meisten meiner Freunde auch, ich wohne halt auf dem Land, vielleicht macht das auch einen Unterschied. ^^lg und Gottes Segen :)

Es mag einen Rückzug der Christen aus der kirchlichen Gemeinschaft in Deutschland heute aus vielen Gründen geben. Das ist aber nichts Neues.

Wie man dieser laodizäischen Gesinnung entgegenwirken kann, wird immer ein Problem der kirchlichen Obrigkeit bleiben.

Ob aber die Gottesgläubigkeit abnimmt, bleibt fraglich.

Weil die meisten, oder auch nur einige Menschen den Glauben an Gott verloren haben, oder sich erst gar nicht mehr dafür interessieren.

Wo ist Gott gewesen in schlimmsten Situationen? Als Beispiel nur.

Auch andere Gründe sind dafür verantwortlich, wie Abhängigkeit virtueller Medien, die uns nur Lügen vorgaukeln.

Wo ist Gott gewesen in schlimmsten Situationen? Als Beispiel nur.

Kennst Du das Gedicht "Spuren im Sand"? Einfach mal danach googeln. Ich finde, dass das Gedicht einiges dazu aussagt.

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@JTKirk2000

Es gibt aber auch gute Gründe, um an Gott zu glauben. Ich habe mal ein paar auf mein Profil geschrieben, kannst ja mal vorbeischauen.

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@comhb3mpqy

Warum schreibst Du das als Kommentar auf meinen Kommentar. Wenn Du schon jemandem empfiehlst, auf Dein Profil zu schauen, dann mache dasselbe auch bei dem, den Du es schreibst. Dann hättest Du gesehen, dass dieser Kommentar mir gegenüber unnötig ist.

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unsere zeit wurde entgöttert, um das prinzip der freiheit zu erlernen

Ich glaube früher gab es mehr Menschen die behauptet haben an Gott zu glauben aber ihr Leben nicht danach ausgerichtet haben. Es gab noch viel Gemeinschaftszwang-was heute anders ist. Heute muß man auch viel mit Gegenwind rechnen, wenn man sagt man glaubt an Gott. 

Genau aus diesem Grund , aber auch weil viel zu wenig um Hilfe und Erkenntnis gebetet wird und weil (insbesondere in der katholischen Kirche) die Sakramente nicht mehr angenommen werden (diese sind ja Hilfe zur Liebe und zum Glauben) schwindet die Zahl der Christen in Deutschland , Europa und Nordamerika.

 

Die Menschen glauben immer weniger an Gott, weil die "Segnungen" des Materialismus zu verlockend sind. Materialismus aber und Glaube an Gott schließen sich aus.


Tja, man könnte tatsächlich vermuten, daß sich die Vernunft langsam durchsetzt.

Aber nur, bis man genauer hinschaut: "Homöopathische Arzneimittel", Markenhörigkeit, Horoskope, Starkult, Bewußtseins"erweiterung" mit beliebigen Drogen, Bio-Läden, politische Parteien, Selbstdefinition per "social" media...
der Dreck hat nur ein anderes Etikett.
Also: ganz ruhig bleiben: die Rationalität hat keine Chance, es verändert sich alles nur, damit alles beim Alten bleibt.

Blöd nur, dass deine Beispiele sehr tollpatschig gewählt sind. Homöopathie ist wirksam und das ist bewiesen. Zwar kann die Schulwissenschaft nicht erklären, wieso, aber sie kann die Wirksamkeit belegen. 

Und wieso sollten Bio-Lebensmittel nicht rational sein? Sie retten unsere Umwelt nicht, sind aber besser als die mit Pestiziden voll gespritzten konventionellen Lebensmitteln. 

Gut, bei dem Rest geb ich dir Recht, aber politische Parteien sind für eine Demokratie unverzichtbar.

LG

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@roboboy


Blöd nur, dass deine Beispiele sehr tollpatschig gewählt sind.

Wir wollen doch nicht persönlich werden, Boy, oder?


Homöopathie ist wirksam und das ist bewiesen. Zwar kann die Schulwissenschaft nicht erklären, wieso, aber sie kann die Wirksamkeit belegen. 

Falsch.
Homöopathica steht ein Einsatzverbot durch Ärzte des NHS in England bevor,

richarddawkins-DOT-net/2015/11/homeopathy-could-be-blacklisted/

Australien macht eine Metastudie über 176 Studien hinweg und kommt zu dem Schluß:

Australia’s National Health and Medical Research Council examined 176 studies of homeopathic treatments for 61 medical conditions including asthma, anxiety, headaches, arthritis, ulcers and warts. The agency found that about half the treatments were no more effective than placebos, and ruled that the studies on the other half were not robust enough to determine whether the treatments worked. The agency concluded that homeopathy should not be considered an effective treatment for any condition.

Und sogar die Apothekenumschau muß zugeben:

Streitpunkt: Wissenschaftliche Beweise
In wissenschaftlichen Kreisen kämpft dieses Therapie-Konzept allerdings bis heute um seine Anerkennung. Viele Untersuchungen widmen sich der Homöopathie, wobei die meisten Studien eine Wirkung bestreiten, die über einen Placebo-Effekt hinausgeht. Dem widersprechen andere Veröffentlichungen, die ihre Wirksamkeit zu belegen scheinen. Nur: Deren wissenschaftlicher Wert wird meist harsch kritisiert. Der Hauptvorwurf lautet: Die üblichen Maßstäbe und Richtlinien klinischer Studien seien nicht eingehalten worden.

http://www.apotheken-umschau.de/Homoeopathie



Und wieso sollten Bio-Lebensmittel nicht rational sein? Sie retten unsere Umwelt nicht, sind aber besser als die mit Pestiziden voll gespritzten konventionellen Lebensmitteln. 

Schade nur, daß sie im gleichen geschlossenen Kreislauf gezüchtet werden (google: Planet Erde) wie reguläre Nahrungsmittel. Schade auch, daß sie in den gleichen LKW transportiert und den gleichen Räumen gelagert werden.



... aber politische Parteien sind für eine Demokratie unverzichtbar.

Politische Parteien sind für eine freiheitliche Lebensgestaltung ebenso wichtig wie ... Kirchen. Nebenbei erfüllt keine derzeit auf der Welt praktizierte Gesellschaftsform die Forderungen an eine Demokratie, insbesondere nicht die der Gleichheit und Unmittelbarkeit der Wahlvorgänge.


Du brauchst übrigens nicht zu antworten, weil ich den Thread nicht mehr beobachte. Eine Anmerkung noch in Sachen Manieren: der Fragesteller hat die Community um ihre Meinung gebeten, ich habe meine deshalb hier kundgetan. Ich hingegen habe nicht um Meinungen zu meinen persönlichen Ansichten gefragt.



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Weil immer mehr Menschen sich den Schlaf aus den Augen reiben und erkennen, daß es für die Existenz von keinem der knapp 3000 zur Wahl stehenden Götter auch nur irgendein Anzeichen gibt.

Das ist so, weil die Menschen die hier etablierten religiösen Institutionen durchschaut haben und sich von diesen nicht mehr täuschen, belügen, betrügen und ausnehmen lassen wollen.

Weil diese Menschen gemerkt haben, das der Glaube an Gott allein wohl nicht ausreicht.

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