Warum genau ist Erwin Rommel selbst bei den Feinden relativ beliebt gewesen bzw. ist noch immer so beliebt?

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9 Antworten

Soldaten achten faire, mutige und intelligente Gegner.

Dazu war Rommel einer, der nah bei seinen Soldaten war, im Gegensatz z. B. zu Model, der seinen Hintern gern einige Kilometer, hinter der Linie hatte, auf jeden Fall ausserhalb der Schussweite.

In der Marine und unter Fliegern war das sogar noch ausgeprägter.

So wurde von britischen Fliegern bei der Beisetzung des roten Barons zum ersten Mal überhaupt die "Lost Man Frmation" geflogen.


Erwin Rommel ist bei seinen ehemaligen Feinden, vor allem bei den Engländern, bekannter und beliebter als bei den Deutschen. Man respektiert seine militärischen Leistungen und die gute Behandlung der Gefangenen. Als Berufssoldat hat Rommel versucht, sich aus der Politik herauszuhalten. So hat er im Ersten Weltkrieg, wo er seine größten militärischen Leistungen vollbracht hat, mit Erfolg gegen die Italiener gekämpft (12. Isonzoschlacht), während er im Zweiten Weltkrieg den Italienern zu Hilfe gekommen ist, die bei ihrem Angriff gegen die Engländer in Nordafrika in größte Schwierigkeiten geraten waren. Deshalb ist Rommel auch bei den Italienern beliebt, obwohl er ihnen am Isonzo die größte Niederlage ihrer allerdings ziemlich unrühmlichen Militärgeschichte zugefügt hat.

Rommel wird, gerade von Deutschen, gerne mal etwas übertrieben in den Himmel gelobt. 

Das tut man, weil Rommel offenbar kein "wirklicher" Nazi war - zumindest kein Parteimitglied - und von Hitler auch nicht vollkommen überzeugt. Ihm wird mitunter auch die Kenntnis vom Attentat Valkyre nachgesagt, wobei das nicht belegt ist. Darüber hinaus galt er als äußert fähiger General - auch wenn er oftmals mehr Glück als Verstand besaß - und wurde somit auch "vom Feind" geschätzt. 

Allerdings wird dabei übersehen, dass Rommel kein Deut besser als jeder Nazi war. Anstatt sich gegen das System zu wenden, war er ein Mitläufer, der seiner Karriere zu Liebe die NS-Herrschaft nicht weniger akzeptierte, als jeder andere Wehrmachtsgeneral ebenfalls - nur nicht aus Überzeugung, sondern aus viel mehr aus Eitelkeit.

Erwin Rommel war nicht beliebt er hatte extrem viel Respekt den er immer noch hat er gilt als ein sehr guter Stratege, Soldat, uns Anführer. Er hat anstatt seinen untergeben allein Sie Arbeit machen lassen mit angepackt und hat sich nicht gescheut dreckig zu machen. Er hat Kriegsgefangene immer gut behandelt egal wie sie die damalige ethelogie einordnete. Und weitestgehend aus der Politik raus gehalten. Er war vor allem unter den Briten und Amis beliebt (beim deutschen Volk auch) Im Britischen Volksmund hieß seine Einheit  "Ghost Division" er konnte mir wenigen Panzern mehr erreichen als manch andere mir mehr Panzern.  

Auch weil hierzulande und anderswo kräftig an der Legende des ritterlichen Generals gestrickt wurde. 

Aller Sympathie für einen Militär, der immerhin selbständig denken konnte, zum Trotz: Rommel diente einem verbrecherischen System und legte sich mit den Nazis ins Bett, auch wenn sie ihn "eigentlich" anwiderten.

Sein Tod symbolisiert diesen Zwiespalt.

Gruß, earnest

Für mich ist und bleibt Rommel ein dreckiger Faschist! 

Er ist beliebt, weil er gute militärische Leistungen erbrachte, weil er seine Soldaten nicht sinnlos opferte und weil er scheinbar Kriegsgefangene etwas besser behandelte als manch anderer. 

Das ändert aber nichts daran, dass er ohne ein Wort des Wiederstand, sich gegen das Faschistische System aufgelehnt hätte. Im Gegenteil! Er machte sogar Karriere in der Wehrmacht! Und trug damit auch zu den Verbrechen der Faschisten bei! 

"Beliebt" ist hier denke ich das falsche Wort. "Respektiert" trifft es eher. Rommel war neben all seinen Überzeugungen und persönlichen Entscheidungen in erster Linie Offizier und davon sicher einer der begnadetesten überhaupt. Ein Hannibal Barkas war in Rom Staatsfeind Nr.1 und wurde dennoch für seine militärischen Leistungen hoch angesehen. Man muss solche Dinge getrennt von ideologischen Begriffen betrachten um sie objektiv bewerten zu können. Gerade in den Rängen des Militärs hat es schon immer und überall auf der Welt Anführer gegeben, die auch von ihren größten Feinden für ihre Leistungen geschätzt wurden. So war es auch bei Rommel.

Die Apologetk hier ist schön schnulzig. "Ritterlich" soll er gewesen sein...

Und du verwechselst Beliebtheit ud Anerkennung seiner fachlichen Kompetenz.

Weil er Hitler kritisiert hat. Deshalb musste er sich dann aber auch zur Strafe mit einer Giftkapsel umbringen, sonst hätten ihn die Nazis abgeholt.

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