Warum gibt es ein Universum und nicht einfach nur... "Nichts"?

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15 Antworten

Ganz einfach!

1. Die Gesamtenergie eines Universums mit flacher Geometrie ist genau null. Wir leben in einem solchen Universum. Es wird also keine Energie benötigt, um ein Universum wie unseres zu erzeugen.

2. Wenn du "nichts" in die quantenmechanischen (QM) Gleichungen einsetzt, bekommst du sofort etwas. Man kann die QM so zusammenfassen: "Alles, was geschehen kann, geschieht." Alle Möglichkeiten werden also von der Realität ausgeschöpft: deshalb nehmen wir an, dass es ein Multiversum gibt, das wie eine Koralle wächst und sich durchwegs in neue Möglichkeiten aufsplittet.

Wenn du also mit nichts anfängst ("nichts" heißt die Abwesenheit von Raum und Zeit!), dann wirst du immer eine Quantenfluktuation bekommen - ein winziges Etwas, einfach weil es im Bereich des Möglichen liegt. Sobald du dies aber hast, bläst es sich sofort zu einem flachen Universum auf.

Ich empfehle auch die Vorlesung von Lawrence Krauss zu diesem Thema für alle, die dem Englischen mächtig sind.



Daß die Everettsche Viele-Welten-Theorie heute Common-Sense unter den Physikern sein soll, ist mir neu.

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Die Gesamtenergie eines Universums mit flacher Geometrie ist genau null. Wir leben in einem solchen Universum.

Die Messwerte legen nahe, dass wir in einem beinahe flachen Universum leben. Da es leider auch Messfehler gibt, könnte das Ding aber auch offen oder geschlossen sein.

Warten wirs ab.

Und Lawrence Krauss - gibts da nicht was Neueres?

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Warum gibt es ein Universum und nicht einfach nur... "Nichts"?

Vereinfacht erklärt.

Es gibt irgendetwas vor unserem Universum. Ein Nichts, eine Leere, einen Undefinierbaren Zustand oder Nudelsalat. Was genau, ist egal. Und dieses Etwas, ist in Raum und Zeit unbegrenzt. In diesem Etwas gibt es Quantenfluktuationen und nach 10^999999999 +-1 oder 2 Fluktuationen entsteht auf einmal unser Universum. Einfach weil es möglich ist. Statistisch gesehen kann das Universum entstehen und da die Statistik im „Etwas“ Räumlich und Zeitlich unbegrenzte Freiheiten hat, wird es auch passieren. So wie bei dem Münzwurf nicht nur Zahl und Kopf kommt, sondern irgendwann bleibt die Münze auch mal auf dem Rand stehen.

Ausführlicher, Sinnhafter und besser Erklärt in folgendem Video.

Ich habe mir diese frage auch schon gestellt. Ich hab mir das so vorgestellt,

unser Universum, sowie alle anderen unabhängigen Universen, sind wie Gedanken,

Sie existieren im Nichts.

Im absoluten Nichts hält nichts die Idee oder eine Konstante oder ein System, nur von der reinen Logik her, auf.

Und wir leben in einem dieser Ideen, in einer dieser Konstanten, in einer dieser Systeme, welche im Nichts existieren.

Und es gibt alle Konstanten bzw Systeme bzw Universen die es geben kann, sonst müsste man sich fragen warum ist unser Universum wie es ist.

Und jedes Universum ist wie ne Konstante, es steht bereits alles fest, es ist deterministisch. Das heißt aber nicht, dass Alles seinen physikalischen Grund hat,

es kann von der Physik unerklärliche Zufälle geben, jedoch sind sie unausweichlich.

Blöd gesagt: Aller Schicksale sind eingemeißelt. 

Es muss Alles konstant und vorherbestimmt sein, weil man sich sonst fragen könnte warum es passiert wie es passiert.

Heißt das, dass, egal was wir machen, es ädert sich nichts?

Nein, denn wenn man das denken würde wär es genau so vorherbestimmt wie wenn du es nicht denken würdest.

komisches Beispiel hier :

Bzw. eine Künstliche Intelligenz in der Zukunft würde sich ja auch nicht denken, dass sie nicht machen müsste, nur weil diese weiß wie sie selbst funktioniert und demnach sich ja alles von alleine regelt.

Die Frage ist eher im Bereich der Philosophie einzuordnen. Hier speziell die von Heidegger. Dieser stellte nämlich auch schon die äußerst interessante Aufforderung:

Die Undefinierbarkeit des Seins dispensiert nicht von der Frage nach seinem Sinn, sondern fordert dazu gerade auf.

Heidegger Sein und Zeit

Doch leider ist Heideggers Aufruf wohl nie recht in den Fokus weiterer tiefgreifender wissenschaftlicher Betrachtung geworden. Zudem stellte er auch wie du folgende Frage:

Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts? Das ist die Frage. 

Heidegger Einführung in die Metaphysik

Es kann nicht Nichts geben, da dieses Nichts wieder auch etwas wäre, es müsste sein um Nichts zu sein, das ist unlogisch, paradox.

Das Sein ist zeitlos, existiert ewig und ist unzerstörbar (Energieerhaltungssatz).


Die Urknalltheorie erklärt wieso sich das Universum derzeit so verhält, wie es dies macht. Hierzu wurden logisch zwingende Argumente genutzt. Über andere physikalische Ideen äußere ich mich nicht, da mir das professionelle Know-How in diesem Bereich fehlt.

Nach dem Urknall enstanden alle schweren Elemente, die nach den Erkenntnissen der Physik den Raum füllen.

Das Nichts ist ein Platzhalter.
Einerseits für die Beschreibung was vor dem Urknall war, anderseits für die Bereiche im Universum von denen eine Theorie aber noch keine Wahrnehmung besteht..
Die Physik ist in der Lage das sichtbare Universum zu kartieren (Galaxien, Supergalaxien, Filamente), dazwischen befindet sich Nichts (in einer Theorie wird dieses Nichts nun mit Dunkler Materie beschrieben, ohne für diese einen Beweis gefunden zu haben).

Zu einem geeigneten Zeitpunkt wird die Physik den Platzhalter Nichts mit einem Beweis beschreiben, aber eben auch erst dann.

Das stimmt alles nicht, schon angefangen beim Urknall, wo im Wesentlichen nur Wasserstoff und Helium entstanden. Die schweren Elemente werden in Sternen erzeugt und ins galaktische Medium abgegeben, sobald diese Sterne explodieren.

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@DieMilly

Und die Sterne bildeten sich genau woraus?
Eben, aus den schweren Elementen, die erst mit dem Urknall entstanden.
So war die Reihenfolge, nicht umgekehrt.

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@soissesPDF

Soisses nicht. Nach dem Urknall entstanden zunächst mal die einfachen leichten Elemente, daraus bestanden auch die ersten Sterne,  danach die schwereren mit vielen Nukleonen. Was vorher war, weiß niemand.

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Die Antwort ist einfach: Zufall

Es steht nicht im Widderspruch zu den Naturgesetzen und ist eben einfach geschehen.

Es könnte eine Million (oder mehr) Fälle geben mit den gleichen Möglichkeiten, bei denen saber nichts geschieht (nichts entstanden ist).

Aber Du lebst in einem Universum, denn ohne ein Universum, ohne Sonne und ohne Erde könntest Du nicht leben.

Und nur dann, wenn jemand lebt, nur dann kann er diese Fragre stellen.

Das nennt man das "schwache anthropologisches Prinzip".

die ganze Entstehung vom Universum kenne ich bereits

Uuups, dann weißt Du mehr als die Physiker die sich damit beschäftigen.

Tatsache ist nun einmal, das es um uns herum eine Menge "Zeugs" gibt, das wir auf vielfältige Weise wahrnehmen. Inklusive dem, wozu unsere Sinne uns nicht befähigen.

Dein "Warum" lässt sich daher nicht einmal ansatzweise beantworten.

Über "Nichts" und "Leer" gibt es eine Menge philosophischer Abhandlungen, vielleicht solltest Du Dir damit ein wenig die Zeit vertreiben :-)

Soweit wir heute Wissen besteht dieses Nichts aus Quantenfluktuationen also Schwingungen um dieses Nichts aus denen so etwas wie unser Universum entstehen kann.
Da es in diesem Nichts keine Zeit gibt die Zeit also vereinfacht gesagt unendlich lang ist MUSS irgendwann so etwas wie unser Universum passieren.

Ich glaube die fragen warum ist nicht Einfach nur nichts da lässt sich daraus erschließen das es außer uns auch andere Wesen in diesen unentlich großen Raum gibt und wenn man von der Theorie von Stephen hawking ausgeht hat die Zeit in den Raum ein ende also gebe es doch eigentlich mehr als 5 Dimensionen aber um uns diese genauer vorstellen zu können wird die Menschen noch lange brauchen

Ich gehe mal nur auf die Frage in der Überschrift ein. Nehmen wir einmal an, dass es statt dem Universum nichts gäbe. In diesem Fall gäbe es die Milchstraße nicht, ebenso wenig unser Sonnensystem, die Erde, uns Menschen, das Internet und nicht einmal Deine Frage.

Von Nichts kommt Nichts, und das Nichts der Quantenfluktiation, das ist das Vakuum, der leere Raum, der aber nicht Nichts ist.

Es ist offenbar was und  was auch immer und wie auch immer, aber was da ist, das  ist Energie, und der erste Hauptsatz der Thermodynamik, den nur völlig Verrückte wagen anzuzweifeln, , der zeigt, daß wenn da Etwas ist, es immer war und immer sein wird: Ewig!

https://www.uni-ulm.de/fileadmin/website_uni_ulm/nawi.inst.251/Didactics/thermodynamik/INHALT/HS1.HTM

Manche Sachen kann man einfach nicht erklären..zumindest zur Zeit noch nicht. Und ja, wenn man versucht dass "nichts" zu erklären/ sich vorzustellen redet man oft von einem großen schwarzen Raum aber die Wahrheit ist, wir können uns nicht einmal nichts vorstellen.

Es gibt das Universum - und es ist so, wie es ist, weil es sonst niemanden gäbe, der diese Fragen stellen könnte...

→ Anthropisches Prinzip

Das anthropische Prinzip ist auf diese Frage allerdings nicht anwendbar. Es ist nur anwendbar auf Fragen, die ein kosmisches Sieb beschreiben, etwa: 

* Warum sind wir auf der Erde und nicht auf einem anderen Planeten?

* Warum ist dieses Unviersum so gut abgestimmt?

Dann ist die Antwort, dass es uns nur hier geben kann, wir also über die Menge aller möglichen Planeten bzw. Universen ausgesiebt wurden. Es beantwortet hingegen nicht, warum es überhaupt etwas gibt.

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@DieMilly

Das sehe ich nicht so. Daß es uns gibt, setzt voraus, daß es überhaupt etwas gibt, oder nicht?

Auf Wikipedia steht zum AP:

"Das anthropische Prinzip (von griechisch anthropos »Mensch«), kurz AP, besagt, dass das beobachtbare Universum nur deshalb beobachtbar ist, weil es alle Eigenschaften hat, die dem Beobachter ein Leben ermöglichen. Wäre es nicht für die Entwicklung bewusstseinsfähigen Lebens geeignet, so wäre auch niemand da, der es beschreiben könnte."

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Ich verstehe die Grundaussage des AP: "Das Universum ist so wie es ist, weil wir SIND". Gut und schön. Im Grunde erscheint es mir sogar höchst trivial, aber inwiefern beantwortet das AP irgendeine Frage bezüglich des Universums? 

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alles ist aus einer kraft entstanden, die die menschen nicht mal denken können.

manche nennen sie gott ( und irren sich auch damit)

Sehr zu empfehlen:

Wirklich empfehlenswert sind eigentlich nur englische Quellen. Die englischen Versionen des Harald Lesch sind in der Regel gleich 10 mal so gut :)

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