Warum gehen Vergewaltiger nicht ins Bordell?

15 Antworten

  • Es ist ein erschreckendes Missverständnis, dass Vergewaltigungen durch Sexmangel entstehen und durch Prostitution verhindert werden könnten.
  • Sexualstraftäter geilen sich auf an Macht, Erniedrigung und Gewalt. Für sie ist die fehlende Einvernehmlichkeit ein entscheidender Aspekt.
  • Normale Menschen, die gerne Sex hätten aber nicht bekommen, werden deswegen nicht zu Sexualstraftätern. Es gibt sehr viele Männer, die mangels Beziehung jahrelang keinen Sex haben und nicht einmal im Ansatz daran denken würden, eine Vergewaltigung zu begehen.
  • Prostitution ist kein Beitrag zur Verhinderung von Sexualstraftaten. 

Weil Vergewaltiger nicht rational denken, sondern in dem Moment vollkommen triebgesteuert agieren.

Im Bordell würden sie wahrscheinlich von der Security eine auf den Sack bekommen - und bezahlen müssten sie auch noch.

Beiläufig sei mal auf folgendes hingewiesen...

Seit Anfang der 50er jahre wird in (West)Deutschland die PKS, die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik, geführt. Und seit dieser Zeit sinken jahrein, jahraus die Fallzahlen mit sexueller Dimension permanent ab!!!

Sexuell ausgerichtete Kriminalität siinkt also in allen Deliktsbereichen seit Jahrzehnten linear ab!

Generalursache: eine wachsende Liberalisierung und Enttabuisierung der Sexualität.

Insofern haben die Antworter hier absolut Recht. Nicht irgendein sexueller "Notstand" ist die allgemeine Ursache für Vergewaltigung, sondern eher das Ausleben von Macht- und Erniedrigungsphantasien.

Ich kann nicht glauben, dass du diese Zahlen für bare Münze nimmst. Das ist ähnlich wie mit der Statistik für Arbeitslose, da wird "geschönt" wie es nur geht, z.B. die, die in einer Maßnahme sind, werden ganz bewußt ausgespart in der Wiedergabe der Zahlen, obwohl sie doch jobless sind. Das ist kein Zufall. 

Nicht erfasst werden die Vergewaltigungen, diese unzähligen Fälle, wo aus welchen persönlichen Gründen auch immer geschwiegen wird, insbesondere im familiären Bereich. Immer und immer wieder.

Der Inhalt deiner Aussage macht mich traurig, zum einen für die Opfer, die mit dieser Nummer leben, bis sie vllt. eines Tages entscheiden, den Mund aufzumachen. Zum anderen, und das ist hier sehr deutlich, gibt dein Statement das wieder, was viele Bürger als Wahrheit betrachten:

Zahlen, Auswertungen, Statistiken, die uns vorgelegt werden und die wir unkritisch, nachlässig und einfältig, mit einer Haltung der Fremdverantwortlichkeit annehmen. "Belohnt" werden wir dann mit dem Gefühl "... ach, schau mal, ist ja gar nicht so schlimm, wird seit Jahrzehnten besser, die Sache ... "

Hey, wach auf. 


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@Thinabo

Diese statistische Zahlen sind, was sie sind: empirische Realität. Die mögen nicht in dein wie auch immer ideologisiertes Weltbild passen, sagen aber, was sie zu sagen haben. Übrigens tun das auch die Arbeitslosenstatistiken. Natürlich enthalten die nicht alle "Arbeitslosen", also auch nicht alle Rentner, Kleinkinder, Schulpflichtige, Studenten,psychisch oder anderweitig dauerhaft Erkrankte etc. Aber innerhalb ihres Definitionsrahmens enthalten sie durchaus plausible Zahlen- und Trendaussagen.

Und natürlich wird in der PKS nicht das Dunkelfeld erfasst. Darüber gibt es - logischerweise - allenfalls mehr oder weniger plausible und begründete Spekulationen. Aber es gibt a. ebenso einen Trend zu höheren Aufklärungsquoten und zu einem konsequenteren Anzeigeverhalten aber keinen einzigen plausiblilisierbaren Hinweis darauf, das Dunkelfeld würde sichgegen den Trend wie eine Schere weiter ausdehnen. Insofern ist dein "Einwand"sachfremdes und ahnungsloses Gelaber..

Im familiären bereich wiederum gibt es Vergewaltigung als Straftat erst seit 1997. Leider war das zuvor kein Staftatbestand. Aber der trend gilt auch für diesen Deliktsbereich. Mit abstraktistischem Gejammer bekommst du jedenfalls die tatsache nicht aus der Welt geschaffen, dass sexuell motivierte kriminelle Delikte seit jahrzehnten rückläufig sind und sich die Sicherheitslage in dieser Hinsicht deutlich verbessert hat. Einfältig sind allenfalls deine an den haaren herbeiphantasierten Unterstellungen.

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