Warum gibt es bei großen Häfen (jedenfalls in Rostock-Warnemünde) so eine Fahrrinne für große Schiffe, die bis zum Horizont hinausführt? Und wann hört sie auf?

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6 Antworten

Die Fahrwasserinne von Rostock-Warnemünde führt bis zur Ansteuerungstonne ca. 6 Seemeilen hinaus.

Allein die Kreuzfahrtschiffe hier haben teilweise Tiefgänge von über 7 Meter, viele Frachtschiffe noch einige Meter mehr.

Die Ostsee ist teilweise sogar relativ weit draußen nicht sehr tief. So würde als Beispiel ein U-Boot der Klasse 206A nicht einmal tauchen können, ohne den Grund zu berühren.

Auch außerhalb der Hafengebiete sind teilweise Fahrwasser durch Tonnen ausgewiesen, denen besonders die großen Schiffe folgen müssen.

Als Beispiel hier gelten u.a. der Langelandsbelt mit seinen zwei Fahrwassern, ebenso wie der Fehmarnbelt.

In Häfen wie Danzig usw., entladen auch die derzeitig größten Containerschiffe, daher müssen die festgelegten Routen unbedingt eingehalten werden.

Danke für das Sternchen.

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Die Wassertiefe kann täuschen.

Ich kenne es von der tideabhängigen Fähre zu einer Nordseeinsel, daß bei diversen Winden selbst bei Flut die Gefahr besteht, daß sich die Fähre festfährt.

Zwischen dem Festland und der Insel liegen Luftlinie ca. 14 km. Die Überfahrt dauert mindestens 1,5 Stunden und verläuft in Schlangenlinien.

Die Fahrt zur Nachbarinsel dauert 45 Minuten und eine Fähre geht stündlich. Die haben eine gebaggerte Fahrrinne und sind tideunabhängig.

Eine Fähre ist dazu kein Vergleich zu schweren und großen Frachtern. Es braucht also tiefe, gebaggerte Rinnen, damit ein Hafen auch von solchen Schiffen angefahren werden kann.

Jeder größere Hafen strebt es natürlich an, auch von größeren Fracht- und Passagierschiffen angelaufen werden zu können. Denn die bringen für die Region Arbeitsplätze und Einnahmen. Daher werden die Fahrrinnen zu den Hafenstädten regelmäßig erhalten.

Auch außerhalb des Hafengebietes werden diese Fahrrinnen gekennzeichnet und gepflegt. Nicht jedes große Schiff kann auf offener See aufgrund von Untiefen und Hindernissen überall fahren.

Doch es liegt sehr warscheinlich an der Tiefe. Außerdem will man ja auch nicht riskieren das die großen Schiffe zu nah and Ufer fahren. Es hat schon alles seine Richtigkeit;)

Die Ostsee ist ein relatives flaches Gewässer. Daher muss man eben weit Baggern, um tiefes Wasser zu erreichen. In Port Hedland (Australien) hat man einen Fahrwasserrinne circa 60 Km raus aufs Meer gebaggert und gesprengt.

Es ist wegen der Tiefe, aber es gibt auch gefährliche Gebiete (Strömungen).

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