Warum geht die Glaskonserve so leicht auf, wenn man mit der Faust auf den Glasboden haut?

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3 Antworten

Nach der Fertigung wird das Produkt (im Glas) abgekühlt, die Luft und die Flüssigkeit ziehen sich zusammen, bzw. verlieren einen Teil ihres Volumens, so dass bei Raumtemperatur schließlich ein Unterdruck im Glas vorherrscht.

Drehst Du das Glas kopfüber und schlägst kräftig auf den Glasboden, so kannst Du ein Geräusch hören: Der Deckel des Glases lässt durch den Schlag für den Bruchteil einer Sekunde Luft einströmen, der Unterdruck ist (zumindest größtenteils) ausgeglichen und der Deckel lässt sich drehen.

Funktioniert übrigens auch, wenn Du mit einer Gabel / einem Löffel unter den Rand des Deckels greifst und ein kleines Stück nach außen hebelst.

Ein Zischen verrät Dir dann: jetzt geht das Glas ganz leicht auf.

Grüße, ----->

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Kommentar von myzyny03
03.05.2016, 11:05

Das hört sich vieeel besser an, als das mit dem Sauerstoff.

Der Schlag müsste also ausreichen, den Deckel minimal "anzuheben". Scheint logisch. 

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In der Konserve ist durch die Abkühlung des Inhalts ein Unterdruck entstanden. Dadurch ist der Deckel fest verschlossen. Durch den Schlag auf den Boden setzt du eine entsprechende Kraft dagegen in Richtung des Deckels.  

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Durch den Schlag Sauerstoff frei, der zum Beispiel im Orangensaft gelöst ist. Dadurch wird der Unterdruck im Glas geringer, und der Deckel geht leichter auf. Das ist ein ähnliches Phänomen wie beim Schütteln von Mineralwasser- oder Sektflaschen - auch dabei steigt der Innendruck im Gefäß an.

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Kommentar von myzyny03
03.05.2016, 10:44

Die Erklärung mit dem Sauerstoff kenne ich auch. Scheint mir aber nicht richtig zu sein, denn das ganze funktioniert auch bei einer Wurstkonserve im Glas. (Hatte ich gerade gestern, deshalb heute die Frage.)

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