Warum gibt es heute keine Germanen oder Osmanen mehr?

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13 Antworten

Man muss immer zwischen Sprache und Abstammung unterscheiden. Deutsch ist eindeutig eine germanische Sprache (und Türkisch geht eindeutig auf die Sprache der Osmanen zurück). Dennoch sind wir - ethnisch gesehen - alle mehr oder minder das Produkt einer sehr vielfältigen Mischung.

Denn hierzulande wohnten früher auch nicht-germanische Völker (Kelten, Römer, andere...). Und in Kleinasien gab es eine sehr vielschichtige vor-osmanische Bevölkerung (nicht nur Griechen, sondern auch viele andere).

 

So ist es. Im Laufe der Geschichte haben sich diverse Namen geändert. So wurden z.B. aus den Römern die Italiener oder aus den Bewohnern des Königreiches Aragon die Katalanen. Früher gabs auch noch keine Azubis sondern Lehrlinge.

Man muss unterscheiden zwischen Kultur und Rasse. Rasse bezieht sich auf die Genetik. Die Begriffe Germanen und Osmanen bezeichnen frühe Kulturen.

Menschen sind kulturell nicht auf genetische Merkmale festgelegt.

Natürlich existieren immer noch kulturelle Unterschiede, aber diese lassen sich in der modernen Gesellschaft schön längst nicht mehr so pauschalisieren und schon gar nicht nach äußeren Merkmale wie Haut-, Augen-, Haarfarbe usw. einordnen.

"Osmanen" ist keine Bezeichnung einer Ethnie, sondern die des ersten osmanischen Herrschers, insofern sind Türken genau so wenig heute Osmanen, wie sie es damals gewesen sind.

Die modernen Deutschen haben mit den germanischen Stämmen von vor 2.000 Jahren auch nichts mehr gemein, zumal sich diese niemals selbst als "Germanen" bezeichneten, geschweige denn jemals eine wie auch immer geartete Einheit dastellten.

"Germanen" ist orriginär ein Kampfbegriff, der der Römischen Geschichtsschreibung entsprungen ist um sich von den Völkern jenseits von Rhein und Donau abzugrenzen, insofern ist es lediglich eine Fremdbezeichnung, warum sollte man diese also annehmen?

Völliger Unsinn

Germanen hat sich etabliert als Name für germanische Stämme, die es vor der Bildung der eigentlichen modernen Ethnie der Deutschen gab. Und Deutsche sind ürigens auch nicht nur aus Germanen entstanden.

Bei Osmanen oder Ottomanen ist es in der Tat so, dass einfach mitdem Untergang des Reiches sich eine neuer Name eingebürgert hat. Aer auch je nach Land. So wurden z.b. in Russland die Türken immer Türken genannt. und Osmanen sagte man immer wenn man besonderes Ausgenmerk auf die Staatlichkeit des Osmanischen Reiches richten wollte.

süß: Ottomanen! Das sind m.W. Sitzmöbel: https://de.wikipedia.org/wiki/Ottomane

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@Spielwiesen

Im Zusammenhang mit Möbeln ist die Verwendung des von dem französischen Adjektiv ottoman (osmanisch) abgeleiteten Wortes in der französischen Sprache

Süss, wenn man sich mit Etymlogien und Sprachen nicht auskennt.

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Das ist so nicht ganz richtig. Das hat ja auch kulturelle Hintergründe und nicht nur geographische. Wenn man Germane sein möchte sollte man auch an die entsprechenden Götter glauben und entsprechende Sozialstrukturen haben. Germanen hatten mehrere regionale Stammesfürsten, wir haben eine Demokratie. Das ist ein bedeutender kultureller Unterschied. Ich bin zwar deutsch, aber ich sehe mich weder als Germane, Kelte, Preuße oder sonstwas.

Sie gibt es ja noch, aber haben wie du bemerkt hast, nun einen anderen Namen. 

Das ist der kulturelle Wandel, vor den Germanen gab es ebenso andere Völkernamen. Es gibt seit Jahrtausenden Völkerwanderungen, Völker vermischen sich, es entstehen neue. 

Das ist der gewöhnliche Vorgang unserer Zivilisation, und wer weiß, was wir in 500 Jahren sein werden. Deutsche wie heute wird es dann, vermutlich keine mehr geben. 

Weil es zwei  ganz verschiedene Begriffe sind.

Osmane ist eine Herrscherdynastie so wie bei uns die Hohenzollern die Kaiser stellten.

Der Name für das Volk war immer Türke, auch unter den Osmanen. Germanen war kein Volksbezeichnung, sonder die Bezeichnung der Römer für Stämme mit gleicher  Sprache. Aus dem Ausdruck "Sprache des Volkes" entwickelte sich der Begriff Deutsch

Stimmt im wesentlichen. So wie immer mal wieder Begriffe geändert werden. Aus schwarze wurde farbige etc. 

Warum gibt es keine Römer mehr ? Antwort - weil sie schlicht weg ausgestorben sind respective nur noch als Erbgut/schlecht vorhanden sind ....

Weil Osmanen nur Mongolen waren, die sich mit anderen Völkern zusammengetan hatten.

Ich kann nur die Seite der Türken beantworten. Osmanen waren zwar das  modernste Volk der Türken, es waren aber nicht die einzigen Türken. Der Ursprung der Türken geht weiter zurück als bis zu den Osmanen im 1200 n.Chr. Die Orchon Runen waren die ersten Türken und breiteten sich mit den Uiguren bis zu den Seldschuken von der Mongolei aus bis nach Kleinasien und später nach Afrika wo dann die Osmanen übernommen hatten. Atatürk rettete vom letzten überbleibsel des Osmanischen Reiches, was noch zu retten möglich war. Atatürk reiste in die anderen Türkischen Länder bis nach Finnland, bevor er dann die heutige Türkei modernisierte und die Türkische Sprache in Latein-Buchstaben einführte.

Das sind die heutigen verbliebenen Türkischen Länder:

Siehe im Bild, was Atatürk hätte zurückerobern müssen, wenn er die ganze Türkei wieder zum Leben erwecken hätte gewollt:


 - (Menschen, Geschichte, Deutschland)

Na, diese Karte ist dann doch eher einer blühenden Phantasie geschuldet...

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@Agentpony

Diese Karte zeigt nur die Gebiete, welche die Türken einst besessen haben. Natürlich nicht in einer Zeit, sondern über Tausende Jahre.

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