Warum gibt es eine eidesstattliche Aussage, wenn man vor Gericht sowieso die Wahrheit sagen muss?

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10 Antworten

Vor Gericht ist man in jedem Fall verpflichtet, die Wahrheit zu sagen.

Als Angeklagter bzw. Beschuldigter nicht, da kannst du lügen bis der Arzt kommt.

Vor Gericht steht man aber für gewöhnlich auch als Zeuge nicht unter Eid und manche Menschen wollen auch keinen Eid schwören, diese können stattdessen an Eides statt versichern.

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Kommentar von sophie1235
12.03.2017, 16:40

Als Angeklagter bzw. Beschuldigter nicht, da kannst du lügen bis der Arzt kommt.

Natürlich kann man vor Gericht lügen. Doch das wird doch sicherlich rechtliche Folgen nach sich ziehen, oder?

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Wenn du als Angeklagter  den Zeugen siehst, und du weist das er die Wahrheit verschweigt oder Falsch aussagt, dann habe ich über meinen Rechtsanwalt schon einige mal den Zeugen vereidigen lassen, und wenn dann der Zeuge sich  etwas nervös verhält hat der Richter auch ein Gespür das etwas nicht  ganz koscher ist.

Ja und dann schlägt das Gesetz zu. Der Zeuge wird ganz kräftig darauf hingewiesen was eine Eidliche Folgen haben kann.

Früher habe ich mir Oft Gerichtsverhandlungen aus dem Zuschauerraum angehört.

Ich habe aus der Vereidigung schon einige Male ganz andre Urteile  gehört wie Erwartet.

Warum der Angeklagte auf der Seite sitzt wo keine Fenster sind ist dir bekannt.? Das Licht von Draußen, soll den Angeklagten noch Erleuchtung bringen.

Mit freundlichem Gruß

Bley 1914

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Die Konsequenzen einer Falschaussage unter Eid sind gravierender als eine uneidliche Falschaussage.

Der Gesetzgeber erhofft sich damit ein Druckmittel in der Hand zu haben, Zeugen zu wahrheitsgemäßen Aussagen zu bewegen.

Uneidliche Falschaussage: 3 Monate bis 5 Jahre Freiheitsstrafe

Falschaussage unter Eid (Meineid): mindestens 1 Jahr Freiheitsstrafe, nach oben offen

Die Tatsache, dass bei Meineid mindestens 1 Jahr Freiheitsstrafe droht, wird der Meineid nicht mehr als Vergehen sondern als Verbrechen gewertet. Diese Unterscheidung wird zum Beispiel wichtig, wenn man ein öffentliches Amt bekleidet oder sich zur Wahl in ein öffentliches Amt aufstellen lassen möchte. Das wird einem dann nämlich für mehrere Jahre nicht mehr erlaubt sein.

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Es soll soetwas wie eine Beglaubigung über die Richtigkeit einer (Zeugen-)Aussage sein... am Ende ein Schriftstück, mit dem quasi belegt wird: "laut eidesstattlicher Aussage, hat sich Fall X/Y folgendermaßen zugetragen". Es gibt dem ganzen eine offizielle Note und soll die Richtigkeit/Wahrheit der Aussage dokumentieren und Nachdruck verleihen, wäre demnach also "wertiger" als eine nicht-eidesstattlicher Aussage...

Umgekehrt würde eine eidesstattliche Aussage, die sich im Nachhinein als falsch erweißt, natürlich auch dementsprechend strenger geahndet werden, denn man kann danach nicht mehr behaupten, dass man sich bei der Aussage nur falsch ausgedrückt oder diese ganz anders gemeint hätte...

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wenn man vor Gericht sowieso die Wahrheit sagen muss?

Stimmt nicht immer. Als Angeklagter darfst Du Lügen, das sich die Balken biegen.

Als Zeuge bist Du verpflichtet die Wahrheit zu sagen

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Ist das dann etwas wie eine doppelt wahre Aussage

Eine Versicherung an Eides statt erfolgt vor einer Behörde etc., nicht jedoch vor dem Richter selbst.

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... also, es wird nirgends mehr gelogen als in Verhandllungen. Hast Du schon eine besucht?

Suche Dir ein Mietverfahren aus, da kommen die Tränen von ganz alleine.

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Nur weil man die Wahrheit sagen muss, heißt das ja nicht, dass das alle machen.

Eine Falschaussage unter Eid hat eine höhere Strafe zur Folge, was die "Motivation" erhöhen soll tatsächlich nicht zu lügen. 

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Das hab ich mich auch schon oft gefragt.

Das einzige, was mir dazu einfällt ist, dass es verschieden hohe Strafen für beide Dinge gibt.

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Unter Eid wäre die Strafe bei Falschaussage größer.

(Kommt aber immer auf den Fall an.)

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