Warum gibt es das Güterkraftverkehrsgesetz?

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3 Antworten

Der Güterkraftverkehr unterliegt, wie auch andere Bereiche in unserem Lande, Gesetzen, die einzuhalten sind.

Über den Grund des Gesetzes kann ich nur spekulieren, weil ich nicht dabei war, als es beschlossen wurde.

Ich denke, daß die Frachtpreise noch tiefer im Keller wären, als sie seit der Abschaffung der Nah- und Fernverkehrskonzession (Tarifbindung) und der gleichzeitigen Einführung der EU-Lizenz, eh schon sind.

Wenn jeder "Hanswurst" ohne Genehmigungen, Wissen und Können Frachtaufträge annehmen dürfte, wäre zum einen keine qualitativ gute Beförderung möglich und zum anderen, wie oben schon erwähnt, der Preiskrieg noch härter.

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Kommentar von Aiconus
16.10.2011, 18:11

Das ist leider nur zum Teil richtig. Eine Preisregulierung ist nach deutschen Gesetzen nicht erlaubt.

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Das am 1.Juli 1998 in Kraft getretene GüKG ist in sechs Abschnitte gegliedert und hat folgende Struktur:

  1. Abschnitt: Allgemeine Vorschriften
  2. Abschnitt: Gewerblicher Güterkraftverkehr
  3. Abschnitt: Werkverkehr
  4. Abschnitt: Bundesamt für Güterverkehr
  5. Abschnitt: Überwachung, Bußgeldvorschriften
  6. Abschnitt: Gebühren, Auslagen, Ermächtigungen, Übergangsregelungen

Die Grundlage wurde die Schaffung des GüKG, liegt nicht, wie hier fälschlicherweise genannt wurde, in der Preisregulierung. Dies wäre auch nach deutschen Gesetzen nicht erlaubt, denn wir leben in einer Marktwirtschaft, die durch Angebot und Nachfrage reguliert wird. Das gewisse Richtlinien, die durch den Gesetzgeber geschaffen wurden, dies nahe legen könnten, ist eine andere Sache. Dennoch geht es nicht um Preisregulierung, sondern um Sicherstellung eine Mindestqualität bei der Beförderung, um Sicherheit und wirtschaftliche Sicherheit der Unternehmen. Sonst könnte in diesem Fall wirklich jeder "Hanswurst" sich einen LKW kaufen und glauben er sei nun Spediteur oder Fuhrunternehmer. Durch die Regulierungen im GüKG wird sichergestellt, dass der "Unternehmer" in der Lage ist sein Geschäft nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu führen. Dafür gibt es auch die gewissen Prüfungen und Nachweispflichten.

Grundsätzlich will das GüKG aber etwas anderes erreichen: Neben den allgemeinen Vorschriften wird zum ersten mal ein Unterschied genormt, der zwischen dem gewerblichen Güterkraftverkehr und zwischen dem Werksverkehr besteht.

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) wird erstmals eingesetzt, zur Überwachung der durch das Gesetz erlassenen Vorschriften und dient der Sicherheit auf deutschen Straßen und Autobahnen, und entlastet damit die Polizei und den Zoll der vorher diese Aufgaben wahrgenommen hat.

Ich hoffe diese Antwort kann Ihnen weiterhelfen.

MfG Matthias Cormann

P.S.: Bei weiteren Fragen stehe ich gerne unter matthias.cormann@googlemail.com zur Verfügung.

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weil es für praktisch alles ein Gesetz gibt.

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Kommentar von rudyboy
15.10.2011, 19:33

hilft mir nicht recht weiter.

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