Warum gibt es im koreanischen ein "R" (transkripiert), wärend es das im chinesischen und Japanischen nicht gibt?

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4 Antworten

Es gibt nicht DAS "r", sondern es gibt zahlreiche verschiedene Phoneme, die in dem Bereich eines "r" liegen. Im Deutschen wird es meist als uvularer Vibrant ("gerollt") oder uvularer Frikativ realisiert. In manchen deutschen Dialekten wird das r alveolar gesprochen (mit der Zunge; so z.B. im Schweizerdeutschen) (auch nordgermanische Sprachen sprechen das r oft "vorne"). 

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_IPA-Zeichen#R

Das "englische r" ist ein Approximant.
In diesem Bereich findest du auch ein "japanisches r" (ein Flap).
Namen wie "Nakamura" sind nicht selten.

Auch Chinesisch hat ein "r", dies wird als (postalveolarer) Approximant realisiert (ähnlich wie im Englischen). Z.B.

Rénmínbì ("Volkswährung", chinesisch)

Sowohl Japanisch als auch Chinesisch haben transkribierte r. Sie sprechen es nur anders aus als ein deutsches "r" (obwohl auch letzteres mehr als 1 Phonem umfasst).

Kann dir nicht sagen wie es im Chinesischen aussieht aber klar hat japanisch ein transkripiertes R (Die Silben Ra, Ru etc. werden nicht als La, Lu etc. geschrieben sondern mit R)

im übrigen: Koreanisch hat ein "echtes" R und ein "echtes" L", nicht nur einen Halblaut zwischen L und R ;) Je nach Konstellation um die Buchstaben herum wird ein ㄹ entweder wie ein R oder ein L gesprochen (wie ein L z.B. nach Konsonantendoppelung mit ㄹ-ㄹ  --> 몰라 "Molla" (ich weiß nicht") Als R grundsätzlich wenn es am Wortanfang steht






Jetzt wo du es sagst, stimmt, ich kenne auch japanische namen mit "r".

Meine Frage ist dann, ob Koreaner unser "r" eher aussprechen können als die beiden anderen.

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@HeikoErlbacher

jepp können sie ;) Es gibt sehr harte Laute die mit einem r produziert werden (러시아 für Russland zum Beispiel)

Mir fällt spontan kein Wort mit einem sehr rollendem R ein, aber das dürfte für Koreaner zb weniger schwer umzusetzen sein (wenn sie deutsch lernen würden..oder italienisch) als es für Japaner wäre

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Solche Transkriptionen haben nichts mit sprachwissenschaftlichen Transkriptionen zu tun. Die korrekte Aussprache dieses Namens ist /pak/ oder /bak/. Da ist also von der Aussprache her gar kein R drin. Man hat es wahrscheinlich eingefuegt, damit koreanisch ungebildete Englischmuttersprachler ein /ɑ/, wie beispielsweise in park (der Park) realisieren, anstelle eines /æ/, wie beispielsweise in pack (packen), womit sie naeher an der korrekten Aussprache waeren.

Das Koreanische, wie auch das Japanische R ist ein alveolarer flap / ɾ /​. Diesen Laut gibt es im Deutschen (was uebrigens drei verschiedene R kennt) nicht. Dieses und alle anderen Rs oder Ls werden diese Muttersprachler darin einordnen, weshalb man auch verstanden werden wird, wenn man den alveolaren flap nicht beherrscht. Klingt halt nur doof und man sollte sich bemuehen den richtigen Laut produzieren zu lernen.

Wenn man ueber Aussprache sprechen moechte, dann sind Buchstaben irrelevant. Abgesehen von mehr oder weniger offiziellen Transkriptionssystemen kann ich im Grunde so transkribieren, wie ich lustig bin. Beispielsweise kann ich meine Zielgruppe und deren Lesegewohnheiten (auf Grunde der Muttersprache) beruecksichtigen, wie man moeglicherweise bei deinem Beispiel gemacht hat. Die korrekte Aussprache laesst sich schriftlich nur mit dem IPA wiedergeben.

Der Koreanische Buchstabe für R ist auch gleichzeitig der für L und je nach Aussprache wird halt anders transskribiert. Beim Chinesischen gibt es keinen Laut, der mit einem deutschen R vergleichbar ist, weshalb Chinesen auch auf Anhieb nichts damit anfangen können. Bei Japanern ist es noch etwas komplizierter. Die haben kein R und kein L, aber etwas, was sich so anhört wie die Mischung aus beiden :D und da muss man sich beim Transskript entscheiden ;) ich finde, dieser Laut hört sich eher wie ein englisches R als ein L an

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