Warum gibt es etliche Leute in Deutschland die Privat TV Sender als Unterschichtenfernsehen bezeichnen?

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9 Antworten

Wahrscheinlich haben sie irgendwo aufgeschnappt, dass statistisch gesehen die Unterschicht Privatfernsehen schaut. 

Von denen, die sich distanzieren gibt es die, die Privatfernsehen zu langweilig oder stumpf halten und die, die sagen, dass sie es nicht schauen, um nicht in diese Schublade gesteckt zu werden oder weiter gesteigert, um sich als etwas Besseres hervor zu heben.

Wenn jemand zufällig nicht gerne Privatfernsehen schaut, darf er sich glücklich schätzen, denn dann kann er sagen, er habe mehr Niveau, denn das ist ja überall bekannt, dass das so ist. Yeah! Nichtprivatfernsehen schauen macht einfach klug.

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Ich bezeichne jetzt nicht unbedingt gewisse TV Sender, sondern eher die Sendungen. Egal von wem sie ausgestrahlt werden.

"Bauer sucht Frau" oder "Schwiegertochter gesucht (nennt sich das so?) sind für mich solche Sendungen. Aber auch "Köln, Tag und Nacht". Kann dir nicht mal sagen, auf welchen Sendern die laufen.

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Schau dir die Realityshows an, mit denen die den Tag überschwemmen: Absolut unterste primitive Schiene.

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Kommentar von Torrnado
29.11.2016, 03:55

volle Zustimmung !!!

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Ein Blick in die Fernsehprogrammzeitschriften genügt um diese Sender nicht einzuschalten.

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Kommentar von Torrnado
29.11.2016, 03:54

Du bringst es auf den Punkt !

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Da es meiner Meinung nach Unterhaltung auf aller unterstem Niveau ist.

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Kommentar von wilees
29.11.2016, 01:14

Das ist nicht einmal unterstes Niveau, sondern unterhalb jedes Niveaus.

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Kommentar von Blitz68
29.11.2016, 09:01

das ist KEINE  Unterhaltung ,

vielleicht könnte man es :" Verdummung " nennen.

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Damit sind schon mal meist nur RTL und RTL 2, teilweise auch Sat.1 und Pro7 gemeint. Noch seltener ntv wegen ihren Verschwörungstheorie-Dokus.
RTL (& 2) wegen dem Programm allgemein
Pro7 und Sat.1 wegen dem Abend- bzw. (Vor-, Nach-) Mittagsprogramm

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Kommentar von Blitz68
29.11.2016, 09:03

die Privatsender eben,

die brauchen mehr Quote, um sich zu finanzieren ( und um etwas dran zu verdienen ) und sind darauf angewiesen, dass sehr viele Leute sie anschauen ...

so sinkt das Niveau des Angebots

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Brauchst dir bloß das Programm anzugucken, dann weißt du alles.

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Kommentar von Rotrunner2
29.11.2016, 01:15

Danke für die Bewertung.

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Weil die Programme nur gefaked sind und gebildete Menschen diese Sender meiden!

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weil das TV Angebot dieser Sender sooo schlecht ist

und es von Leuten geschaut wird, die sehr oft nichts anderes verstehen

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Kommentar von Tasha
29.11.2016, 01:25

... oder sich an das schlechte Programm gewöhnt haben, weil sie nach besseren Sendungen suchen müssen.

Es stellt sich aber mMn die Frage nach dem Huhn und dem Ei: Gäbe es mehr gute Sendungen, würden sie vielleicht auch geschaut werden. Wer aber z.B. nachmittags oder mittags die gängigen Privatsender anstellt, findet oft nur bestimmte Formate (zunehmend scripted Reality nach dem immer gleichen Schema). Jemand sagte mal, diese Sendungen seien für Hausfrauen beim Bügeln oder Kochen gedacht: Es macht nichts, wenn man mal rausgeht und einen Teil verpasst, weil man sich den Handlungsabglauf grob denken kann und vieles wiederholt wird. Zudem wird immer wieder künstlich Spannung aufgebaut, so dass man auch einen Spannungsbogen erwischt, wenn man mal zwischendurch den Müll rausgebracht hat).

Unterschichtenfernsehen mag sich dann darauf beziehen, dass die Sendungen für Leute, die sie ganz und nicht nur nebenbei im Hintergrund sehen oft anspruchslos sind. Oder darauf, dass vor allem Leute zuschauen werden, die nicht arbeiten, weil andere zu den Sendeterminen in der Arbeit sind. Leider gibt es auch eine große Gruppe von scripted Reality-Sendungen, die Karikaturen von "Unterschichtenfamilien" darstellen, die ein übermäßig klischeemäßiges und übertriebenes Verhalten an den Tag leben (Hobby: Sahenessen usw.). So mag sich Unterschichtenfernsehen auch darauf beziehen, dass eine (Fantasie-) Unterschicht gezeigt wird. Diese wird allerdings mMn nur als solche charakterisiert, weil die Menschen im Format - oft Teilnehmer oder Laiendarsteller, keine echten Schauspieler - sich durch Manipulationen, Drehbücher, Schnitte etc. übermäßig lächerlich verhalten (unreif, kindisch, hilflos, aggressiv, faul, dumm usw.). Es wird also die Unterschicht durch unangemessenes, nicht für die Gesellschaft tragfähiges Verhalten und Bildungsferne, nicht durch ihr Einkommen, definiert. 

Tatsächlich kann jemand finanziell zur Unterschicht gehören, aber ein freundliches, höfliches Verhalten an den Tag legen und gebildet sich/ sich weiterbilden bzw. seine Kinder gut erziehen. Somit stellt das "Unterschchichtenfernsehen" nicht wirklich die (finanzielle) Unterschicht dar.

Eher handelt es sich um einen Zirkelschluss: Menschen, die wenig Antrieb haben wird ein verblödendes Fernsehen als Zeitvertreib präsentiert, das möglicherweise zeigt, was aus ihnen werden kann, wenn sie in ihrer Freizeit vor allem diese Formate schauen (und sich damit nicht geistig auslasten bzw. anregen, keine Anregungen zu einem besseren Leben bekommen und ggf. in ihrer Lethargie z.B. nach Schicksalsschlägen, bestätigt werden).

In jedem Fall ist der Begriff "Unterschichtenfernsehen" ein diffamierender für Menschen, die nur wenig Geld haben, aber sich nicht derart gehen lassen, wie das oft in den entsprechenden Sendungen gezeigt wird.

Außerdem sind die Sendungen durch die vielen Spannungsbögen und das irreale Verhalten der Protagonisten wie "Fernseh-Fastfood": Man wird nicht satt, man hat nie das Gefühl, genug gesehen zu haben, wird immer zum Weitersehen (nach dem Werbeblock, nächste Sendung, nächste Folge) animiert, ohne je das Gefühl zu haben, wirkich etwas gelernt oder etwas zum Nachdenken bekommen zu haben. Die Sendungen regen regelrecht zum Verweilen und Zeittotschlagen an!

Dagegen stehen Filme, Serien, Dokus und Infosendungen, die zum Mitdenken, Nachdenken, Mitfühlen (!) und eigenen Handeln animieren, den Menschen also in gewisser Weise "sättigen", indem er sich vom Fernsehen lösen kann/ möchte und selbst etwas tun möchte, statt nur zu konsumieren. Ob man das aber nun unbedingt das (finanziellen) Oberschicht zuschreiben kann, weiß ich nicht, jedenfalls nicht ausschließlich.

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