Warum geraten Bänker/n Broker und Aktionäre in Panik bzw. warum stürzen ggf. die Aktienmärkte im Falle eines Krieges zwischen Nordkorea und den USA?

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4 Antworten

Kriegerische Handlungen machen die Zukunft unkalkulierbarer. Zudem gehen sie mit einer Veränderung des Wirtschaftsgebahren einher. Das alles führt natürlich zu entsprechenden Marktreaktionen, gegenüber denen sich die Börsianer abzusichern versuchen.

Der gesamte Finanzmarkt ist inzwischen wieder eine riesengroße mit heißer Luft gefüllte Blase. Ein Krieg könnte nun wie eine spitze Nadel bei einem Luftballon wirken und die ganze Blase zum Platzen bringen.

Weshalb wird es zu einer Blase?

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@Dennis84erz

Weil es immer noch zu viele Möglichkeiten der virtuellen Geldschöpfung gibt, die völlig abgekoppelt von allen realen Werten sind.

Nur ein Beispiel, um dies zu illustrieren.

Der Normalbürger glaubt ja, dass das Kreditgeschäft einer Bank so funktioniert, dass die Spareinlagen erhalten und dieses Geld nehmen, um es dann zu verleihen. Der Gewinn würde in der Differenz zwischen Spar- und Kreditzinsen liegen.

Das läuft aber völlig anders. Vergibt eine Bank einen Kredit, muss sie lediglich einen geringen Prozentsatz der Kreditsumme als reales Geld aus den Spareinlagen bzw. dem Eigenkapital hinterlegen. Den aktuellen Anteil kenne ich gerade nicht, der dürfte so bei etwa 5% liegen. Der Rest der Kreditsumme ist an keinen realen Wert gebunden. Und so werden aus 5% echtem Geld plus 95% virtuell geschöpftem Geld 100% Kreditsumme, die in den Kapitalmarkt fließen. Brechen nun durch eine Krise die Kredite zusammen, werden aus diesen Krediten die oft gehörten "faulen Kredite", die nie wieder zurückbezahlt werden. Das virtuell geschöpfte Geld existiert nur in den Büchern weiter, existiert aber nicht wirklich. Nehmen die faulen Kredite nun überhand und müssen daher aus den Büchern gestrichen werden, bricht das ganze Finanzsystem zusammen, weil dies eine Kettenreaktion auslöst und bei immer mehr Instituten das virtuelle Geld wieder gestrichen werden muss. Damit bricht dann die gesamte Konstruktion in sich zusammen.

Diese virtuelle Geldschöpfung findet praktisch in der gesamten Finanzwirtschaft statt und virtuelles Geld erzeugt immer mehr virtuelles Geld nach dem Prinzip eines Kettenspiels, bis irgendwann mal eine Grenze erreicht ist, wo das ganze einfach nicht mehr weiter funktioniert und die ganze Blase platzt. Leider wird dann auch das reele Geld, das an echte Werte gekoppelt ist, mit in den Keller gerissen.


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Broker freuen sich, es gibt viele Transaktionen an denen sie verdienen. Aktionäre freuen sich gar nicht, weil Unsicherheit Ängste auslöst. Sie versuchen das Geld in Gold oder CHF zu retten, bis sich alles etwas beruhigt hat.

Also das was gerade passiert ist ganz normal und keine Panik.

Wenn bei dir Rückgänge von 1-2% am Tag Panik sind, dann gute Nacht.

Trump und der Konflikt sind einfach unberechenbar. und die Aktien waren auf einem sehr hohen Level.

Durch die Unsicherheit verkaufen eben viele, um 1. Gewine mitzunhemen und 2. Verluste zu begrenzen.

und dazu investieren sie ihr geld in Silber/Gold die gerade anziehen

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