Warum gibt es bei Gleichspannung keine Blindleistung?

6 Antworten

Im Grunde gibt es auch bei Gleichspannung bzw. -strom eine Blindleistung. Diese fällt jedoch im Gegensatz zu den Vorgängen mit Wechselstrom bzw. -spannung nur einmal an und man nennt es dann Laden bzw. Entladen eines Kondensators z.B.

Bei Wechselstrom müssen ständig magnetische und elektrische Felder Auf und abgebaut werden. Der Aufbau von elektrischen und magnetischen Feldern benötigt eine gewisse Energie, die allerdings beim Abbau der Felder fast komplett zurückgewonnen wird. Durch diese Auf- und Abbauvorgänge kommt es zu einer zeitlichen Verzögerung, die sich als vor und nacheilende Ströme gegenüber der Spannung bemerkbar machen. Den Zeitlichen Unterschied zwischen Strom und Spannung in Relation zur Preriodendauer bezeichnet man auch als Phasendifferenz. Diese Phasendifferenz kann man auch als Winkel oder als komplexe Zahl angeben. Berechnet man nun damit die Leistung so ist der Realteil des Ergebnisses die Wirkleistung und der Imaginärteil die Blindleistung.

Bei Gleichspannung müssen die Felder nicht ständig auf und Abgebaut werden. Damit wird keine Energie dafür benötigt. So entfällt der zeitliche Versatz zwischen Strom und Spannung und es gibt keine Blindleistung.

Diee Blindleistung entsteht nur im Wechselstromnetz durch induktive Verbraucher. Das sind Transformatoren, Spulen, Motoren etc. Ohmsche Verbraucher wie ein Tauchsieder, Glühlampe etc verursachen keine Blindleistung.

Große Verbraucher mit induktiven Lasten besitzen eine Blindstromkompensationsanlage.

Die Blindleistung beruht darauf, daß es zwischen Strom und Spannung einen Phasenunterschied gibt und Phasenunterschiede gibt es nur bei Wechselstrom. Bei Gleichstrom liegen Strom und Spannung immer "in Phase" miteinander.

gibts genau genommen schon ist meistens so gering oder so kurz dass es vernachlässigt wird

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