Warum gehen Pflanzen nach einer Zeit in der Kälte kaputt?

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4 Antworten

Ich bin zwar kein Wissenschaftler, aber allgemein ist ja bekannt, das Pflanzen zur Photosysnthese neben Wasser und Sonnelicht natürlich auch Wärme brauchen. Diese erhalten sie natürlich nicht durch das kalte Wasser, was zudem die Sonnenwärme unbrauchbar macht, weil es nicht mehr ausreicht. LG

Flauschi22 25.01.2013, 18:40

Okaaay... Irgendwie peinlich... Darauf hätt ich auch gleich kommen können;) Danke vielmals:D

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Enzyme arbeiten temperaturabhängig, in Kälte stellen sie ihre Funktion ein. Das endet aber, wenn man die Pflanze wieder erwärmt. Den "Kältetod" erleiden Pflanzen dann, wenn die Zellen im Frost platzen oder trotz Verdunstung im Frost aus dem gefrorenen Boden kein Wasser mehr aufnehmen können (Frosttrocknis).

Bei tieferen Temperaturen verlaufen chemische Prozesse langsamer, ebenso verschieben sich Gleichgewichtsreaktionen in Richtung Energiefreisetzung (Prinzip von Le Chatelier). Für Pflanzen bedeutet dies weniger Energie aus dem Betriebsstoffwechsel, eine geringere Nährstoff- und Wasseraufnahme aus dem Boden, unergiebigere Biosynthesen und in weiterer Folge ein Einstellen des Wachstums. Die einzelnen Lebensvorgänge sind dabei unterschiedlich kälteempfindlich. Als erstes stoppt die Protoplasmaströmung, auch die Photosynthese wird sehr rasch eingestellt. Plasmolyse und Vitalfärbung bleiben am längsten erhalten.

Beim Gefrieren ist der Ort der Eisbildung von wesentlicher Bedeutung. Eis entsteht in Pflanzen als erstes an den Orten, die am schnellsten abkühlen und am leichtesten ausfrieren. Also in den exponiertesten Pflanzenorganen und dann in den Interzellularen der Blätter, meist Nadeln, und peripheren Leitbündeln . Von diesen Orten schreitet die Eisbildung entlang der Leitbündel und innerhalb von homogenem Gewebe rasch fort. Verholzte/cutinisierte Zellwände behindern die Ausbreitung der Eisbildung.

Wasserreiche, nicht abgehärtete Zellen gefrieren intrazellulär. Die im Inneren der Zelle entstehenden Eiskristalle zerstören in aller Regel lebenswichtige Strukturen des Plasmas. Häufig entsteht das Eis jedoch außerhalb des Protoplasten in den Interzellularen oder zwischen Zellwand und Protoplast. Diese extrazelluläre Eisbildung wirkt in weiterer Folge wie eine Austrocknung, dem Protoplasten wird Wasser entzogen, es kommt zu einer Konzentrierung der gelösten Substanzen. Die Zellmembranen werden osmotisch und durch die Zellverkleinerung beansprucht. Ab einem gewissen Grad der Dehydrierung werden die Zellen irreversibel geschädigt.

weiteres siehe Wikipedia.de

Hofe das war biologisch genug

ZoxoZ 25.01.2013, 18:12

Dafür muss das Wasser aber erst einfrieren, die Regel gilt also erst bei 0°C oder weniger, also im festen Zustand :) Kaltes Wasser muss aber ja, weil man sonst von Eis sprechen würde, über 0°C haben, deine These stimmt in diesem Fall also nicht.

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tobi593 25.01.2013, 18:21
@ZoxoZ

Wenn du den ersten Abschnitt lesen würdest, siehst du dass da nicht von Eis gesprochen wird, sondern nur von Kälte. In den nächsten beiden Abschnitten geht es um Gefrieren. Von daher wage ich zu behaupten, dass die These bezüglich des ersten Abschnittes stimmt. Die beiden folgenden Abschnitte dienten als Zusatzinformation

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zu unpräzise deine Frage!

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