warum geht unser Steuergeld nur ins Ausland?Und nicht ins eigene Land?

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5 Antworten

An Indy 72 !

Zum Thema Marshall Plan, dieser Plan wurde nur aus "Eigennutz" der USA verwirklicht. Sicherlich haben wir davon profitiert. Doch das Hauptanliegen der USA war, dass Wirtschaftwachstum des eigenen Landes anzukurbeln. Beispiel Landwirtschaft: 3/4 der der Landwirtschaftlichen Erzeugnisse sind von den USA nach " Nachkriegsdeutschland " geschickt worden und haben das Wirtschaftwunder genannt. Wir hingegen wurden Landwirtschaftlich ausgebremst und künstlich zur Abhängigkeit gebracht. Ausserdem meint der Fragesteller nicht die Gelder, die eine int. Zusammenarbeit fördern. Hier ist das Verschwenden von Steuergeldern gemeint, wie das sinnlose Subventionieren von Stierkämpfen in Spanien oder Tabakanbau in Südamerika. Nur um einige zu nennen.

Weil es "Weltwirtschaftliche" Zusammenhänge gibt, denen wir uns nicht entziehen können und wir ein Global Player sind und nicht nur unser eigenes Süppchen kochen können. Aber dass bestimmt nicht jede Ausgabe an Auslandsinvestition sinnvoll ist (vor allen die Höhe mancher Zahlungen) dürfte auch unbestritten sein. Kopf hoch, es geht langsam aufwärts! Ubrigens geht nur ein Bruchteil der Steuergelder ins Ausland...

und darum geht unser steuergeld " nur " ins ausland? und nichts bleibt im eigenen land, wo lebt ihr eigentlich?

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@Bikerbarde

eigenartig, dein letzter satz stand vorhin noch nicht mit da.hab das heute schon mal gehabt,das was fehlte.sorry, da hast du natürlich recht.

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die frage ist ohne jedes hintergrundwissen, wie bei stammtischbrüdern. darum mal kurz eine information, die nur einen ganz kleinen ausschnitt darstellt, aber etwas deutlich machen kann:

früher gab es über lebensmittel-läden den schriftzug "kolonialwaren". das ist eine erinnerung daran, dass wir mitteleuropäer jahrhundertelang die dritte welt ausgebeutet haben. wenn du heute in einer westafrikanischen hafenstadt auf den markt gehst, findest du da wunderbar frisches obst und gemüse - aber das kommt aus europa, und es kostet nur ein viertel von dem, was die örtlichen erzeuger fordern müssen. das bedeutet, dass nach entlassung der kolonien aus der europäischen fremdherrschaft die wirtschaftliche ausbeutung dieser länder weitergeht, mit hilfe von zoll- und subventionierungsbestimmungen. so ist das, und nun versuch mal, weiter zu jammern über armut in deutschland und unsinn der entwicklungshilfe...

Diese Frage ist wohl nicht ganz richtig und an die falsche Stelle gerichtet.

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Man möge sich allerdings klar machen, dass purer Egoismus auf Staatsebene zum Nationalismus führt und die Folgen daraus haben wir im 1. und 2. Weltkrieg hinreichend erlebt.

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Dabei haben wir vom Marshall-Plan profitiert und nun, wo wir selbst eher auf der sonnigens Seite des Globus leben, haben wir die moralische Verpflichtung, anderen Nationen zum Wohlstand zu verhelfen. Klar, gelingt das nicht immer.

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Außerdem wirkt die Entwicklungshilfe auch präventiv gegen unerwünschte Migration. Denn die Situation vor Ort soweit zu bessern, dass der Anreiz zur Migration marginal wird, ist weit günstiger als die Flüchtlinge hierzulande zu versorgen.

Gut so.

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Armut und Leid in Deutschland? -- Ja, durchaus.

Armut und Leid im Ausland? -- Ja, durchaus.

Armut und Leid in den ärmsten Ländern der Welt? -- Absolut.

Vergleiche mal die Armutsniveaus in den verschiedenen Ländern und vergleiche sie mit Armut in Deutschland.

Dann schau Dir mal an, wie groß der Sozial-Etat Deutschlands für Deutschland ist und wie klein der Entwicklungshilfe-Etat.

Urban Priol hat in der letzten Ausgabe von "Neues aus der Anstalt" schön darauf hingewiesen, dass der Zaun, mit dem sich die G8-Witzfiguren vor den Kritikern geschützt haben, mehr gekostet habe als Burkina Faso in einem Jahr erwirtschaftet.


Was Du meinst, nennen andere "Jammern auf hohem Niveau".

Prima Antwort!

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