Warum geht man ins Museum?

16 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo!

Das ist eine verdammt gute Frage, weil sie hilft, die Menschen nach ihren Antworten niveaumäßig zu klassifizieren. Eine Kuh würde diese Frage allerdings noch nicht einmal verstehen. Auch viele, vermutlich die meisten, Menschen sind nicht viel intelligenter und sehen überhaupt keinen Sinn in der Kunst. Andere stehen schon etwas darüber, werden darin aber auch nur eine bloße Unterhaltung sehen - sind aber auch nur ein Fliegenfurz. Für weitere ist es immerhin Neugier und der Wunsch, mit anderen Menschen auf einer gehobenen Stufe zu kommunizieren. Das sind die Intelligenten. Schließlich gibt es aber auch die Spirituellen und Vertreter des Geistes: Menschen, für die sie existentiell notwendig ist , wie zum Beispiel Vincent van Gogh, weil für sie die Wahrheit unabdingbar ist und sie die in der Kunst suchen. In den letzten beiden Fällen dient die Kunst dabei aber nur als Mittel zum Zweck.

Siehe dazu den folgenden Artikel:

http://ouroboros-forum.de/index.php?option=com_content&view=article&id=260:was-ist-selbstzweck&catid=45:thema-kosmologie&Itemid=70

Danke für die ausführliche Antwort! und für den Link!

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Warum man in Kunsthallen - oder andere Museen geht? Kann ich nicht beantworten. Nur, warum ich es mache. Sehr, sehr regelmäßig. Und jetzt habe ich mir zum Geburtstag noch eine Jahresmitgliedschaft für die Hamburger Kunsthalle gewünscht und bekommen. Zunächst; um zu sehen, wie Künstler sich mit dem, was sie sehen bzw. vor allen Dingen gesehen haben, auseinandersetzen. Wie sie ihre Wirklichkeit in Farbe und Form umsetzen. Dann (auch) , um Technik zu erkennen (z.B. Perspektiven, Lichteinfall etc.). Auch, um Bilder, die ich von Bildbänden kenne, in Wirklichkeit zu sehen, also das Original in Echtgröße und Form. Am meisten aber, um eine gewisse Zeit abzutauchen in eine andere Welt. Unabhängig von Ausstellungen, die ich nicht sehr mag, weil sie zu "gut besucht" sind. Für mich bedeutet das, wenn mehr als einer oder zwei Menschen vor einem Bild stehen, kann ich mich nicht genügend in dieses Bild hineinversetzen. Darum steuere ich meistens die Gegenrichtung ein, da ist die Kunsthalle herrlich leer. Letztlich aber auch, um mehr über die Maler- und Künstler zu erfahren. Da brauche ich dann doch die Ausstellungen und versuche, einen Zeitpunkt zu finden, wo nur wenige andere Kunstinteressierte dort zu finden sind. Vorzugsweise in der Mittagszeit oder kurz vor Schließung der Räume. Was ich auf gar keinen Fall mag, sind die Events , in denen sich Massen durch die Räume schieben und Party feiern,- wie die Nacht der Museen in Hamburg. Also; was suche ich; Ruhe, Inspiration, Schönheit - aber auch Überraschung, Herausforderung wegen Fremdheit, Wissen - aber keine Unterhaltung. Obwohl ich durchaus auch in das Café gehe, dann habe ich nichts gegen ein gutes Gespräch. Und ja, ich stimme Schlumber zu: ich liebe Museen auch. Wenn sie nicht zu voll sind!

Das finde ich gut.

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Die meisten Museen haben bestimmte Schwerpunkte in ihren Ausstellungen: Das hat oft GAR NICHTS mit "Kunst" zu tun, sondern mit bestimmten Themen: Das Filmmuseum in Frankfurt\M. beschäftigt sich mit Filmen und deren Herstellung, Das Ledermuseum in Offenbach zeigt Exponate verschiedener Produkte, die aus Leder hergestellt wurden, sowie Tafeln und Modelle auf denen die Herstellung von Leder erläutert wird.

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