Warum geht es Ländern die den Euro haben schlechter als denen die in der EU keinen haben (mal nicht auf DE bezogen)?

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3 Antworten

Das liegt daran, dass Länder die eine eigene Währung haben, ihre Währung je nach wirtschaftlicher Lage, auf.-oder abwerten können. Das ist mit dem EURO nicht der Fall.und darin liegt das eigentliche Problem.

Ein Land wie Griechenland hätte längst den Staatsbankrott erklären müssen. Dieses Land wird mit dem EURO praktisch am "Leben" erhalten. Verschuldet sich dadurch immer mehr, weil es die Kredite nie zurückzahlen kann. Es ist kaum anzunehmen, das Griechenland in den nächsten Jahrzehnten wirtschaftlich auf die Beine kommt. Es wird wohl immer neue Kredite aufnehmen müssen. Am Ende rettet Griechenland dann nur ein Schuldenschnitt.Deshalb ist der EURO für dieses Land alles andere als gut.

Deutschland profitiert infolge seines Exportüberschusses von dem Euro. Hätten wir noch die DMark, so würde die eine Aufwertung nach sich ziehen, die unsere Produkte im Ausland wesentlich teuerer machen würden und es gäbe diesen Exportüberschuss in der Höhe nicht. Das wiederum würde sich auch auf die Arbeitsplatzsituation auswirken.

Länder wie Spanien, Italien, Portugal exportieren überwiegend Agrarprodukte, weniger technische Produkte. Technik ist gefragt, vorallem der Maschienenbau und da nimmt Deutschland in der Welt schon immer eine Spitzenposition ein.

Das ist auch der Grund für den Exportüberschuss und Deutschland der Hauptprofiteuer mit dem EURO als Währung.

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Ich persönlich habe zwar keine konkreten Daten vorliegen, allerdings kann ich einige Ideen hierzu einfließen lassen:

1. Hauptzweck des Euros ist die Stabilisierung einer Währungseinheit der europäischen Union. Damit verbunden ist die Sicherung eines freien Kapitalmarktes innerhalb der EU. Das bedeutet erstens keine Zölle und zweitens durch die gemeinsame Währung kein "Geldverschleiß" durch Wechselkursgebühren. Gerade für Deutschland ist das phänomenal, da die deutschen Exporte allgemein als rekordfähig gelten.

2. Ohne die Kompensation durch das Leistungspotential anderer EU-Staaten würde die "Deutsche Mark" rasant aufwerten und die Produkte teurer machen. Dies stellt eine Art Rückkopplung für überschießende Exporte dar, welche aufgrund der höheren Realpreise zurückgehen würden. Dieser ungewollte Effekt entfällt aus vorgenannten Gründen jedoch. Besagter Effekt ist in der Makroökonomie auch unter dem Begriff "Marshall-Lerner-Bedingung" bekannt.

3. Vorteil einer eigenen Währung besteht natürlich in der autonomen Einflussnahme auf währungspolitische Maßnahmen im Einzelfall. Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen wird hinsichtlich ihrer Intensität durch die übrigen EU-Staaten relativiert, da wie vorgenannt nicht die Stabilität der Wirtschaft des Einzelstaates, sondern die Stabilität des Euros insgesamt vordergründige Aufgabe der EZB ist. Länder mit eigenen Währungen können, wie im Ostblockfall so vermute ich, ihre Währung abwerten und Investitionen in diese Länder entsprechend attraktiver machen.

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Weil der Euro etwas gleich macht, was nicht gleich ist.
Während Länder mit eigerner Währung u.a. ihre Währung auf- oder abwerten können,je nach Bedarf, kann das Griechenland oder Spanien genau nicht.

Während Deutschland Handelsbilanzüberschüsse in Rekordhöhe hat, sind diese die Schulden der anderen Länder, mit oder oder ohne Euro.
Auh Deutschland hat die WTO Verträge ratifiziert, die ein Handelsgleichgewicht anstreben, nicht Handelsungleichgewichte.

Der Euro ist ein Konstruktionfehler.

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