Warum gibt es Bundesländer?

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3 Antworten

Hm, keine schlechte Frage. Die Antwort ist nur sehr geschichtslastig, und ich weiß die details nicht mehr aus dem FF. Was auf jeden Fall klar ist, ist soviel: Der Bundesstaat Deutschland basiert auf dem Staatenbund Deutschland. Da müssen wir jetzt etwa dreihundert Jahre zurück gehen als es auf dem Gebiet der BRD noch ein feudales System herrschte mit Fürstentümern, die sich mal grob gesehen alle um sich selber gekümmert haben, kleine Flicken quasi, die alle ihre eigene Rechtssprechung und Normierung hatten. Da waren selbst Längenmaße unterschiedlich lang, je nachdem ob du in Preußen oder Baden-Würtemberg gelebt hast. Das ist natürlich richtig unpraktisch, wenn du Handel treiben willst, weil dazu auch Gewichte unterschiedlich waren und Münzen unterschiedlich viel Wert. Das ist einer der ganz praktischen Gründe, warum viele Menschen eine Vereinheitlichung wollten. So ein bißchen kann man sich das vorstellen wie die EU vor dem Euro, nur halt auf viel kleinerem Raum. Die ersten Vereinigungen von mehreren Staaten waren auch wirtschaftliche Bündnisse, die 'Zollunion', der 'Süddeutsche Bund' und der Norddeutsche Bund... irgendwann gabs dann auch ein politisches Zusammenwachsen, erste Forderungen danach gabs auf dem 'Fest auf der Wartburg'. Die Göttinger Sieben kann man da auch mal googeln. 1848 gabs dann die 'Paulskirchenrevolution' und ein einheitliches Deutschland zum ersten mal gegründet. Alles, was in Gänsefüßchen steht, kannst du mal ein Geschichtsbuch fragen, das sind wichtige Stationen zu Deutschland. Und nachdem Deutschland auf dieser Grundlage von vielen Einzelstaaten gewachsen ist, behält man diese Tradition bei und gibt nur die wichtigsten Kompetenzen an den Bund ab, also nur das, was wirklcih für alle einheitlich geregelt werden muss, damit kein Chaos zwischen den Ländern entsteht (nennt sich 'Föderalismus'). Da gibts natürlich auch immer wieder mal Debatten, ob man das nicht ändert, und ab und an wird das auch reformiert ('Föderalismusreform'). Im großen und ganzen lassen sich die Länder aber nicht zu viel in die Suppe spucken - warum sollte auch in einem Binnenbundesland genau die selbe Gesetzgebung herrschen wie an der Nordsee, Fischer und Bauern haben ja andere Bedürfnisse, und interessieren muss den Bauern eine Fischfangquote nicht, der hat mit Milchquoten genug zu tun, um das mal zu simplifizieren. :)

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Weil einzelne Regionen eine andere Geschichte haben, manchmal auch geografisch oder (andernorts) sprachlich verschieden sind. Deshalb sind auch die Bedürfnisse verschieden. Dem werden oft nur unterschiedliche Gesetze und Regelungen gerecht.
Sogar die Schweiz (resp. ein Teil davon) gehörte vor 800 Jahren zum Deutschen Reich (unter der Regie von Habsburg), bevor sie sich abgetrennt hat.

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jedes land der erde ist in regionen eingeteilt. es gibt nunmal entscheidungen auf landesebene, die für eine bundesregierung nicht relevant sind.

zum beispiel die bildungspolitik. die schulen - hochschulen usw. sind regional unterschiedlich, auch was die anforderungen anbetrifft. ein abitur in bayern ist weitaus schwieriger zu machen, als z.b. in bremen.

die verwaltungsgliederung in deutschland ist allerdings maßlos übertrieben. die stadtstaaten hamburg-berlin-bremen sollte man auflösen und sie den ländern schleswig holstein-brandenburg-niedersachsen zuordnen. hessen-rheinland pfalz und saarland könnte auch ein bundesland sein. so könnte man viele verwaltungskosten sparen, denn 11 bundesländer in einem so kleinen land wie deutschland sind mehr als genug.

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