Warum gibt es bei x-chromosomaler Vererbung einen unterschied zwischen dominat und rezessiv?

2 Antworten

Das Entscheidende bei den dominant-rezessiven Geschichten ist,
dass die rezessiven Gene (bildlich gesprochen) eher passiv sind, und
sich schnell unterordnen, was es den dominanten selbst bei einem
Verhältnis von 1:1 ermöglicht, ihr "Programm" ohne größere Störungen
"abzuspielen".

Durchsetzen bedeutet also nicht Zweikampf bis einer tot ist, sondern einfach, dass der Stärkere handelt, und der Schwächere sich zurückhält. 

Dein Denkfehler besteht v.a. darin, dass du jede Zelle einzeln betrachtest. Die Zellen im Körper handeln aber (außer bei der Fortpflanzung) eigentlich nie alleine, also ist das, was in der einzelnen Zelle passiert, für das Endergebnis auch nicht wichtig.

Frauen, die in den X-Chromosomen heterozygot sind,  bilden Zelllinien mit unterschiedlich aktivierten X-Chr. aus.

Da muß man verschiedene Merkmale unterscheiden:
Ist zum Beispiel ein Stoffwechselprodukt betroffen, dann müßte sich ein rezessives Allel schon durchsetzen,  denn andere Zellen, in denen das dominante Allel aktiv ist, würden sich im gesamten Organismus durchsetzen.
Beispiel: Farbensehen oder Blutgerinnung.

Ist die Wirkung eines Gens auf die betreffende Zellinie begrenzt, dann wird das tatsächlich sichtbar.
Beispiel: brauner Zahnschmelz macht nur bei Frauen Streifen, bei Männern braun ´XY oder normal XY, ebenso bestimmte Hautpigmentstörungen treten nur bei Frauen in bestimmten Arealen auf.

Vielen Dank für deine schnelle Antwort :) Wirklich interessant dass Frauen bei manchen Pikmentstörungen Streifen aufweisen, so wie bei dreifärbigen Katzen. :)

Ich kann mir das ganze jetzt schon besser vorstellen. Lg Jannis

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