Warum gibt es Geschlechter (weiblich und männlich)?

17 Antworten

Weil die meisten Menschen nicht bis drei zählen können.

Rein genotypisch (also naturwissenschaftlich) sieht die Welt deutlich bunter aus.

Physiologisch (also was die Ausgestaltung des Körpers betrifft) erst recht.

Und Psychologisch... hmpf... da kann man zwar auch mit Schubladen arbeiten, aber zumindest der intelligentere Teil der Profis wird akzeptieren:

Jeder Mensch ist was völlig Eigenes (ein "Individuum").

Real gibt es also alleine bei Menschen mehr als 7 Milliarden Geschlechter.

Aber die Realität überfordert die meisten Menschen. Nicht nur in dieser Hinsicht.

Also ignoriert man sie und versucht sie künstlich in Schubladen zu pressen.

Die Realität und die Menschen.

Und da das Geschlecht in unserer Gegenwart eine vergleichbar unwichtige Kategorie ist... zumindest im Vergleich zum Kontostand (dem eigenen oder dem der Eltern)...

Nuja, Das bedeutet immerhin für ein paar Menschen: Du darfst sein was du willst.

Sofern dein Konto gut genug aussieht.

Der Rest muss sich damit abfinden, dass die Masse der Menschheit bescheiden lebt und sehr bescheiden denkt.

Liebe Grüße,

Tanja

Geschlechtliche Lebewesen haben einen Entwicklungsvorteil. Das genetische Material in einer Population wird ständig durchmischt und es gibt eine größere Vielfalt. Bei Krisen wie Seuchen, Nahrungsmangel etc. gibt es so mehr Möglichkeiten darauf zu reagieren.

Einfach ein großer Vorteil um mit großer genetischer Ausstattung auf verschiedene Probleme in der Umwelt zu reagieren.

Z.B. finden wir Menschen bei der Parnersuche unterbewusst solche potentiellen Partner attraktiv, die ein ganz anderes Immunsystem haben als wir (unterschiedliche Rezeptoren auf den Immunzellen). Das ist über Duftstoffe codiert, die wir wahrnehmen. Geben Menschen einander die Hand, dann greifen sie sich danach öfter ins Gesicht um unterbewusst an ihrer Hand zu riechen. Sehr interessantes Gebiet für die Forschung.

Treffen also zwei Menschen mit unterschiedlichem Immunsystem aufeinander, ist die Chance zusammen zu kommen größer. Der Nachwuchs hat dann ein Immunsystem, was aus den beiden Kombiniert ist. Dadurch ist dieses Immunsystem dann besser ausgestattet, als bei Eltern, die ein sehr ähnliches Immunsystem haben.

Und das ist nur ein Beispiel, warum geschlechtliche Fortpflanzung so überlegen ist.

Kennst du irgendwelches Leben auf diesem Planeten, was eine nennenswerte Intelligenz entwickelt hat und sich durch Teilung (ungeschlechtlich) vermehrt?

Da hast du deine Antwort ;-)

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@FloTheBrain

Fast alle Mikroorganismen vermehren sich ungeschlechtlich. Bei Tieren gibt es sowas auch, aber meist nur als Option wenn gerade kein Partner in der Nähe ist.

Aber auch bei Bakterien gibt es einen genetischen Austausch untereinander, nur ist davon die Vermehrung ungekoppelt.

Und warum es keine 3 Geschlechter gibt, sollte einem schnell klar werden: Es ist schon schwierig genug mit nur einem Partner klar zu kommen ;-)

Und in der Natur wäre es noch schwieriger 3 Individuen zeitgleich an einem Ort für eine Paarung zu haben. Das ist einfach das Gesetz der Wahrscheinlichkeit. Selbst in der Chemie sind chemische Reaktionen mit 3 Molekülen extrem selten und schwierig, wenn diese Zeitgleich miteinander reagieren müssen.

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Es gibt so viele Geschlechtervariationen, wie es Menschen gibt,
dass und anhand welcher primären Geschlechtsmerkmale Menschen in männlich und weiblich unterteilt werden ist wohl in westlich, europäischen Kulturkreisen sehr tief verankert.

Leute glauben, dass die Natur das so eingerichtet hat, damit Menschen sich fortpflanzen können.
Aber das ist Bullshit. Dann wären Nichtfortpflanzungsfähige Personen ungeschlechtlich, genau wie Menschen, die nicht heterosexuell sind.
Was und welche Bedeutung zwei dichotom zu einander stehende Geschlechter haben, ist kulturell verankert.
geschlechter gibt es nur, weil menschen sie konstruieren, als eine kategorie, wie nationalitäten.

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