Warum gibt es die Toddestrafe nicht mehr?

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23 Antworten

Fanden halt nicht alle so super wie du.

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Wie hier schon öfter geschrieben wurde, kollidiert eine Todesstrafe mit unserer Verfassung. Und nicht nur die Todesstrafe, sondern auch die lebenslängliche Freiheitsstrafe, wie sie beim Mord zu verhängen ist geht gerade so d'accord damit. Deswegen gibt es für verurteilte Mörder mit lebenslanger Freiheitsstrafe nach 15 Jahren eine Möglichkeit freizukommen. Dies wird mit dem Rechtsstaatsprinzip und der Unantastbarkeit der Menschenwürde begründet.
Dies ist erfahrungsgemäß sinnvoll, da z.B. auch bei Mördern stark nuanciert wird und werden muss.

Der sehr beliebte "Haustyrannen Fall" zeigt, dass Menschen in (für sie) aussichtsslosen Situationen schlimme Dinge tun können, um sich dem dauernden stark negativen Einfluss von außen zu entledigen. Diese Menschen pauschal mit anderen Mördern gleichzustellen wäre etwas unangebracht (dazu mehr in der Literatur). Nicht umsonst wird der §211 - der Mordparagraph umgestaltet. Die Tätertypenlehre des "Mörders" ist nicht mehr zeitgemäß.

Wirf nicht leichtfertig mit Begriffen wie "ethisch vertretbar" um dich. Das ist Stammtischphilosophie. Wenn du solche Aussagen triffst, begründe sie auch hinreichend.

Die Tötung eines Menschen als ethisch vertretbar zu bezeichnen zeigt deine utilitaristische Einstellung. Nach deinem (oder dem von Bentham) Kalkül ist es also sinnvoll, Menschen zu töten weil sie den Staat nur Geld kosten.

Spinnen wir diesen Gedanken mal weiter. Was ist mit arbeitslosen, dauerhaft kranken und sonstigen Menschen, die dem großen Ganzen (dem Staat) nichts bringen? Darf jemand seine Oma töten, die er ohnehin nie leiden konnte, um das dadurch geerbte Geld Hilfsorganisationen in Afrika zukommen zu lassen und damit mehr als ein Leben zu retten?

Natürlich gibt es staatliche Eingriffe in gewisse Rechtsgüter Einzelner, um dem Interesse von vielen gerecht zu werden. Das erschöpft sich aber in der Würde, dem Leben und der Unversehrtheit eines Menschen. Das ist auch ganz gut so. Aber genügend Literatur dazu findest du in der Bibliothek deines Vertrauens. Hier wirst du sicher nichts fundiertes zu deinem Anliegen finden können.

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Kommentar von freesome
04.10.2016, 16:15

Danke

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Kleiner Tipp: Schlag mal ein Geschichtsbuch auf. Ich empfehle Dir die Zeit von 1933 - 1945. Da gibt es viele interessante Sachen zum Thema Todesstrafe zu lesen. Oder guck Dir an, wie viele Unschuldige, Kinder oder psychisch Kranke in Ländern wie den USA zum Tode verurteilt worden sind. Oder guck Dir an, wie Regime in China oder Saudi-Arabien die Todesstrafe einsetzen.

Wenn Dir das noch nicht reicht, dann guck Dir mal unser Grundgesetz an; genauer gesagt Art. 1 Abs. 1 GG. Dort steht, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Das Hinrichten eines Menschen um ihn zu bestrafen tastet die Würde nicht nur an, sondern tritt sie mit Füßen.

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Kommentar von freesome
25.09.2016, 14:45

Das sind alles Länder (außer der USA) wo ein totallitärer Staat herscht und die Leute die das verdient haben, haben für mich nicht das Recht am leben zu bleiben und außerdem spart der Staat somit was ein.

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Es ist immer schwer,sich vorzustellen,daß die Gesellschaft einen Mörder jahrelang finanziert,mir ging es mit Gäfgen,dem Entführer des Metzler-Jungen so,er tötet das Kind und verhandelt DANN mit den besorgten Eltern.
Aber: Eine Hinrichtung z. B.in Amerika kostet viel,und,und das müssen man sich klarmachen,macht die Welt nicht besser oder sicherer.
Im frühen Deutschland galt der Besitz sehr hoch,Diebe oder Räuber wurden stufenweise gefoltert,um zu gestehen,erst wurden ihnen die Instrumente gezeigt,dann wurde es schlimmer,die letzte Stufe,"hochnotpeinlich",bedeutete,daß man das nur knapp und als Krüppel überleben kann. Z. B. Beinschrauben,bis das Mark aus den Schienbeinknochen floss.
Trotzdem hielten das manche durch,denn bei einer Verurteilung gabs "Todesstrafe mit Verschärfung",d.h.,das vor dem Tod beispielsweise noch mit glühenden Zangen Fleisch aus dem Körper gerissen wurde. Und trotzdem wurde  eben doch geraubt und gestohlen.
Und es ist auch irgendwie pervers,wenn eine Gesellschaft Organisiert ein Leben nimmt.

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Kommentar von freesome
25.09.2016, 15:17

Wirklich guter Kommentar aber wäre es nicht viel Kostengünstiger so jemanden hinzurichten als das der Staat ihm den Rest seines Lebens durchfüttert bis er stirbt.

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Kommentar von RheumaBaer
25.09.2016, 15:27

Das müsste alles sehr schnell gehen,in Amerika warten sie teilweise über 10 Jahre auf die Hinrichtung,die Menschen ändern sich,natürlich nicht alle,und dann werden sie doch getötet. Wie gesagt,bei mir kämpfen auch die Meinungen,gerade bei besonders hinterhältigen Verbrechern,aber ist dies nicht auch nur unser eigener Verbrecher im Kopf,der Blut sehen will..? RACHE!!! Und ich bin im Recht,ich darf killen!! Schwierig.
Rom war eine Gesellschaft mit ungeheurer Organisation,aber völlig von Gewalt geprägt,und sie gingen unter,als ihnen noch schlimmere Gewalt entgegenschlug. Dennoch,ich denke,wenn Du z. B.einen Typen vor Dir hast,wie den,der den Flüchtlingsjungen in Berlin entführt,mißbraucht und umgebracht hat,wird in Dir eine Stimme laut werden,"Gib mir ne Knarre/Messer/Hammer/Klaviersaite,ICH MACH'S!" Aber,wie gesagt-ist das denn der Mörder in uns..?

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Ich mach jetzt mal einen neuen Versuch, werter freesome:

Die Todesstrafe IST GAR NICHT abgeschafft - auch nicht in D - sie ist nur von keinem ordentlichen Gericht mehr verhängbar! - und ihr Vollzug ist illegal (wird Mord genannt!)

Aber es GIBT sie noch in Form der Selbstjustiz - siehe das Bsp. Ehrenmorde: "Meine Tochter/Frau/Schwester hat eine Liebschaft - jetzt bring` ich sie um, um die Familienehre wiederherzustellen!" - Gegen sowas richtet unser Rechtsstaat verdammt wenig aus.

ZUDEM: So wie ich Dich einschätze, werter freesome, würdest Du doch den Mann, der jemandem aus Deiner Familie oder besten Freunden was antut umnieten, falls Du könntest - oder täusche ich ich da?

Na siehste, dann würdest DU die Todesstrafe anwenden...

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Kommentar von ArbeitsFreude
29.09.2016, 15:25

edit: Sorry: ...meinte natürlich "...täusche ich Mich da?..."

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Ich bin froh, dass man davon abgesehen hat, die Todesstrafe in der Bundesrepublik Deutschland einzuführen.

Ich finde sie unmenschlich und grausam. Ich sollte allerdings erwähnen, dass ich auch gegen lebenslangen Freiheitsentzug bin, da ich eine lebenslange Haft als ebenso grausam empfinde.

Ich bin der Meinung, dass nach spätestens 15 Jahren Haft jeder Mensch eine neue Chance Verdient hat. Eine Ausnahme bilden natürlich psychisch schwer kranke Leute, die "verwahrt" werden müssen. 

Ich denke, Strafe sollte absolut immer in erster Linie der Resozialisierung dienen und nicht der Rache.

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Kommentar von freesome
25.09.2016, 21:55

Schon mal was von Wiederholungstäter gehört? Wenn nicht die Todesstrafe dann Lebenslang und mit Lebenslang auch wirklich Lebenslang, das heiß bis in den Tod. Aber dies sollte dann auch nur in den extremsten Fällen angewendet werden, wie z. B Mord oder Kindesmissbrauch. Solche Menschen verdienen keine 2te Chance

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Es gibt sie noch - zumindest auf dem Papier. Im hessischen Landesgesetz ist die Todesstrafe noch immer verankert und wurde  nie aufgehoben.

Allerdings wird sie nicht mehr angewandt, weil Bundesrecht Vorrang vor Landesrecht hat und das ist auch gut so.

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Kommentar von freesome
25.09.2016, 14:40

Ok, danke

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Ich persönlich finde die Todesstrafe super und kann es nicht verstehen warum sie abgeschafft wurde

Z.B. Du wirst unschuldig verknackt und zum Tode verurteilt, 2 Wochen nach deiner Hinrichtung kommen neue Beweise auf den Tisch welche deine Unschuld belegen, nützt dir nun nix mehr da Du tot bist.

...dies ist nur ein Beispiel welches gegen die Todesstrafe spricht.

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Kommentar von freesome
25.09.2016, 15:20

Villeicht sollte man die Todesstrafe nur durchführen wenn es 100% beweisbar ist, also nur in äußerst seltenen Fällen ansonsten wäre ich für Lebenslang 

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Kommentar von Antitroll1234
25.09.2016, 15:24

...nein auch dann nicht.
Ist zum Glück mittlerweile auch so und die Todesstrafe wurde abgeschafft, die Menschheit wird im Laufe der Generationen immer schlauer, manche benötigen halt nur länger dazu.

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Jemand aus meiner Nachbarschaft wurde vor ca. 20 Jahren rechtskräftig wegen Mordes verurteilt. Später kamen neue Beweise ans Tageslicht, die zeigten , daß er die Tat nicht begangen hat. Neues Verfahren, Entlassung. Frage beantwortet?

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Kommentar von freesome
25.09.2016, 15:21

Wirklich schrecklich

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Die Todesstrafe ist eine endgültige Strafe.

Wie man aus diversen Ländern die die Todesstrafe praktizieren ersehen kann, gibt es einen gewissen Anteil an Fehlurteilen.

Klassisches Beispiel ist dabei die USA.

Um hier Fehler zu vermeiden, bedarf es der grundsätzlichen Abschaffung der Todesstrafe.

Was allerdings dringend überarbeitet werden muss, dass bei Tötungsdelikten vorzeitige Entlassung und Bewährungsstrafen praktiziert werden. Wer ein Kapitalverbrechen begangen hat, der darf keine Hoffnung auf Vergünstigungen oder Entlassung haben.

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Kommentar von freesome
25.09.2016, 15:29

Ich wäre für die Todesstrafe aber nur wenn man es 100% beweisen kann. 

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Ich finde das auch komisch,den in unserem Grundgesetz steht nicht im ersten Artikel,dass die würde des Menschen unantastbar ist.Vllt solltest du dich an eine Parte wendend die dir hilft die Todesstrafe wieder einzuführen.Sollte ja nicht so schwer sein,denn im Grunde genommen ist es ja nicht schlimm andere Menschen umzubringen.

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Ich finde die Todesstrafe auch super! ;-) Bevor man aber an sowas denkt, wäre es gut, wenn das Justizsystem überhaupt funktionieren würde. Man liest ja ständig in den Zeitungen, dass viele Straftäter nach der Vernehmung wieder freigelassen werden, und noch nicht einmal eine Abschiebung durchgeführt wird.

Vielleicht liegt das aber auch daran, dass die Gefängnisse überfüllt sind... da wäre die Todesstrafe natürlich auch hilfreich.

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Dass du die Todesstrafe super findest, hat vielleicht den einfachen Grund, dass du nie das Pech hattest, bspw. einen Krieg, schlimme Gewalt, den Umgang mit Schwerverletzten, Toten, trauernden Angehörigen usw. zu erleben.

Den all das lehrt einem den Respekt vor dem Leben unserer Mitmenschen, der dir zu fehlen scheint. Den Grund für die Abschaffung und die Unmöglichkeit der Wiedereinführung der Todesstrafe findest du in Art. 1 GG.

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Kommentar von freesome
25.09.2016, 14:41

Hahaha das ich nicht lache, die Leute die das verdient haben, haben für mich nicht das Recht am leben zu bleiben und außerdem spart der Staat somit was ein.

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Die Menschen haben sich weiter entwickelt.

Die Kriegsverbrecher wurden ja vor 70 Jahren (Nürnberger Prozess) hingerichtet. Das fanden damals wohl die meisten Menschen richtig.

Die RAF inszenierte scheinbare Hinrichtungen und das fanden die meisten Menschen nicht richtig. So lange sie im Knast noch lebten, war die Regierung erpressbar. Es gab ja keine gerichtlich verhängte Todesstrafe mehr.

Die Todesstrafe sich selbst verhängen steht jedem offen, anderen gibt die Justiz nicht das Recht dazu. 

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Abgeschafft wurde die Todesstrafe aus der Einsicht, dass sich auch Gerichte irren können.

Wenn jemand zehn Jahre unschuldig im Gefängnis sitzt, ist das zwar schlimm, aber zumindest teilweise korrigierbar. Wenn er tot ist, was dann?

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Kommentar von freesome
28.09.2016, 21:45

Was ist bei 100% beweisbarkeit

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Lieber Feesome:

FRAGE an jemanden, der in einem Land mit Todesstrafe lebt und diese befürwortet:

"Warum tötet der Staat Menschen"?

ANTWORT des Todesstrafenbefürworters: "Um zu zeigen, dass es schlecht ist Menschen zu töten!"

Du verstehen?

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Kommentar von freesome
28.09.2016, 21:54

Das ist für mich ethisch vertretbar

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Die Todesstrafe verstößt gegen die Menschenrechte und ist deswegen weltweit auf dem rückzug. Was soll an der Tötung eines Menschen "super" sein?

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Kommentar von freesome
25.09.2016, 14:38

Die Leute die das verdient haben, haben für mich nicht das Recht am leben zu bleiben und außerdem spart der Staat somit was ein.

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Kommentar von freesome
25.09.2016, 22:31

Ja

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Könnte man hier erklären, fraglich ob du dem folgen könntest. 

Sorge doch erst mal für eine Grundbildung, dann erübrigt sich auch die Frage.

Todesstrafe "super" finden, zeugt allein schon von einem Kleingeist.

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Kommentar von freesome
25.09.2016, 14:38

Die Leute die das verdient haben, haben für mich nicht das Recht am leben zu bleiben und außerdem spart der Staat somit was ein.

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Kommentar von freesome
25.09.2016, 22:34

Och wäre für die Todesstrafe aber nur wenn man ihnen dies zu 100% nachweisen kann.

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Wenn man Deine Frage liest und Deine zahlreichen Kommentare auf Antworten stellt man leicht fest, Deine Kommentare sind immer die Gleichen. Du hast offenbar ein Problem. Es wäre für Dich sicherlich besser ein Gespräch mit einem Psychologen zu suchen und mal Deine Meinung zu äußern. Bin sicher er wird eine dissoziative Störung feststellen die stationär behandelt werden muss.

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Kommentar von Philippus1990
25.09.2016, 14:48

Eine Ferndiagnose von einem Laien. Nicht schlecht.

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Kommentar von freesome
25.09.2016, 21:49

Das glaub ich weniger ich habe weder Erinnerungslücken noch hab ich das Gefühl eine andere Person zu seien

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Kommentar von freesome
28.09.2016, 21:44

Hab ich schon aber da hab ich wohl was falsch verstanden.

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Die Todesstrafe verträgt sich nicht mit dem Grundgesetz und damit dem gesetzlichen Fundament unserer Gesellschaft. Der Grundsatz in der Justiz und der Repression ist die Sühne mit anschließender Reintegration in die Gesellschaft.

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