Warum geht Griechenland fast pleite und Deutschland nicht?

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8 Antworten

Alles ist relativ. Wenn jemand mit einem Einkommen von 1.000,- € 100,- € Schulden macht, traut man ihm zu, dass er das zurückzahlen kann. Wenn jemand mit 50,- € Einkommen jedoch 100,- € Schulden machen will, wäre ich mit dem Geldverleihen vorsichtig.

Es ist auch nicht unwichtig, wofür Schulden gemacht werden. Wenn Deutschland Schulden macht, um mit Investitionen die eigene Wirtschaft zu stärken und diese wächst, kann man aus dem dadurch wachsenden Volksvermögen Schulden und Tilgung zahlen. Nicht nur die Höhe der Schulden ist relevant, entscheidend ist auch, was damit finanziert wurde und ob dadurch künftige Generationen in einer besseren Position sind, um die Schulden abzutragen.

Anders ist es, wenn mit Schulden nur der Konsum der jetzigen Gesellschaft finanziert wird (Importe dauerhaft höher als Exporte), was "gfheini" gut gezeigt hat. Unter Konsum fällt auch, wenn höhere Löhne gezahlt werden, als die damit erstellten Exporte einbringen, sprich ein Minusgeschäft gedeckelt wird. Letztlich hat das die Wirtschaftskraft Griechenlands geschwächt. Die Eigenleistungen und Einnahmen sind zurückgegangen. Dazu stehen dann zunehmende Schulden in einem ganz anderen Verhältnis.

Insoweit ist es auch eine Fehlinformation, wenn es heißt, dass Griechenland sparen müsse. Griechenland muss seine Wirtschaft in Ordnung bringen und zwar so, dass sie mit ihren eigenen Einnahmen auch ihre Ausgaben finanzieren können - nicht nur der Staat, das ganze Land. Das ist schwer, wenn man sich daran gewöhnt hat, seit 20 Jahren auf Kosten anderer zu leben. Das Recht, gut zu leben, ist leider daran gebunden, dass man auch gute Arbeit macht.

Griechenlnad hat über Jahrtausende aufgrund eigenere Substanz entsprechend nachhaltig gelebt, gewirtschaftete und ist dafür auch historrisch belegbar bekannt ausgeglichene Verhältnisse zu favorisieren

(etwa bei Aristoltetels und seiner wahrhafte "Ökonomia" nachzlesen, ...)

Die von deiner Aussage (Zitat: "wenn man sich daran gewöhnt hat, seit 20 Jahren auf Kosten anderer zu leben") real betroffenen, unwürdigen und entsprechend gefrässigen, dort herrschenden Eliten alleine anzulastende Verschwendungs- und ausgeweitete Raubsucht, dem Land insgesamt als Fehlhaltung zu unterstellen und es derart zu verspotten, hat weder das griechische Volk noch die dort gelebte Tradtion und fast schon spirituell zu benennende Geruhsamkeit und human verträgliche Ausgeglichenheit verdient!

(Die Selbstmordrate ist in Griechenland die niedrigste im sogn. "Westen")

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@Sajonara

@Sajonara

Einverstanden mit

gefrässigen, dort herrschenden Eliten alleine anzulastende Verschwendungs- und ausgeweitete Raubsucht

und darum muss in Griechenland wieder eine so zerrüttete Wirtschaft in Ordnung gebracht werden. Nur, wieso muss eine deutsche Krankenschwester dafür zahlen? Wieso muss ein deutscher Rentner Steuern auf seine nicht üppigen Renten nach 65 Jahren abdrücken für Rentenräuber in Griechenland, die sich das schon ab 60 und weniger gönnen? Was denkst Du, wer für die rund 100 Milliarden letztlich gerade steht. Erzähl mal einem deutschen Hüttenarbeiter, dass uns das Aristoteles wert sein sollte! Wenn in Griechenland die Selbstmordrate so niedrig ist, dann haben sie ja die Ruhe und Geduld, sich langsam aus der Misere herauszuarbeiten. Sie sollten sich aber weniger Ruhe gönnen, zuzuschauen, wie ihre räuberischen Eliten mit dem geraubten Vermögen auf und davon machen. Immerhin hat Griechenland das Angebot der Schweiz, die Steuerflüchtlinge dingfestzu machen ABGELEHNT!!!

Was ist denn Sache? Die Griechen müssen letztlich mit sich selbst klarkommen. RESTEUROPA hat angeboten, das mit weiteren MILLIARDENKREDITEN zu unterstützen, die im Wesentlichen Deutschland zahlen wird, wenn es nicht funktioniert. Kein Land gibt den Griechen soviel Risikovorschuss wie Deutschland. Dass die Menschen hier unruhig werden, ist nur zu verständlich denn sie werden letztlich zur Kasse gebeten - nicht die Banken und nicht die Großunternehmen.

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Griechenland wurde ebenso wie viele "Individuen" und andere Staaten mit der Entgegennahme und Vergabe von "easy" Krediten "angefixt", um damit noch mehr Waren aus den entsprechenden (Kredit-) Geber-Ländern (wie auch Rüstungsprodukte im Falle Griechenlands) "einzukaufen". Denn die allgemein als Marktwirtschaft sehr unzureichende beschriebene Ausweitung der GeschäftsKAMPFzonen legt es im Rahmen der produzierenden Staaten darauf an, ihre gewaltige Überproduktion , die sonst nicht mehr "vermittelbar" oder zu verkaufen wäre (siehe USA) durch entsprechende Kredite finanziert, möglichst weiträumig abzusetzen. Das gesamte System steht und fällt mit dieser Strategie.

(die Gewinne daraus werden übrigens benützt, um weitere Ressourcen abzugreifen, weitere Umweltverschmutzung zu produzieren, weitere Lohnforderungen zu drücken, und weitere Machtfülle über unmündig gehaltene Individuen wie Staaten zu erlangen, Welt herrschaftsambitionen auf eine andere geschmeidigere Art und Weise, ..)

Der Fehler liegt im Inneren des System begründet und derzeit ist es vor allem Deutschland, das von jenem in erhöhtem Maße profitiert und dadurch zum eigenen Gewinn, andere Staaten geplant und gezielt bis zur Schmerzgrenze "zu ruinieren" beabsichtigt, aber nur so weit das sie ihre "Schulden" begleichen können. Was aber eine alte Masche der imperialistischen Kolonialisations-Methodik darstellt, bei der im Endstadium das Hab und Gut der Schuldner einfach übernommen und "assimiliert" wird.

Das funktioniert im Prinzip ähnlich wie in der gewöhnlichen Werbung und ihren perfide ausgefeilten Marketing-Strategien. Erst werden Menschen so weit gereizt und geblendet, bis das sie entsprechende, auch für sie unnötige Produkte erwerben, und wenn sie sich dann, obwohl sie längst dadurch "konditioniert" sind, verschulden, wird behauptet, aber seht doch: in "Wahrheit" seid ihr frei, unbeeinflusst und "mündig", ...!

WAS ebenso eine geplante Strategie darstellt, denn ein unmündiger oder für verrückt erklärter Staat oder Person wäre kein Handelspartner mehr, den man ausnehmen (oder mit Warenbergen "beglücken") kann.

Ne ist sie nicht in Deutschland ! Weil wir können noch alles bezahlen und nehmen immer so um die 3% des Bruttosozial Produktes an neuen Schulden auf, da das Bruttosozial Produkt aber auch steigt geht das noch ! 2011 hatten wir Schulden in Höhe von 79 Unseres Bruttosozialproduktes !

Die Griechen hatten 160% des Bruttosozialproduktes Schulden ! Also im Verhältnis mehr als doppelt soviel wie wir !

Bruttosozialprodukt gibt es in der VWL nicht mehr. Es heißt Bruttoinlandsprodukt (BIP)

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alles eine Masche um Griechenland auszunehmen, und es nachher aus der EU zu kicken .. wirst sehen, es wird genau so passieren! ;-)

Export von Griechenland in Millionen US-Dollar: 22.660 (2010 geschätzt) 21.340 (2009 geschätzt) 29.140 (2008 geschätzt) 23.910 (2007 geschätzt) 24.420 f.o.b. (2006 geschätzt) 15.500 f.o.b. (2004 geschätzt) 5.899 f.o.b. (2003 geschätzt)

Import von Griechenland in Millionen US-Dollar: 60.190 (2010 geschätzt) 64.210 (2009 geschätzt) 93.910 (2008 geschätzt) 80.790 (2007 geschätzt) 59.120 f.o.b. (2006 geschätzt) 54.280 f.o.b. (2004 geschätzt)

quelle: http://www.europa-auf-einen-blick.de/griechenland/export.php

Woher wisst ihr alle das Deutschland NICHT pleite gehen wird? Das kann alles noch kommen. Wir können/werden diese Schulden in den nächsten Jahrzehnten sowieso nicht zurück bezahlen! Deutschland ist nur nicht Pleite, da die Prozentuale Verschuldung nicht so hoch ist, wie in Griechenland!

Aber auch eine wesentlich höhere Wirtschaftskraft.

keine sorge, wir arbeiten daran

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