Warum gibt es archäologische Strata?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Die wenigsten Gebäude versinken im Erdboden. Was für den Laien oft so wirkt ist die Folge von Neu- und Wiederaufbau bzw. der Anlagerung von Sedimenten durch Witterung. Natürlich gibt es auch Setzungen im Fundament etc., aber das ist nicht die Ursache der Probleme, die dich interessieren.

In Städten werden Straßen erneuert, ohne daß die alten entfernt werden. Im Lauf der Jahrhunderte wird so das umgebende Gelände immer Höher, während das Niveau des Hauses gleich bleibt. Werden Häuser abgerissen und neu gebaut, war es über jahrhunderte hinweg leichter, sie auf einen Teil des alten Schutts zu stellen. So wachsen Städte letztlich auf ihrem eigenen Dreck nach oben.

Auch Gebäude, die heute beispielsweise im Urwald stehen versinken nicht im Erdboden, um sie herum lagert sich Sediment an, Pflanzen überwuchern sie.

Was du in deinen Gedanken nicht berücksichtigst ist die Tatsache, daß auch der Staub und "Dreck" einem Kreislauf unterliegen. An der einen Stelle trägt die Erosion Erdreich ab, an einer anderen lagert sie es wieder an, ob nun durch Wind, Wasser, Schwerkraft.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Erde ist völlig verdreckt und verstaubt. Wir nennen es Erdboden oder Humus und ernähren uns von den Pflanzen die in diesem "Dreck" wachsen. Der Staub und Dreck entsteht durch Pflanzenteile, zerriebenem Gestein Asche von Waldbränden, Sand aus den Wüsten.. Alles wir irgendwann zermalen, zerrieben oder ausgewaschen, selbst die aller grössten Gebirge und wandert dann durch Wind und Wetter rund um den Globus. Und alles entsteht an anderer Stelle wieder neu wenn Vulkane ausbrechen oder sich Erdplatten übereinander schieben...

Die eingesunkenen Dörfer und Städte sinken entweder langsam ein, weil der Untergrund auf die Dauer doch nicht fest genug waren; oder sie versinken einfach nach und nach unter dem Dreck den Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Gewitter, Orkane und Touristen dort hinter lassen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hi!

Dass das Straßenniveau ansteigt liegt zum einen an den anthropogenen Hinterlassenschaften auf der antiken/mittelalterlichen Straße, zum anderen daran, dass Wohn- und Stadtraum über Jahrhunderte genutzt wird. D.h., die einfache ungepflasterte Straße wird zunächst gepflastert, darauf lagern sich Schwemmschichten ab, darauf wird die Straße mit Kieseln befestigt, dann bricht irgendwo ein Feuer aus und es lagert sich Asche ab, dann wieder Schwemmerde, dann wird asphaltiert, o.ä. (das ganze im Laufe von 800 Jahren oder mehr). Auch Häuser werden bis auf die Grundmauern abgetragen und neu aufgebaut, Verfallen wieder (wobei auf dem Boden zunächst nichts passiert, dann stürzt das Dach ein, womit der Innenbereich der Natur ausgesetzt ist und es lagert sich wieder Humus ab, dann wird die Ruine - in der Spätantike sehr oft! - als Müllkippe benutzt und es entstehen innerhalb kürzester Zeit die allerschönsten Strata! Darüber wächst irgendwann wieder Gras).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?