Warum gelten Tiere als eine Sache im Gesetz?

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6 Antworten

Das liegt daran, das diese Gesetze zu Zeiten gemacht wurden, wo Frauen auch noch nix wert waren und nicht mal arbeiten, geschweige wählen gehen durften.

Viele Gesetze in unserem Land sind stark überholungsbedürftig. Siehe § 103 oder der zum Thema Vergewaltigung. 

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In BGB §90a steht ausdrücklich, daß Tiere KEINE Sachen sind:

§ 90a Tiere

Tiere sind keine Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze geschützt. Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist.

Tiere haben also einen besonderen Status: Sie sind (im Gegensatz zu Sachen) durch besondere Gesetze (z.B. Tierschutzgesetz) geschützt., auf der anderen Seite sind auf sie die für Sachen geltenden Vorschriften anzuwenden, da Tiere keine Rechtsfähigkeit haben und somit keine Rechtssubjekte sind.

Mal an einem konkreten Beispiel: Wenn jemand einen Hund quält, dann ist das KEINE Sachbeschädigung, sondern ein Verstoß gegen TierSchG §17:

Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer 

1. ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder

2. einem Wirbeltier

a) aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder 

b) länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden 

zufügt.

Wenn Du das mit StGB §303 vergleichst, wirst Du sehen, daß das Strafmaß bei Tierquälerei deutlich höher liegt.

Tiere sind aber nicht mit Menschen oder anderen Rechtspersonen gleichgestellt, da sie keine Rechtsfähigkeit besitzen, d.h. nicht selbständig Träger von Rechten und Rechtspflichten sein können.

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Seit der Änderung des Zivilgesetzbuches vom 4. Oktober 2002, welche am
1. April 2003 in Kraft getreten ist, sind Tiere keine Sachen mehr (Art.
641a Abs. 1 ZGB). Trotzdem gelten für Tiere im Wesentlichen nach wie vor
die auf Sachen anwendbaren Bestimmungen des Strafgesetzbuches (StGB).
Dies sind vor allem die vermögensstrafrechtlichen Bestimmungen
betreffend unrechtmässige Aneignung, Diebstahl und Sachbeschädigung.Quelle:http://www.tierrecht.ch/strafrecht.html     LG  gadus

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rotreginak02 30.04.2016, 22:01

was du hier beschreibst, gilt für die Schweiz....

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gadus 01.05.2016, 19:12
@rotreginak02

Danke,das ch ist mir nicht aufgefallen.   LG  gadus

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Hallo,

im deutschen Recht (§ 90a BGB) sind  Tiere  keine "Sachen", wenngleich sie juristisch, z.B. beim Kaufvertrag, wie Sachen behandelt werden.

Wenn man also ein Tier quält, wäre es nach unserm Gesetz eine SACHbeschädigung ? 

NEIN! Definitiv nicht, denn es gibt den §17 des TierSchG der besagt, dass Tierquälerei eine Straftat ist.

Als Tierquäler wird angesehen, wer Wirbeltiere grundlos tötet oder diesen erhebliches Leiden oder Schmerz zufügt. Auch das Zufügen von wiederholten Schmerzen bzw. Leid oder über einen längeren Zeitraum wird als Tierquälerei angesehen. Dies kann mit Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe geahndet werden.

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Weil sie " nicht reden können", bzw. Sie wir nicht verstehen.
Wieso wirft man Hummer ins heiße Wasser?
Weil sie nicht schreien können - bzw. Der Mensch ihre Schrei nicht hören kann.

Wir Menschen glauben allerdings nur, was wir hören und sehen und denken nicht.

Solange der Mensch nicht denkt, was ein Tier fühlt, müssen Tiere fühlen, dass wir nicht denken.

lG

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Weil es so im BGB steht. Es gibt zwar ein Tierschutzgesetz, aber Tiere werden nunmal mit Sachen gleichgesetzt.

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Ask4Answer 30.04.2016, 21:34

Ich habe nicht danach gefragt, ob es im BGB steht sondern WIESO

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